Dividenden-Aktien: Vermögen aufbauen und zusätzliches Einkommen sichern

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Ist es möglich mit Hilfe von Dividenden-Aktien die Altersvorsorge aufzustocken? Wie funktioniert der Vermögensaufbau? Eine Übersicht. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Wir setzen nicht auf Aktien mit einer gewöhnlichen Dividendenrendite von 2,5%, sondern mit extrem hohen Dividendenrenditen – im Einzelfall bis zu 10%. Und wir setzen auch nicht auf irgendwelche Dividendentitel, sondern auf äußerst solide Gewinnbringer.

Ein weiterer wichtiger Punkt kommt hinzu: Dividendenstarke Aktien entwickeln sich langfristig im Kurs fast immer besser als der Gesamtmarkt. Sie werden also neben den laufenden Erträgen auch von steigenden Kursen profitieren. So können Sie sich mit einer inneren Ruhe und Gelassenheit eine Altersvorsorge aufbauen – oder die Gewinne für andere schöne Dinge nutzen.

Im Vordergrund stehen Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten. Diese Unternehmen gelten allgemein als sicher, weil die hohe Dividende den Kurs nach unten absichert. Werterhalt ist uns besonders wichtig. Dabei ergibt sich die Sicherheit nicht nur aus der Höhe der Dividendenrendite.

Bei der Aktienauswahl werden wichtige Kriterien beachtet, die auch die fundamentale Stärke des Unternehmens belegen. Wenn Sie bereits Kapital zur Verfügung haben, können Sie bei Kapitalerhalt ein Extra-Einkommen oder eine zusätzliche „Rente“ beziehen. Wenn Sie noch in der Aufbauphase sind, können Sie natürlich auch mit den Dividendenzahlungen regelmäßig wieder neue Dividendenaktien kaufen.

So wächst ihr Kapital stetig an und Sie investieren bei einer hohen Rendite in Ihre Zukunft! Die Gewinnchancen bei Dividendenpapieren werden dann optimal ausgeschöpft. Die große Wirkung des Zinseszinses wird bei der langfristigen Kapitalanlage meistens unterschätzt.

Wussten Sie, …

… dass Dividenden langfristig wegen des Zinseszinseffekts entscheidend für den Anlageerfolg sind? In den vergangenen 40 Jahren wurde die annualisierte Gesamtrendite zu 40% durch Dividendenzahlungen bestimmt. Die anderen 60% sind Kurssteigerungen. Schaut man noch weiter zurück, wird der Anlageerfolg noch deutlicher.

Der Grund liegt am erwähnten Zinseszinseffekt, der im Endergebnis vor allem durch die wiederangelegten Dividenden zum großen Vorteil für die Geldvermehrung wird. Ein anschauliches Beispiel kommt von der Universität Princeton. Dort haben Forscher berechnet, dass aus einem im Jahr 1900 investierten Dollar das Angesparte ohne Berücksichtigung von Dividenden auf 198 $ gestiegen wäre.

Mit Dividenden wäre aus dem einen Dollar ein kleines Vermögen von fast 17.000 $ geworden. Der Kurszuwachs wäre demnach nur für 1% des Anlageerfolges verantwortlich gewesen, 99% sind auf Dividenden zurückzuführen – wenn diese immer wieder komplett in Aktien angelegt worden wären.

Nachgewiesen ist auch, dass Unternehmen mit hohen Dividenden auch im Kurs stärker zulegen als der Marktdurchschnitt. Am Tag nach der Dividendenzahlung geht der Kurs zwar um den Betrag der Dividende zurück (Dividendenabschlag). Diese Lücke wird aber meistens schnell wieder geschlossen.

Die Dividendenrendite

Die Dividendenrendite beschreibt das Verhältnis der Dividende zum gegenwärtigen Aktienkurs. Die Dividendenrendite in % errechnet sich durch das Verhältnis von Dividende zum Aktienkurs mal 100.

Formel  

Dividendenrendite berechnen

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Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschütteten Erträgen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.
$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Die Dividendenrendite besagt, wie viel Kapitalrückfluss Sie auf Ihre Aktien bekommen. Sie ist auch eine Kennzahl zur Bewertung einer Aktie. Die Dividendenrenditen von den Werten der großen Aktienindizes liegen gewöhnlich bei 2 bis 3%. Hintergrund dieser Kennzahl ist, dass eine vom absoluten Betrag her hohe Dividende weniger Ertrag bringen kann als eine vom Betrag her niedrige Dividende.

Die veröffentlichten Dividendenrenditen beziehen sich üblicherweise auf die vom betreffenden Unternehmen an die Aktionäre ausbezahlte Dividende und den aktuellen Kurs der Aktie.Wenn Sie die Aktie billiger als zum aktuellen Kurs gekauft haben, erhöht sich Ihre persönliche Dividendenrendite und umgekehrt.

Der Dividendeneffekt

Bei Dividendenaktien fällt auch dann ein Ertrag an, wenn der Aktienkurs stagniert oder fällt. Kursverluste werden gemindert und aufgefangen. Sie gewinnen also auch bei fallenden Kursen. Unter allen europäischen Indizes ist der EURO STOXX einer der führenden.

Es wird sowohl ein Kursindex (ISIN: EU0009658145) als auch ein Performanceindex (ISIN: EU0009658152) berechnet. Beim Performanceindex werden die Dividenden reinvestiert, während sie beim Kursindex unberücksichtigt bleiben. Der Effekt ist beachtlich, wie der folgende Chart zeigt!

Die Kraft der Dividende – Beispiel BAT

British American Tobacco (BAT Industries) ist der drittgrößte Zigarettenhersteller der Welt. Der Konzern vertreibt über 300 Marken in 180 Ländern, produziert in 40 Ländern und ist Marktführer in mehr als 50 Ländern. Zu den bekanntesten Marken zählen Dunhill, Pall Mall, HB, Lucky Strike, Peter Stuyvesant, Benson & Hedges, Rothman’s und Kent.

BAT zahlt seit vielen Jahren eine beständige Dividende. BAT hat es sogar geschafft, die Dividende im Betrachtungszeitraum ab 2000 IMMER zu steigern: von 29 p auf jetzt 139 p. Die Dividendenrendite betrug in diesem Zeitraum IMMER über 3,5%, in der Spitze sogar einmal 12%, meistens jedoch um die 5%. Im Januar 2000 betrug der Kurs unserer Dividendenaktie BAT rund 350 p; heute liegt er bei rund 3.500 p.

Das ist eine sagenhafte Kursrendite von 900%! Aber jetzt das Beste: In dieser Zeit wurden insgesamt 910 p an Dividenden ausgeschüttet. Die Aktie hat für den Anleger also einen tatsächlichen Wert von 4.410 p (Kurs plus Dividenden). Das entspricht einer Rendite von sagenhaften1.160%!

Dividendentitel verfügen über ein stabiles Geschäftsmodell

Anleger, die langfristig investieren und stets auf Unternehmen mit hohen Dividenden setzen, fahren damit oft besser als der Gesamtmarkt. Selbst in schwachen Börsenphasen ist die Outperformance von Dividendentiteln historisch belegt. Im DAX waren beispielsweise in den vergangenen 10 Jahren allein die gezahlten Dividenden für 40% der Gesamtperformance verantwortlich.

Dieses Plus kommt nicht von ungefähr, denn die Unternehmen mit hoher Dividendenrendite zeichnen sich durch stabile Geschäftsmodelle mit hohen Cashflows aus. Unternehmen, die kontinuierlich hohe Dividenden zahlen, stellen damit ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis.

Zudem wirkt eine hohe Ausschüttung disziplinierend auf das Management. Vorstände, die regelmäßig einen Großteil des Gewinns ausschütten, sind gezwungen, die verbleibenden Mittel effizient zu investieren. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital verbessert sich, die Gewinne steigen und damit auch die Kurse.

Ihr Zahltag –Wann bekommen Sie die Dividende?

In Deutschland beginnt die jährliche Dividendensaison im Frühjahr. Nach Berechnungen der Deutschen Gesellschaft für Wertpapieranalyse dürfte sich das gesamte Dividendenvolumen im Deutschen Aktienindex auf über 27 Mrd. € belaufen. Damit würden die Zahlungen noch nicht ganz an das Rekordjahr 2008 mit rund 28 Mrd € heranreichen, der Anstieg zu den Vorjahresausschüttungen beträgt aber geschätzt schon wieder gut 3%.

Wer am Ex-Dividendentag Aktionär ist, erhält die Dividende aus dem Gewinn, der erwirtschaftet wurde. In den USA werden überwiegend Quartalsdividenden gezahlt. Bei unserem diversifizierten Dividendendepot gibt es für Sie somit viele Zahltage pro Jahr.

Was wir bei der Auswahl beachten

Es gibt Zehntausende Dividendenpapiere, da kommt es auf die richtige Auswahl an. Bei der Auswahl unserer Dividendenpapiere ist allein eine hohe Dividendenrendite noch KEIN Kaufargument. Starke Bilanzzahlen und Geschäftsaussichten sind genauso wichtig, denn bei schwachen Unternehmen kann es vorkommen, dass die Dividende ausgesetzt wird.

Die Unternehmen sollten darüber hinaus günstig bewertet und solide finanziert sein. Auch die Ausschüttungsquote sagt viel über die Qualität der Aktie aus. Sie sollte über Jahre mindestens stabil sein und die Dividende sollte aus dem Gewinn, nicht aus den Reserven bezahlt werden.

Wir achten auch darauf, dass sich das Unternehmen die Dividende „leisten“ kann. Das gilt besonders bei Sonderausschüttungen. Ein Warnsignal ist eine hohe Dividende bei geringer Investitionsquote. Denn ohne Investitionen fehlt der Grundstein für künftiges Wachstum.

Dann können Umsatz und Gewinn auf Dauer nicht steigen – und damit auch nicht die Dividende. Bei den Dividendentiteln, die wir Ihnen empfehlen, stimmt die Konstellation von Qualität, Kurspotenzial, Bewertung und Dividendenzahlung. Zu allen in Frage kommenden Unternehmen haben wir jeweils rund 400 Bilanzdaten in unserer Datenbank – teilweise mit 20-jähriger Historie.

Insgesamt fast 300.000 Bilanzdaten. Aus dieser Datenmenge filtert mein 11-köpfiges Team die besten Dividendentitel. Wir unterteilen dabei in zwei Listen. Die Dividenden-Basis- und die -Chancenwerte.

Die Dividenden-Basiswerte

Bei den Basiswerten handelt es sich um die Dickschiffe der Wirtschaft. Unternehmen, die nahezu jedem Sturm trotzen, und, einmal in Bewegung, kaum zu stoppen sind. Diese Unternehmen haben eine beständige Firmengeschichte,verfügen über starke Marken, eine hohe Marktkapitalisierungund generieren gigantische Umsätze.

Neben der Dividende stellen wir bei den Basiswerten sehr hohe Ansprüche an die Eigenkapital- und Umsatzrendite, verlangen eine geringe Verschuldung, kontinuierliches Gewinnwachstum und hohe Cashflow-Margen. Und natürlich: Stetig steigende Dividenden über viele Jahre!

Ein paar Beispiele aus den USA: IBM. Das Unternehmen hat in den letzten 15 Jahren die Dividende um durchschnittlich 16% pro Jahr gesteigert. Oder: Medtronic um 23%, 3M um 6%, Walgreen um 15%, Abbott Labs um 10% und Becton Dickinson um durchschnittlich 17% pro Jahr.

Denken Sie dabei auch an Warren Buffetts Lieblingsunternehmen Coca-Cola. Bei jedem Unternehmen spielten eine Unmenge möglicher Faktoren eine Rolle, die in einer Woche, einem Monat, einem Jahr oder noch später aktuell werden können. Aber das eigentlich Wichtige ist, auf das richtige Unternehmen zu setzten.

Das klassische Beispiel: Coca-Cola ging 1919 an die Börse. Am Anfang betrug der Kurs 40 $ pro Aktie.

Im darauf folgendem Jahr fiel er auf 19 $ . Der Zuckerpreis hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg drastisch verändert.

Hätten Sie die Aktien also zum Zeitpunkt der Erstemission erworben, hätten Sie ein Jahr später die Hälfte Ihres Geldes verloren; würden Sie diese eine Aktie aber heute noch besitzen (…oder von Ihrem Opa geerbt haben) – und hätten Sie alle Dividenden wieder investiert , hätten Sie heute rund 2 Mio. $!

Die Dividenden-Chancenwerte

Neben den Basiswerten gibt es auch jüngere oder kleinere Unternehmen, die fundamental ebenfalls sehr gut dastehen. Hier ist ein nachhaltiges Gewinn- und Umsatzwachstum ein wesentliches Kriterium. Dies sichert die hohen Dividenden. Dabei legen wir Wert auf wachstumsstarke Unternehmen mit erfolgversprechenden Aussichten und soliden Finanzen.

In unserem Fokus stehen aber auch Unternehmen, die aufgrund einer Sondersituation hohe Dividenden ausschütten. Besonders wichtig bei den Chancenwerten sind die Fragen: Ist die Dividende wirklich sicher? Und: Wird die Dividende weiter wachsen?

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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