Zusteigen lohnt sich – Der indische Tiger ist auf dem Sprung

Vor Jahren kamen Schwellenländer-Fonds in Mode, flauten danach ab und sind seit geraumer Zeit wieder im Kommen. Vermarktet werden sie gerne unter dem Kürzel BRIC: Brasilien, Russland, Indien, China. Der Reiz liegt im Aufholpotenzial dieser Volkswirtschaften. Der aktuell interessanteste Kandidat ist allerdings Indien. Investieren kann man über spezielle ETFs, Einzelaktien oder auch Anleihen.

In Indien investieren die Großen

Während China sich konsolidiert, steht nun Asiens Nummer zwei im Visier der Investoren. Bosch, DHL, Walmart, Amazon – alle investieren jetzt in Indien. Gerade mit den Reformen durch Premierminister Narendra Modi sind die Wachstumsaussichten enorm gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs letztes Jahr um 7,1%. Auch die Inflation ist auf 3,5% gesunken.

Die Einwohnerzahl von rund 1,3 Mrd. liegt nur wenig unter der von China. Gut 10% davon sprechen fließend Englisch. Der Großteil ist äußerst technikfreundlich. Allgemein wird erwartet, dass Indien bis in 30 Jahren zur drittgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigt.

Die Regierung ruft dazu auf, in Indien zu investieren und will die Rahmenbedingungen verbessern, unter anderem mit großangelegten Infrastrukturprojekten. Zudem soll der Anteil der Industrieproduktion auf über 25% angehoben werden.

Bislang dominiert der Dienstleistungssektor mit einem BIP-Anteil von 56%. Eine gezielte Öffnung des Marktes sowie massive Investitionen in die Bildung und Ausbildung sollen dazu beitragen, die verbreitete Armut zurückzudrängen.

Auf der Überholspur

Vor allem hier liegt enormes Potenzial. Denn im Unterschied zu China treibt in Indien die Inlandsnachfrage die Entwicklung voran. Dies erklärt, warum sich etwa Walmart zeitig positioniert. Amazon erwartet, dass der indische Markt für E-Commerce bald Japan, Deutschland und Großbritannien überholen wird.


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Von der Informationstechnologie bis zur Bio- und Pharmaindustrie beherbergt Indien starke Unternehmen, die hierzulande noch weitgehend unbekannt sind. Erfolgreichster Autohersteller ist Tata Motors, bei dem nun VW anklopft, um über eine Partnerschaft den indischen Automarkt zu erobern. Wie einige andere indische Papiere, werden auch Tata-Aktien in Deutschland gehandelt.

Allerdings sind Direktinvestments mit mehr Risiken verbunden als die einfacheren ETFs auf spezielle Indien-Indizes. Der Lyxor ETF auf den MSCI India brachte Anlegern beispielsweise in den letzten fünf Jahren ein Plus von über 75%. Auf Jahressicht waren es fast 23%. Seit seiner Auflage Ende 1994 beträgt die jährliche Performance im Schnitt fast 11% und liegt damit klar über der des Dax.

ETF auf Aktien und Anleihen

Der Index MSCI India spiegelt die Entwicklung von 70 der größten Aktienunternehmen des Landes und steht für 85% der gesamten Marktkapitalisierung. Am stärksten vertreten ist der Bereich Informationstechnologie mit 23%, gefolgt von Finanzen mit 17%. Konsumgüter machen 11% aus und Energiewerte 9%. Auf die Gewichtung einzelner Aktien bezogen bildet der IT-Software-Konzern Infosys das Schwergewicht im Index.

Seit einiger Zeit kann man auch per ETF gezielt in Staatsanleihen von Indien investieren. Der LAM ZyFin GM – Sun Gbl. India Sov. Ent. Bd. UCITS ETF mit einem Investitionsvolumen von knapp fünf Mio. € ist zwar als exotisch einzustufen, legte aber besser zu als andere Vergleichsindizes, im laufenden Jahr bereits um 4,9%.

Das Risiko, dass sich internationale Investoren wieder schnell vom Markt zurückziehen, ist deutlich geringer als bei anderen Schwellenländern.

Bei den Investments sollte man natürlich beachten, dass indische Wertpapiere an ihren Heimatbörsen in der Landeswährung gehandelt werden, was automatisch ein Währungsrisiko mit sich bringt.


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5. Juni 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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