Zinsabschlagsteuer 2013: Das sind die Fakten

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Die Zinsabschlagsteuer ist 2013 in ihrer alten Form nicht mehr gültig. An ihre Stelle tritt die Kapitalertrag- bzw. Abgeltungssteuer. (Foto: TunedIn by Westend61)

Die Zinsabschlagsteuer in der bekannten Ausprägung existiert nicht mehr. Vielmehr wurde die Zinsabschlagsteuer zum 1. Januar 2009 abgeschafft und durch die Kapitalertragssteuer bzw. die Abgeltungssteuer ersetzt.

Die Zinsabschlagsteuer wurde bis 2009 angewandt, um die Zinsen aus Kapitalanlagen zu besteuern und fand darüber hinaus auch bei den sogenannten Tafelgeschäften Anwendung.

Dabei wurden für Tafelgeschäfte 35% fällig und für die Zinsen aus Kapitalanlagen 30%. Der Steuersatz für Dividenden lag bei 20%. Diese Zinsabschlagsteuer wurde im Rahmen der Änderungen des Unternehmenssteuerreformgesetzes 2008 abgeschafft.

Statt der Zinsabschlagsteuer wird 2013 somit die Kapitalertragsteuer fällig. Diese liegt bei 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Die Zinsabschlagsteuer im Rückblick

1989 wurde die kleine Kapitalertragsteuer in Höhe von 10% auf Zinsen eingeführt, hatte jedoch nur ein halbes Jahr Bestand. 1993 wurde die Zinsabschlagsteuer in ihrer oben genannten Form eingeführt. Die fälligen Beträge wurden von den jeweiligen Kreditinstituten einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Im Zuge der Einkommensteuererklärung wurde dieser Abschlag wie eine Vorauszahlung der Einkommensteuer behandelt und mit dieser verrechnet. Die Zinsabschlagsteuer war somit nicht als eigenständige Steuer zu verstehen, sondern vielmehr als Vorauszahlung auf die Einkommensteuer.

Erst Anfang 2009 griff das Unternehmenssteuerreformgesetz 2008, welches auch eine Reform der Kapitalertragsteuer mit sich brachte. Somit existiert die Zinsabschlagsteuer 2013 als Kapitalertragsteuer weiter.

Die Grundzüge der Kapitalertragsteuer

Auch die Kapitalertragsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer. Auch sie wird direkt an der Quelle, also oftmals bei Kreditinstituten, einbehalten.

Eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Formen an Zinsen und Gewinnen wie es der Fall bei der Zinsabschlagsteuer war, ist im Jahr 2013 bei der Kapitalertragsteuer nicht mehr gegeben.

Vielmehr werden pauschal 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig. Konkret bedeutet dies einen Prozentsatz von 26,375%, wenn der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% hinzugerechnet wird:

25% Kapitalertragsteuer * 1,055 = 26,375

Aufgrund der Abziehbarkeit der Kirchensteuer kommt es bei der Berechnung der Kapitalertragsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer zu sehr ungeraden Prozentsätzen. Bei 8% Kirchensteuer ergeben sich 27,8186% Gesamtbelastung, bei 9% Kirchensteuer sind es 27,9951%.

Berücksichtigung des Sparer-Pauschbetrags

Erst bei der Überschreitung bestimmter Beträge müssen Anleger ihre Kapitalerträge in der genannten Höhe versteuern. Dieser sogenannte Sparer-Pauschbetrag liegt für Einzelpersonen bei 801 € und für Eheleute bei 1.602 €.

Liegt also zu  Beispiel der Ertrag aus Zinsen und Dividenden unterhalb dieser Grenzen, muss auf diese Kapitalerträge keine Kapitalertragsteuer bzw. Abgeltungssteuer gezahlt werden.

Vor dem 01.01.2009 galten hierbei zusammen mit der Zinsabschlagsteuer ähnliche Beträge, nämlich Sparerfreibeträge in Höhe von 750 € bzw. 1.500 € (Verheiratete).

Hier wurde jedoch auch noch die Werbungskostenpauschale von je 51 € berücksichtigt, so dass von 2007 bis Ende 2008 in Summe bereits die gleichen Freibeträge galten, sich jedoch anders zusammensetzten. Somit hat die Abkehr von der Zinsabschlagsteuer zwar einige Veränderungen gebracht, doch die Höhe der Freibeträge blieb gleich.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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