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30% in 5 Monaten - mit Salatschüsseln?

Inhaltsverzeichnis

In den 1980er Jahren wurden sie in den meisten Haushalten gefeiert: die Rede ist von Tupper-Partys.

Auch wenn sich inzwischen immer weniger Frauen treffen, um „Wunderschüsseln“ oder Salatschleudern mit lebenslanger Garantie zu bestaunen, spielt Tupperware an der Börse doch noch immer eine bedeutende Rolle.

Erst kürzlich gab das Unternehmen bekannt, vierteljährlich 62 Cents je Aktie an Anteilseigner ausschütten zu wollen. Das entspricht derzeit einer Dividenden-Rendite von immerhin 3%.

Erst im Januar hatte das Unternehmen seine Dividende auf das derzeitige Niveau angehoben. Seitdem wird die Aktie an der Börse gefeiert: Um knapp 30% ging es für die Aktie von Tupperware seitdem nach oben.

Tupperware hat auch Kosmetik

Uns als Analysten stellt sich natürlich die Frage, ob diese Entwicklung weiter gehen kann. Zuallererst schauen wir dazu natürlich auf die aktuellen Bewertungen.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 15 ist Tupperware nicht unterbewertet, aber auch nicht teuer. Das sagt uns als Analysten, dass wir weiter suchen müssen.

Positiv zu werten ist bei Tupperware klar der Trend: Seit Jahren klettert die Aktie von Hoch zu Hoch, zudem wird der Anstieg durch eine kontinuierlich angehobene Dividende flankiert.

Doch wird Tupperware den Erfolg der vergangenen Jahre auch in den kommenden Jahren fortsetzen können? Die Antwort auf diese Frage dürfte entscheidend dafür sein, ob sich die Aktie von Tupperware als langfristige Investitionschance anbietet.

Während der vergangenen Jahre hat Tupperware sein bewährtes Vertriebskonzept ausgebaut. Statt Kunststoff-Schüsseln und innovativer Haushaltsprodukte aus Kunststoff setzt man bei Tupperware auch auf Kosmetik und Produkte zur Körperpflege.

Bislang ging diese Strategie auf. Zwar kritisieren viele das ineffiziente Vertriebsnetz bei Tupperware und die daraus resultierenden vergleichsweise hohen Preise, doch hat dies der Attraktivität von Tupperware-Produkten bislang nicht geschadet.

Es stellt sich aber dennoch die Frage, ob dieses Konzept nachhaltig sein kann.

Genaue Analyse nötig

Die Konkurrenz im Bereich der Küchengeräte und Kosmetik wächst. Immer mehr Produkte werden im Internet umgesetzt. Der gute Rat der Freundin erfolgt zunehmend per Facebook-Like.

Zwei Klicks weiter, und die Salatschüssel oder die Wimperntusche ist preiswert bestellt. Eine Party mit Sekt und praktischen Produkten möchten heute nur noch Wenige besuchen.

Das Konzept des Direktvertriebs gilt zudem nicht wenigen Menschen als unseriös.

Damit stehen dem äußerst guten Börsenergebnis bei Tupperware einige äußerst kritische Fragen gegenüber. Ob das Unternehmen diese entkräften kann, muss eine nähere Analyse zeigen.

Hinsichtlich der konstanten Dividendenzahlungen und der guten Geschäftsentwicklung wäre die Tupperware-Aktie in jedem Fall ein Kauf. Ob der Erfolg allerdings nachhaltig ist, muss sich zeigen.