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DAX 30: Dividende im hohen Milliardenbereich

Inhaltsverzeichnis

Jedes Frühjahr ist es wieder soweit. Die Konzerne des DAX 30 schütten Dividenden an die Aktionäre aus. Und fast in jedem Jahr übertreffen die Summen die des Vorjahres.

2013 wird die Summe rund 28,5 Milliarden € betragen. Der Wert aus 2012 wird damit um eine gute Milliarde übertroffen.

DAX 30: Dividenden-Renditen steigen an

Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Renditen von Aktien der DAX-Unternehmen die der weiterhin beliebten Tages- und Festgeldkonten weit übersteigen. Nach einigen Zinsabfällen in den vergangenen Jahren bieten diese nämlich nur noch Renditen von 1 bis 2%.

Mit Aktien der DAX 30-Unternehmen konnten Anleger hingegen Dividenden-Renditen von bis zu 7,8% einstreichen.

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Die negative Stimmung ob der Wirtschaftskrise in Europa scheint demnach keine große Auswirkung auf die deutschen Megakonzerne zu haben.

Dabei spielt es keine große Rolle, ob ein Unternehmen im vergangenen Jahr Gewinne oder Verluste eingefahren hat. Eine hohe Dividende kann einen DAX-30-Konzern nämlich auch aus einem Kursloch der Aktie befreien.

Telekom mit hoher Ausschüttung trotz Verlust

Ein Beispiel hierfür ist die Aktie der Deutschen Telekom. Trotz eines Verlustes von mehr als 2 Milliarden € – aufgrund von Abschreibungen auf die US-Tochter T-Mobile USA – lockt sie mit der höchsten Dividendenrendite des gesamten Index.

Möglich macht dies eine gleichbleibende Dividende wie im Vorjahr, die jedoch im Verhältnis zu einem deutlich gesunkenen Aktienkurs steht. Ein Anleger muss also weniger Geld investieren, um die identische Dividende zu erhalten.

Der positive Nebeneffekt für das Unternehmen ist offensichtlich: Die Anleger freuen sich über die hohen Renditen und greifen dankbar zum magentafarbenen Wertpapier.

DAX 30: Globalisierung treibt Markt an

Insgesamt bieten die Konzerne des DAX 30 für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividendenrendite von 3,8% – die durch Kurssteigerungen des Index sogar noch weiter ansteigen könnte.

Dabei kommt sämtlichen Unternehmen vor allem die langfristige Ausrichtung auf den internationalen Markt zugute.

Als Beispiel hierfür gelten die Autobauer Volkswagen und BMW, die zwar ebenfalls unter dem schwächelnden Absatz in Südeuropa leiden, in den Kern- und Schwellenmärkten wie den Vereinigten Staaten, China und Indien aber dennoch deutliche Zuwächse feiern konnten.

Übrigens: Das einzige Unternehmen im DAX 30, das 2013 keine Dividende ausschütten wird, ist die Commerzbank. Nach der Finanzspritze durch die Bundesregierung im Jahre 2009 wurden der Bank sämtliche Ausschüttungen untersagt.

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Zwar sind die Schulden inzwischen zu großen Teilen zurückgezahlt, der Sparkurs des Konzerns geht jedoch weiter.

Dennoch lässt sich beim DAX-30 momentan ein spendabler Umgang mit Dividenden beobachten, ein Trend, der sich wohl auch im kommenden Jahr fortsetzen wird.