Banken-Finanzierung: So kommen Sie heutzutage daran

Wie kommen sie heute zu einer Banken-Finanzierung? – Mit Sicherheit nicht mehr so einfach wie früher… Selbst wenn man die schwarzmalenden […] (Foto: Scanrail1 - Shutterstock.com)

Wie kommen sie heute zu einer Banken-Finanzierung? – Mit Sicherheit nicht mehr so einfach wie früher…

Selbst wenn man die schwarzmalenden Prognosen vieler Pessimisten nicht teilt, die das europäische und sogar weltweite Banken-System kurz vor dem Kollaps stehen sehen:

Bänker sind, sogar bei sehr wohlwollender Betrachtung dieser Spezies, extrem vorsichtig bei der Vergabe von Immobilien-Finanzierungen geworden.

Z. T. liegt das an entsprechenden gesetzlichen Regelungen der deutschen Bundesregierung.

Denn diese haben es zeitweise nahezu unmöglich gemacht, eine Baufinanzierung in trockene Tücher zu bekommen, die dieser Gesetzes-Strenge Genüge tut.

Inzwischen sind die Politiker zwar wieder ein bisschen zurückgerudert, zum Selbstläufer wird die Finanzierung Ihrer Immobilie trotz leicht gelockerter Zügel aber trotzdem nicht.

Erfolgsfaktor Nr. 1 ist und bleibt ein hieb- und stichfestes Konzept rund um Ihr Immobilien-Projekt

Sie erinnern sich, dass unser Sportsfreund, der trotz grottenschlechter SCHUFA-Auskunft Privatleute für die Immobilien-Finanzierungen akquiriert hat, zu diesem Zweck ein detailliertes, schriftliches und höchst professionell wirkendes Konzept unter die Leute gebracht hat.

In diesem Punkt unterscheiden sich Banker nicht von richtigen Menschen, denn auch sie wollen immer etwas Schriftliches in die Finger bekommen.

Ja, die Ähnlichkeit geht bisweilen so weit, dass sogar Banker die Zahlen dann gar nicht bis ins Letzte nachprüfen.

Hauptsache, es wird ein exzellenter Eindruck von ebenso exzellenten Rendite-Chancen vermittelt – auf jeder einzelnen Exposee-Seite…

À propos Eindruck:

Ohne entsprechende Bonität können Sie sich den Weg zur Bank oder Sparkasse von vornherein abschminken

In diesem Punkt lassen die nicht mit sich reden – es sei denn, Sie können einen bonitätsstarken Bürgen präsentieren.

Aber da jeder, der seine Sinne noch beisammen hat, das Sprichwort »Wer bürgt, wird erwürgt«, kennt, werden Sie schwerlich einen Dummen finden, der sich auf ein solches Vabanque-Spiel einlässt…

Auch ein anderer Punkt wird oft vergessen: Ihr Alter.

Ja, Banker pflegen ein ausgeprägtes Maß an Alters-Diskriminierung:

Wenn Sie Ihren 60. geknackt haben oder älter sind, sind Sie für die ein alter Knacker und mithin kein kreditwürdiger Mensch mehr – wobei Ausnahmen diese Regel bestätigen…

Neben einem möglichst langjährigen Wohnsitz in Deutschland (Österreich / Schweiz) setzt Ihr Bank-Angestellter ein stabiles Einkommen voraus.

Sie haben ein zeitlich unbefristetes Angestellten-Verhältnis? – Das erhebt Sie für Banker sofort in die Gefilde der Seligen.

(Obwohl jeder, wirklich jeder vermeintlich sichere Job in der freien Wirtschaft in Krisen-Zeiten ratzfatz vernichtet werden kann – aber dieses durchaus lebensnahe Szenario haben Banker nie auf dem Schirm, warum auch immer…)

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Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer hingegen sind bei Bankern so unbeliebt wie die Peitsche bei einem Galeeren-Sklaven – und das, obwohl diese Gruppe meistens i. d. R. deutlich besser verdient als Angestellte.

Aber leider tut sie das nicht »regelmäßig«. Regelmäßigkeit, Sicherheit und Berechenbarkeit aber sind das Goldene Kalb der Banker-Branche…

In der Tat messen Banker Ihrer Einkommens-Situation ein weitaus höheres Maß an Bedeutung bei als beispielsweise den Sicherheiten, die Sie stellen könnten.

Diese Sicherheiten können noch so beeindruckend sein: Kommt bei Ihnen im Monat vermeintlich zu wenig rein, können Sie Ihren Finanzierungs-Antrag gleich wieder zerreißen.

Sehen Sie also zu, dass Sie Ihre Einkommens-Situation möglichst attraktiv darstellen (ohne sich selbst zu betrügen, versteht sich)!

Ein absolutes Tabu ist das Fehlen einer Risiko-Bewertung und einer überzeugenden Rentabilitäts-Rechnung.

Ebenfalls unverzichtbar ist eine Exit-Strategie, ein Notfall-Plan also, falls bei Ihrem Investment etwas schiefgehen sollte.

All diese Punkte gehören – ich betone es noch einmal – in ein aussagekräftiges Exposee oder Konzept.

Und das besticht nicht nur durch innere Werte, sprich: klare Fakten und Zahlen, sondern macht darüber hinaus optisch und haptisch sehr viel her.

So ein Konzept muss klipp und klar vermitteln, dass Sie, der potentielle Investor, für dieses Immobilien-Projekt Feuer und Flamme sind.

Diese positive innere Haltung müssen Sie in jeder Sekunde ausstrahlen wie ein Leuchtturm, und ihr Konzept muss in dieser Hinsicht mithalten können.

Ich habe nicht umsonst gesagt, dass die Zahlen im Konzept in nicht seltenen Fällen von Ihrer Bank gar nicht nachgerechnet werden.

Worauf Bank-Entscheidungsträger wesentlich mehr Wert legen, ist die emotionale Power, mit der Sie als Investor vor sie hintreten.

Sie müssen mit jeder Faser Ihres Daseins an das Immobilien-Projekt glauben – und Sie müssen diesen felsenfesten Glauben begeisternd und überzeugend auf die Bank-Partner übertragen.

Dann haben Sie gute Karten.

Fazit

Daher Mein Rat: Investieren Sie vor Ihrem eigentlichen Investment ganze Waggon-Ladungen an Gehirnschmalz und Herzblut in Ihr schriftliches Konzept!

Erfahrungsgemäß sollten Sie ein solches Exposee rund 6 Monate vor Ihrem 1. Bank-Gespräch in der Schublade liegen haben.

Nur dann haben Sie genügend Zeit, mit Haut und Haar in dessen Inhalt einzutauchen und ihn so überzeugend zu »leben«, dass die von Ihnen ausgestrahlte Begeisterung die Banker mitreißt.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Paul Misar. Über den Autor

Paul Misar, Entrepreneur mit aktuell 11 Firmen (einigen davon im Immobilienbereich), Bestseller-Autor, Speaker of the Year 2013 und gefragter Experte auf dem Gebieten“ finanzielle Freiheit“ und  Immobilien.

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