Wie wirken sich Konsumgutscheine der Regierung auf die Wirtschaft aus?

Verläuft die Wirtschaft eher suboptimal, kann die Regierung nachhelfen – beispielsweise in Form von Konsumgutscheinen.

Bei den sogenannten Konsumgutscheinen bzw. Konsumschecks handelt es sich um Gelder, die an Einzelpersonen vergeben werden.

Dies geschieht durch die Regierung anhand der Steuergelder, die im vorherigen Jahr bezahlt wurden.

Dabei hofft die Regierung, dass die Empfänger der Schecks mehr ausgeben und somit die Wirtschaft ankurbeln.

Konsumgutscheine sind somit eine kurzfristige Lösung und werden vor allem dann eingesetzt, wenn sich die Wirtschaft ungünstig entwickelt.

Indem der Wirtschaft Geld zugefügt wird, versucht die Regierung, das Konsumverhalten von Einzelpersonen zu stimulieren.

Idealerweise geben die Konsumenten das Geld direkt aus, so dass Unternehmen durch den Zahlungsstrom ihre Rechnungen und Arbeitskräfte bezahlen können.

Werden die „Anreizschecks“ wiederum angelegt, profitieren die Banken davon, indem sie mehr Geld an mehr Konsumenten verleihen können.

Auch wenn die Schecks genutzt werden, um Schulden zu bezahlen, erzielt dies einen positiven Effekt: So können Forderungsausfälle reduziert werden.

Eine schwache Wirtschaft verfügt über weniger Kapitalabwanderung. Das bedeutet, dass weniger Unternehmen Geld erhalten, und dadurch die Gehälter nicht auszahlen können.

Manche Betriebe entlassen auch Mitarbeiter, wodurch die Wirtschaft weiter verlangsamt wird.

Im Gegensatz dazu bedeutet eine gesündere Wirtschaft auch mehr Kapitalabwanderung. Die Menschen geben mehr aus, wodurch Unternehmen Geld verdienen. Infolgedessen werden mehr Arbeiter angestellt, die wiederum mehr ausgeben.

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Es entsteht ein gesunder, wirtschaftlicher Zyklus.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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