Wie wirken sich Offenmarktgeschäfte auf die Geldversorgung aus?

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Die Formulierung einer Geldpolitik ist extrem wichtig, um ein Wirtschaftswachstum voran zu treiben. Genauer gesagt bestimmt die Geldpolitik die Höhe […] (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Die Formulierung einer Geldpolitik ist extrem wichtig, um ein Wirtschaftswachstum voran zu treiben.

Genauer gesagt bestimmt die Geldpolitik die Höhe und Wachstumsrate der Geldversorgung eines Landes oder einer Währungsunion.

In der Eurozone – und damit auch in Deutschland – wird diese Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank gestaltet.  Die Zentralbank bietet den Banken festverzinsliche Wertpapiere zum Kauf an oder kauft diese von den Banken selber. Diesen Handel nennt man den Offenmarkt.

Um die Geldversorgung in Europa zu erhöhen, kauft die Zentralbank diese Offenmarktpapiere von den Banken und gibt ihnen somit Geld, das zur Kreditvergabe an Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügung steht.

Je mehr Geld für diese Kredite zur Verfügung steht, desto niedriger werden die Zinssätze. Dies bedeutet, dass es einfacher wird, Geld zu beschaffen. Dies führt zu einem Zuwachs an Investitionen und somit meist zu einem Wirtschaftswachstum.

Um die Geldversorgung zu verringern, verkauft die Zentralbank Wertpapiere an die Geschäftsbanken. Das Geld, welches die Banken hierfür ausgeben, wird von der Zentralbank aufbewahrt. Die niedrigere Geldversorgung sorgt für sinkende Investitionen und die Kapitalversorgung wird teurer.

Somit wird das Wirtschaftswachstum eingebremst.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.