Zuzahlungsbefreiung für Medikamente: Bares Geld gespart

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Die Zuzahlungsbefreiung für Medikamente müssen Sie zum Anfang eines jeden Jahres beantragen. Es lohnt sich! (Foto: Have a nice day / shutterstock.com)

Gesundheit wird in Deutschland immer teurer. Ein Umstand, den Verbraucherschutzverbände und einige politische Gruppierungen immer deutlicher beklagen.

Recht haben sie, denn alleine die Zuzahlung für Medikamente sprengt so manches Loch in die Haushaltskassen, da in den letzten Jahren immer mehr Belastungen auf private Haushalte zukamen. Daher ein Hinweis zur Zuzahlung für Medikamente, der Ihnen bares Geld bringen kann. Dazu sind nur wenige Handgriffe nötig.

Zuzahlungsbefreiung für Medikamente: Gesetzliche Regelung beachten

Die Zuzahlungsbefreiungen für Medikamente müssen inzwischen seit geraumer Zeit neu beantragt und ausgestellt werden: Die bereits bestehenden Befreiungen sind Ende 2009 ausgelaufen und müssen deshalb erneuert werden. Beachten Sie die folgende Regelung zu dieser finanziellen Erleichterung für Ihr Budget:

Die gesetzliche Zuzahlung für Arzneimittel entfällt nur dann, wenn in der Apotheke ein Befreiungsbescheid präsentiert werden kann. Ein weiterer besonderer Tipp für Sie dazu: Ein Vermerk des Arztes auf dem Rezept ist ebenfalls ausreichend, um von der Zuzahlung befreit zu werden. Sprechen Sie dies vor Ort in der Praxis des Mediziners Ihrer Wahl einfach an. Es lohnt sich.

Grenze liegt bei 2% des Bruttoeinkommens

Eine Zuzahlungsbefreiung erhalten Versicherte, wenn die persönliche Belastungsgrenze von zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens erreicht wird. Noch eine Einschränkung, falls Sie zahlen müssten: Bei chronischen Kranken liegt die persönliche Belastungsgrenze bei einem Prozent des Jahresbruttoeinkommens. Beachten Sie schließlich die letzte Befreiung zum Thema: Generell von einer Zuzahlung befreit sind Kinder und Jugendliche, bis sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.

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Zuzahlung zwischen 5 bis 10 €

Zahlreiche Krankenkassen bieten an, die errechnete Belastungsgrenze im Voraus zu zahlen. Anschließend wird die Zuzahlungsbefreiung gewährt. Die Zuzahlung für Arzneimittel beträgt in der Regel 10% – mindestens aber 5 €.

Die Höchstgrenze für die Zuzahlung liegt bei 10 € und einen kruden Sinn für Humor beweisen viele Versicherer, indem Sie darauf hinweisen, dass die Zuzahlung niemals die Kosten für das Medikament übersteigen wird.

Lassen Sie sich in der Apotheke bei jedem Medikament eine Quittung ausstellen, damit Sie über Ihre Ausgaben für Arnzeimittelzuzahlungen immer im Bilde sind. Gegebenenfalls können Sie dann Ihre Zuzahlungsbefreiung bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Informieren Sie sich dazu einfach bei der Zweigstelle Ihrer Krankenkasse vor Ort.

Dies können Sie auch telefonisch erledigen – die Sachlage ist nicht so kompliziert, dass sie nicht ein Sachbearbeiter schnellstens klären könnte. Auch hier gilt: Es lohnt sich für Sie. Ihre persönliche Belastungsgrenze bezüglich der Zuzahlungsbefreiung für Medikamente können Sie sich beim offiziellen Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen ausrechnen lassen.


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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.