World Luxury Index: Der Luxus-Boom ist ungebremst

Der World Luxury Index ist mit einer Marktkapitalisierung von 476,56 Mrd. € im deutschen Xetra-Handel gelistet. Mit dem Kursbarometer wird die Entwicklung von insgesamt 20 Unternehmen der Luxusbranche dargestellt. Hierzu zählen Gesellschaften wie LVHM Moet Hennessy Louis Vuitton, Sotheby´s oder Hugo Boss. Größte Branchen im Index sind die Textilindustrie, das Gastgewerbe und der Einzelhandel.

Im vergangenen Jahr ist der World Luxury Index um fast 32 % gestiegen und auf Sicht von 12 Monaten beläuft sich der Anstieg immer noch auf etwa 29 %. Seit einiger Zeit sind europäische Waren und ganz besonders Luxusgüter bei den asiatischen Verbrauchern ganz groß in Mode. Vor allem in China greifen immer mehr Kunden begünstigt durch den Online-Handel zu hochwertigen Produkten aus Europa.

World Luxury Index mit überzeugender Performance

Aufgrund der hohen Nachfrage aus dem Fernen Osten erreicht der World Luxury Index, das Barometer für hochwertige Waren und Dienstleistungen, immer neue Rekordstände. Derzeit notiert der Index, der im Februar 2007 erstmals notierte, bei 220 Punkten. Auf Sicht von 12 Monaten stieg der World Luxury Index um 28,74 %, über 3 Jahre hinweg um 44,52 % und über 5 Jahre um 81,90 %.

Auch im asiatischen Raum steigt mit dem Siegeszug des Online-Handels die Nachfrage nach gehobenen Dienstleistungen und Produkten der westlichen Welt. Vor allem die besonders kaufkräftige chinesische Mittelschicht nutzt vermehrt die Vorzüge des Shoppings im Internet. Eine ganze Reihe von europäischen Unternehmen hat diesen Trend bereits frühzeitig ausgemacht. Diese Firmen haben sich rechtzeitig positioniert und ergreifen mit Hochdruck die sich bietenden Absatzchancen in einem aufstrebenden und bevölkerungsreichen Umfeld.

In den vergangenen Jahren hat sich laut dem National Bureau of Statistics of China der Verkauf von Konsumgütern über den Einzelhandel zweistellig gesteigert und lag damit sogar noch über dem Wirtschaftswachstum des Landes. Die Regierung in Peking hat hierzu mit gezielten Maßnahmen beigetragen, die den privaten Konsum stimulieren sollen und sich in einem kontinuierlichen Wachstum der Durchschnittseinkommen zeigen. Außerdem erleichtern Steuersenkungen und die Liberalisierung von Handelsrichtlinien peu a peu die Importchancen für ausländische Verbrauchsgüter.

Nachfrage nach Luxusgütern nahezu ungebremst

In den zurückliegenden Jahrzehnten ist die Nachfrage nach Luxusgütern kontinuierlich gewachsen. Während noch im Jahr 2000 weltweit für etwa 128 Mrd. € Waren und Dienstleistungen aus dem Sektor den Besitzer wechselten, waren es 2016 mit 249 Mrd. € fast doppelt so viel. Dabei verteilt sich der Absatz von Luxusprodukten auf viele verschiedene Länder.

Neben dem Nahen Osten und den USA ist es neuerdings China, in dem neue zahlungskräftige Verbraucher auf den Plan getreten sind. Weitere Lockerungen auf dem chinesischen Markt machen Hoffnung im Hinblick auf die Aussichten der Branche.

7. November 2017

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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