Wie funktioniert das „Margin Trading“ auf dem Forex-Markt?

Wenn ein Investor auf Margin Trading setzt, leiht er oder sie sich Geld auf seinen Margin Account (also ein speziell […]

Wenn ein Investor auf Margin Trading setzt, leiht er oder sie sich Geld auf seinen Margin Account (also ein speziell für diesen Zweck eingerichtetes Konto), um den Gewinn seiner Investition zu steigern. Meistens werden diese Konten dazu genutzt, in Aktien zu investieren und den Hebel von geborgtem Geld zu nutzen, um eine größere Anzahl dieser Wertpapiere zu erwerben.

Diese Margin Accounts werden von dem Broker des Anlegers geführt. Diese können jedoch nicht nur für den Handel mit Aktien genutzt werden, sondern werden auch von Devisenhändlern auf dem Forex benutzt.

Investoren, die in den Handel auf dem Forex einsteigen müssen, müssen sich zunächst an einen regulären oder einen Online-Broker wenden. Sobald dies geschehen ist, wird ein Margin Account eröffnet. Dieser unterscheidet sich nicht sonderlich von dem Konto für den Aktienhandel – der Investor leiht über dieses Konto kurzfristig Geld von seinem Broker. Die Höhe dieser Geldleihe richtet sich nach der Größe des Hebelwirkung, die der Investor erzielen möchte.

Bevor der Investor einen Handel durchführen kann, muss er zunächst Geld in seinen Margin Account einzahlen. Der genaue Betrag hängt von dem Margin Prozentsatz ab, der zwischen dem Broker und dem Anleger vereinbart wurde. Für große Konten, die in Stückzahlen von mehreren 100.000 Einheiten handeln, beträgt dieser Prozentsatz meist 1% bis 2%.

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Will ein Investor also beispielsweise 100.000€ handeln, würde ein Margin Prozentsatz von 1% bedeuteten, dass er 1.000€ in sein Konto einzahlen muss. Die restlichen 99% übernimmt dann der Broker.

Auf diesen geliehenen Betrag werden keine Zinsen fällig. Kann der Investor den Handel jedoch nicht bis zum vereinbarten Zeitpunkt abschließen, muss das Geld umgeschuldet werden. Hierfür können Verzugszinsen anfallen, die je nach Handel und den kurzfristigen Zinssätzen der zugrunde liegenden Währungen variieren können.

In einem Margin Account nutzt der Broker die eingezahlten 1.000€ als Sicherheit. Verschlechtert sich die Situation des Investors und die Verluste nähern sich der 1.000€-Marke, kann der Broker einen Margin Call veranlassen. In den meisten Fällen weist der Broker den Anleger nun an, mehr Geld auf das Konto einzubezahlen oder den Handel zu beenden, um das Risiko für beide Seiten zu minimieren.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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