Womit sollte der Aktienkauf beginnen?

Um Aktien kaufen zu können, benötigen Sie die Hilfe eines Aktienbrokers, der Wertpapiere in Ihrem Namen handeln kann. Bevor Sie […] (Foto: sdecoret / Shutterstock.com)

Um Aktien kaufen zu können, benötigen Sie die Hilfe eines Aktienbrokers, der Wertpapiere in Ihrem Namen handeln kann. Bevor Sie mit Hilfe des Internets oder Telefonbuchs auf die Suche nach dem nächstgelegenen Broker gehen, sollten Sie jedoch wissen, welche Art von Broker Sie suchen.

Aktienbroker teilen sich aktuell in vier Kategorien auf, die sich in den Kosten deutlich unterscheiden: von billigen Online-Brokern, die nur Anweisungen ausführen bis hin zu Service-Brokern, die sich um Ihre kompletten Finanzen kümmern.

Online- oder Discountbroker nehmen in den meisten Fällen nur Anweisungen von Ihnen an. Dafür sind sie jedoch auch die preisgünstigste Form von Brokern, da sie weder eine Geschäftsstelle noch Berater anbieten. Die Möglichkeiten der Interaktion sind somit auf das Telefon und das Internet beschränkt.

Die Kosten werden meist per Transaktion oder auf Grundlage von Aktien berechnet, was Ihnen ermöglicht, auch mit vergleichsweise geringem Kapital in den Aktienhandeln einzusteigen.

Ein Account bei einem Online-Broker erlaubt Ihnen den sofortigen Handel mit Aktien und Optionen. Da diese Broker jedoch keinerlei Hilfen oder Empfehlungen geben, sind Sie beim Handel auf sich alleine gestellt. Einzig bei technischen Fragen können Sie sich an die Hotline wenden.

Viele Online-Broker verweisen daher auf Webseiten mit Hintergründen und Recherchetipps von Drittanbietern.

Sollen Sie Ihren eigenen Kenntnissen vertrauen oder nur wenig Geld einsetzen, sind die Onlinebroker jedoch zu empfehlen.

Discount-Broker, die außerdem noch Beratungen anbieten, unterscheiden sich nur gering von Onlinebrokern. Der einzige Unterschied besteht in den zusätzlichen Beratungen, für die sie jedoch weitere Bezahlung einfordern.


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Diese Beratungen beschränken sich jedoch meist auf wenige Informationen, die Ihnen bei den Aktienkäufen helfen sollen. Jedoch werden Sie auch hier keinerlei Empfehlungen bekommen.

Viele Onlinebroker bieten diese Beratungen als Upgrade an, das Sie in den meisten Fällen jedoch ausschlagen können.

Full-Service-Broker bieten hingegen die traditionelle Form eines Aktienbrokers an. Die nehmen sich Zeit, Ihre persönliche Finanzsituation zu analysieren. Hierzu betrachten Sie Aspekte wie Ihren Ehestatus, Lebensstil, Ihre Persönlichkeit und Risikobereitschaft, Ihr Alter, Einkommen, bestehende Anlagen, Schulden und viele weitere.

Mit Hilfe dieser Informationen arbeiten sie nun einen Finanzplan aus, der sich genau auf Ihre finanziellen Wünsche und Möglichkeiten ausrichtet.

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Außerdem können Sie Ihnen bei der Nachlassplanung, Steuerberatung, Rentenplanung und vielen anderen finanziellen Fragen zu Hilfe kommen – daher der Name „Full-Service-Broker“.

Diese Art von Broker richtet sich an Personen, die sämtliche finanziellen Fragen in einem Paket bündeln möchten. Natürlich ist dieser Service jedoch deutlich größer als bei Online- oder Discountbrokern. Die zusätzliche Hilfe kann sich jedoch auszahlen.

Konten können bei diesen Brokern ab rund 1000 Euro eröffnet werden.

Geldmanager ähneln hingegen Finanzberatern, können jedoch die gesamte Entscheidungsfreiheit über Ihr Konto besitzen (daher „Manager). Diese hochqualifizierten Finanzprofis managen normalerweise sehr große Portfolios und berechnen daher immense Summen für Ihren Service.

Sie richten sich daher an Menschen mit großem Einkommen, die lieber horrende Summen bezahlen, als sich selber um ihr Geld kümmern zu müssen.

Das Minimum-Guthaben muss hierfür meist zwischen 100.000 und 250.000 Euro liegen.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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