Garantiezertifikate und Emerging Markets

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Garantiezertifikate stellen eine solide Möglichkeit dar, langfristig und mit minimalem Risiko an den Emerging Marktes mitzumischen. (Foto: Goran Bogicevic / shutterstock.com)

Die sogenannten Emerging Markets, also Aktienmärkte in aufstrebenden Schwellenländern, stellen ernst zu nehmende Investitionsoptionen dar.

Durch Garantiezertifikate kann das Risiko einer Anlage so gut wie ausgeschaltet werden.

Garantiezertifikate für mehr Sicherheit

Besonders zu Zeiten, in denen es kurstechnisch starke Schwankungen an der Börse gibt, sehnen sich Anleger nach mehr Sicherheit für ihre Investitionen.

Bei den wirtschaftlich aufsteigenden Ländern (engl. Emerging Marktes) wie China, Russland und den lateinamerikanischen Staaten ist das kurzfristige Risiko besonders hoch, doch die langfristige Entwicklung verspricht enorme Renditen.

Mehr zum Thema: Ein Fallbeispiel zu Garantiezertifikaten

Eine geschütztere Möglichkeit sind sogenannte Garantiezertifikate. Genau wie bei herkömmlichen Zertifikaten wettet man damit auf die längerfristige Entwicklung eines Basiswertes, der dem Zertifikat zugrunde liegt.

Das kann eine Währung, ein bestimmter Rohstoff oder eine andere Aktie sein.

Das Besondere an Garantiezertifikaten ist, dass sie dem Anleger eine garantierte Rückzahlung des Investitionswertes am Ende der Laufzeit verbriefen – und zwar auch dann, wenn sich die Kurse nicht wie erwartet entwickelt haben.

Garantiezertifikate im Detail

Schauen wir uns das Ganze einmal im Detail an. Genau wie ihre verwandten Anlageoptionen verfügen Garantiezertifikate über eine ganze Reihe festgelegter Ausstattungsmerkmale.

Hierzu gehört natürlich der Basiswerts, an dem sich das Zertifikat orientiert, die Laufzeit und der zugrunde liegende Kurs.

Ein Merkmal, das allerdings ausschließlich Garantiezertifikate besitzen, ist die sogenannte Partizipation. Dabei handelt es sich um eine prozentuelle Angabe, die festlegt, wie viel einer Kursveränderung beim Basiswert tatsächlich von dem Zertifikat umgesetzt wird.

Beispiel: Garantiezertifikate und Emerging Markets

Dazu ein einfaches Beispiel:  Nehmen wir an, ein Anleger kauft ein Garantiezertifikat auf einen Emerging Market wie China.

Wenn sich nun der Preis des Basiswertes von 80€ auf 100€ erhöht, entspricht das natürlich einer Kurssteigerung von 20%.

Nun gibt es aber Garantiezertifikate, die eine Partizipation von 25% beinhalten, das bedeutet, dass lediglich ein Viertel der Kursänderungen des Basiswertes auch wirklich für das Zertifikat umgesetzt werden.

Bei einer solchen Investition würde sich der Kurs des Garantiezertifikates also nur um 5% (ein Viertel von 20%) erhöhen. Diese verringerte Kursumsetzung klingt nach einer herben Einschränkung für den Anleger.

Man darf aber nicht vergessen, dass diese Reduktion auch im Falle eines Kursverlustes greift. Außerdem bleibt die Garantie auf eine vollständige Rückzahlung des Investitionsvolumens am Ende der Laufzeit erhalten.

Diese Rückzahlung kann der Emittent jedoch nur durch den Kursabschlag garantieren.

Garantiezertifikate auf Emerging Markets können sich lohnen

Kommen wir zurück zu den Emerging Markets der aufstrebenden Schwellenländer. Fast jeder dritte Anleger hält ein Investment dort für lohnend und glaubt längerfristig an die weitere positive Entwicklung der dortigen Wirtschaft.

Doch kaum jemand nimmt solche Anlagemöglichkeiten wirklich wahr, denn das Risiko ist einfach zu groß.

Der Beginn der momentanen Krise hat gezeigt: Wenn es weltwirtschaftlich bergab geht, dann kracht es in China oder Russland ganz besonders stark.

Garantiezertifikate stellen jedoch eine solide Möglichkeit dar, langfristig und mit minimalem Risiko an den Emerging Marktes mitzumischen.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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