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Apple – Dividende in Milliardenhöhe

Inhaltsverzeichnis

Steve Jobs gilt als Retter der Firma Apple. Er führte sie aus der Krise und machte sie zum weltweit größten Technologiekonzern.

Jobs stand dabei stets im Mittelpunkt, galt als Ideengeber und sorgte mit seinen Entwicklungen und Innovationen für den überwältigenden Erfolg von Apple.

Für Anleger bedeutete dies vor allem eines: beachtliche Kursgewinne, da die Apple-Aktie von einem Rekord zum nächsten eilte.

Apple konnte im Laufe der Jahre große Barreserven anhäufen. Anfang des Jahres 2013 lagen diese bei rund 140 Mrd. US-$. Doch eine Dividende wurde unter Steve Jobs dennoch nicht ausgeschüttet.

Nach seinem Tod wurde im Frühjahr 2012 erstmals die Ausschüttung einer Dividende angekündigt. Was den Aktionär im ersten Moment freut, wird vielerorts jedoch auch kritisch betrachtet.

Mehr zum Thema: Steve Jobs gestorben: Was passiert mit der Apple-Aktie?

Apples neue Dividenden-Strategie

Während in Deutschland Dividenden meist jährlich ausgezahlt werden, ist in den USA eine vierteljährliche Ausschüttung weit verbreitet. Und eine solche kündigte Tim Cook als neuer Apple-Chef 2012 an.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung dürfte unter anderem auch die wachsende Kritik der Aktionäre gewesen sein, die angesichts der großen Geldreserven eine Dividende forderten.

Somit entschloss sich Apple, erstmals seit 1995 wieder eine Dividende zu zahlen. Diese lag zunächst bei 2,65 US-$ im Quartal. Zeitgleich wurde angekündigt, dass Aktien im Wert von 10 Mrd. US-$ zurückgekauft würden.

Im Frühjahr 2013 wurde eine Ausweitung des Aktienrückkaufprogrammes auf ein Volumen von 60 Mrd. US-$ bis 2015 verkündet. Zudem wurde die Dividende auf 3,05 US-$ pro Quartal angehoben.

Mehr zum Thema: Apple-Aktie: Mehr Dividende für Aktionäre

Gründe für den Kurswechsel

Die Apple-Aktie hatte gegenüber dem Stand von September 2012 zeitweise bis zu 40% eingebüßt. Die Ausweitung des Aktienrückkaufs und die Erhöhung der Dividende werden auch als Reaktion auf diese Entwicklung gewertet.

Generell ist jedoch zu beobachten, dass es sich bei Apple inzwischen weniger um einen Wachstums- als um einen Substanzwert handelt.

Das Unternehmen hat also eine Entwicklungsstufe erreicht, auf der der Kapitalbedarf nicht mehr so hoch ist. Es kann profitabel gewirtschaftet werden und Investitionen in das Wachstum gehen zurück.

Die zwei Seiten der Dividenden-Medaille

Die Ausschüttung von Dividenden seitens Apple lässt einige Anleger jedoch auch kritisch hinterfragen, wieso es zu dieser Entscheidung gekommen ist.

Auf der einen Seite kann die Antwort schlichtweg heißen, dass Apple genug Geld hat, um seine Aktionäre am Gewinn zu beteiligen.

Auf der anderen Seite wird aber auch immer wieder befürchtet, dass Apple die Ideen ausgehen und man keine Innovationen hat, in die man das Geld stecken könnte.

Zudem musste Apple 2013 erstmals seit fast 10 Jahren einen Gewinnrückgang verzeichnen. Die Dividende kann also auch als Entschädigung für das nachlassende Wachstum gewertet werden.

Fazit: Schwer vorhersehbare Entwicklung

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die von Apple gezahlte Dividende für Anleger einerseits einen großen Anreiz darstellen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Aktie des Unternehmens sehr stark schwanken kann.

Die Entwicklung ist demnach schwer vorherzusehen und man sollte sich nicht von der Dividende allein verführen lassen.