Aktien 2014: Hightech-Trends von morgen mit hohen Gewinnchancen

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Investments in Unternehmen, die von großen Zukunftstrends und/oder vom technologischen Fortschritt profitieren, können attraktiv sein. Mehr über Hightech-Aktien 2014. (Foto: lightpoet / shutterstock.com)

Das Smartphone hat unsere Kommunikationsgewohnheiten grundlegend geändert. Zu jeder Zeit Zugriff auf E-Mails sowie das Internet und selbstverständlich auch ständige telefonische Erreichbarkeit brachten erheblich mehr Effizienz ins Berufs- und Privatleben. Aber die Entwicklung der modernen Kommunikationsgeräte ist mit dem Smartphone längst nicht abgeschlossen. Viele Unternehmen tüfteln bereits an neuen Geräten, die unser Leben vereinfachen und bereichern sollen. 2 davon stelle ich Ihnen im Folgenden vor.

Hightech-Trend 1: Computerbrille kommt

Für das kommende Jahr hat der US-Konzern Google die Markteinführung einer Computerbrille angekündigt. Hierbei handelt es sich um weitaus mehr als eine Sehhilfe: Auf den ersten Bildern der Prototypen ist gut zu erkennen, was dank Miniaturisierung und Nanotechnologie bald gar nicht mehr sichtbar sein wird: An der Google-Brille ist ein winzig kleiner Projektor angebracht.

Dieser Projektor wirft ein Bild mit Informationen ins Sichtfeld des Brillenträgers. Nur der Brillenträger kann diese Informationen sehen – zusätzlich zu seiner Umgebung. Und das Wichtigste dabei: Die Brille mit dem integrierten Display ist mit dem Internet verbunden. Das heißt: Wer diese Brille trägt, hat alles Wissen der Welt immer und in jeder Sekunde direkt vor seinen Augen. Und er verfügt damit jederzeit über die gigantischen Fähigkeiten eines modernen Computers.

Anwendungsmöglichkeiten weit über Smartphones hinaus

Die Anwendungsmöglichkeiten für diese Brille sind grenzenlos: Die Brille kann alles, was Smartphones mit den entsprechenden Apps schon heute können. Sie kann für Sie Navigationsgerät, Übersetzer, Taschenrechner und vieles mehr sein. Und natürlich gehen die Möglichkeiten weit über die von Smartphones hinaus.

So kann die Brille beispielsweise mit einer Mini-Kamera und einer Gesichtserkennungssoftware ausgestattet werden. Diese identifiziert für Sie in Sekundenbruchteilen Personen, die Sie kennen, aber deren Namen Ihnen entfallen sind.

Auch für Gegenstände in Ihrem Sichtbereich kann die Brille Ihnen jede erdenkliche Information liefern. Sie sehen beispielsweise einen Menschen mit einer Jacke, die Ihnen gut gefällt: Die Brille nennt Ihnen die Läden, in denen Sie diese kaufen können, und liefert Ihnen dazu noch einen Preisvergleich. Vorreiter ist hierbei Google – setzt sich die Brille auch nur annähernd durch wird das ganz neue Gewinn-Potenziale bieten.

 Hightech-Trend 2: Intelligente Uhren auf dem Vormarsch

Die zweite Neuheit können Sie noch Ende 2013 kaufen: intelligente Uhren, sogenannte „Smartwatches“. Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin stellte der südkoreanische Konzern Samsung seine Smartwatch „Galaxy Gear“ vor. Die „Galaxy Gear“ verbindet sich drahtlos mit dem Smartphone in der Hosentasche (die Uhr selbst ist kein eigenständiges Smartphone).

Sie können mit der Uhr telefonieren, SMS schreiben, Termine verwalten und Fotos machen – alles per Sprachsteuerung oder Touchscreen. Samsung – mittlerweile zum Weltmarktführer für Smartphones aufgestiegen – will auch in diesem Segment eine führende Rolle übernehmen.

Andere große Hersteller werden sicherlich bald nachziehen. So gibt es Gerüchte, dass auch Apple und Google an der Entwicklung vergleichbarer Uhren arbeiten. Egal wer am Ende das Rennen macht: Hier lauern gute Potenziale für die Aktien der Unternehmen, die das Rennen um die digitale Uhr machen: Samsung, Google, Apple und Co werden in dem Fall vorne mitspielen.

Hightech-Trend 3: Robotertechnologie: Unterstützung für Industrie, Haushalt und Sicherheit

Ein weiterer Trend für die kommenden Jahre ist der zunehmende Einsatz von Robotern und automatisierten Systemen in Industrie, Haushalt und zu Sicherheitszwecken.

Hightech-Trend 4:Industrieproduktion: Automobilindustrie als Vorreiter

Eine der Branchen, in denen automatisierte Fertigungsanlagen weit verbreitet sind, ist die Automobilindustrie. Hier übernehmen Robotersysteme große Teile der Produktionskette – von Schweißarbeiten über die Lackierung bis hin zur Endmontage. Zur Auswahl steht dabei eine Vielzahl individuell programmierbarer Roboter mit Traglasten zwischen wenigen bis deutlich über 1.000 Kilogramm.

Andere Branchen haben diesbezüglich noch einigen Nachholbedarf, sodass weiteres Wachstum für die Hersteller von Robotertechnologie vorprogrammiert ist. Außerdem gewinnt die „Vernetzung“ der Produktion immer mehr an Bedeutung: Gemeint ist die Automatisierung der industriellen Produktion durch Datenaustausch zwischen einzelnen Maschinen, Anlagen und Bauteilen.

Durch die Kommunikation „aller Beteiligten“ können die einzelnen Arbeitsschritte noch besser aufeinander abgestimmt und so die Effizienz maximiert werden. Ein Beispiel: Künftig wird es möglich sein, dass eine Karosserie dem Schweißroboter automatisch mitteilt, wo die Schweißpunkte zu setzen sind. Dadurch ist ein Roboter in der Lage, verschiedene Karosserien zu bearbeiten, ohne dass die Produktion zwischenzeitlich unterbrochen werden muss, um den Roboter neu zu programmieren.

Als fleißige Haushaltshelfer auf dem Vormarsch

Mehr und mehr Menschen lassen sich einfache Haushaltsarbeiten von Robotern abnehmen. So hat Marktführer iRobot bereits über 10 Mio. Geräte für den Hausgebrauch verkauft. Dazu zählen automatische Staubsauger, Bodenwischer, Poolreiniger und Dachrinnenreiniger. Das neuste Hightech-Gerät ist ein Roboter zum Wischen von Fliesen, Parkett oder Linoleum-Böden, genannt „Scooba“.

Scooba besitzt ein mehrstufiges-Reinigungssystem: Zu Beginn wird der Boden mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit oder mit Wasser und Essig gereinigt, leistungsstarke Bürsten schrubben dann den Boden, mit dem Abzieher wird das Schmutzwasser samt dem Schmutz entfernt. Scooba verfügt über 2 getrennte Wassertanks, damit das Schmutzwasser nicht mit dem sauberen Wasser vermischt wird.

Auf diese Weise schafft es Scooba, 98% der Haushaltsbakterien zu entfernen – erheblich mehr als ein Mensch. Alles, was Sie noch tun müssen, ist, Wasser einzufüllen und den Startknopf zu drücken. Bequemer geht es nicht. Sensoren sorgen übrigens dafür, dass der „Scooba“ nicht auch den Teppich bearbeitet oder Treppen herunterfällt. Daher ist es auch möglich, den Roboter auf einen Tisch zu setzen und diesen reinigen zu lassen.

Polizei- und Militärroboter: Zuverlässige Katastrophenhelfer

Polizei- und Militärroboter tragen dazu bei, Menschenleben zu schützen. Sie kommen beispielsweise bei der Aufklärung und beim Aufspüren und Entschärfen von Bomben und Minen zum Einsatz. Weitere Einsatzgebiete: Bei Katastrophen, wenn es für Menschen zu „brenzlig“ wird.

Beispielsweise bei der Katastrophe von Fukushima: Als die Kernschmelze einsetzte, wurden umgebaute Roboter ins Kernkraftwerk geschickt, um die Schäden zu inspizieren und Messungen vorzunehmen. Während der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko waren es Roboter, die die bis dahin unbemerkten Ölschwaden unterhalb der Meeresoberfläche aufspürten und damit eine noch größere Umweltkatastrophe verhinderten.

Checkliste: So investieren Sie 2014 in die richtigen Hightech-Aktien

  • Setzen Sie auf Unternehmen, die ihrer Konkurrenz technologisch voraus sind. Diese profitieren von einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil. Ein technologischer Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschwindet nicht einfach über Nacht. Zumeist braucht es Jahre, bis andere Unternehmen die Lücke geschlossen haben. In der Zwischenzeit macht das technologisch führende Unternehmen glänzende Geschäfte.
  • Bevorzugen Sie Aktien von Unternehmen, die in einem Geschäftsbereich tätig sind, der in den kommenden Jahren hohe Wachstumsraten verspricht. Langfristige Trends, die auch in Jahren noch aktuell sind, bieten dazu eine gute Gelegenheit.
  • Diversifikation ist Trumpf. Legen Sie maximal ein Viertel Ihres für das Chancen-Depot vorgesehenen Kapitals im Hightech-Bereich an. Streuen Sie Ihre Hightech- Investitionen zudem auf mehrere Branchen.
  • Limitieren Sie Ihre Kauf- und Verkaufsorders. Gerade bei kleineren Hightech-Werten kann es zu hohen Tagesschwankungen kommen. Mit einem Limit stellen Sie sicher, dass Sie die Aktien zu einem vernünftigen Kurs an- und verkaufen.
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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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