+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Lesertreffen: Gravenkötter über Übernahmen und Risikoscheu in der Finanzkrise

Inhaltsverzeichnis

Als Anleger kann man sich vor Analysen und Zukunftsprognosen im Hinblick auf die anhaltende Finanzkrise kaum retten. Was jedoch oft unter den Tisch fällt sind weitläufigere Auswirkungen in anderen Bereichen des internationalen Finanzmarktes, die ebenfalls auf die Krise zurückgeführt werden können. So unter anderem das Geschäftsfeld der Übernahmen.

Übernahme-Volumen in der Krise war rückläufig

Genau wie die eigentlichen Aktienkauf- und Anlagevolumina der Marktteilnehmer hängt ebenfalls auch der Übernahme-Sektor ganz entscheidend von der allgemeinen Stimmung an den Märkten ab.

Die weiterhin anhaltende Finanzkrise hat bis einschließlich 2013 die generelle Lust auf Investitionen ganz empfindlich gedämpft. Risikoscheu hatte sich verständlicherweise bei der Mehrheit der Großinvestoren breit gemacht.

Dies kann man sehr einfach mithilfe einer Übersicht darlegen, die bis an den Anfang der Krise zurückreicht. In einfachen Worten ist zu sagen, dass die Übernahme-Aktivität in Europa mittlerweile die Talsohle durchschritten hat.

Wurden noch im ersten Halbjahr 2009 fast 2,0 Mrd. Euro in Übernahmen investiert, so hat dieses Volumen im ersten Halbjahr 2013 die Grenze von 1,5 Mrd. Euro knapp unterschritten. Es war von einzelnen Ausreißern abgesehen also insgesamt von 2009 bis 2013 rückläufig.

Die größten Verlust-Branchen im Übernahme-Sektor

Weiterhin kann man diesen Rückgang nach einzelnen Branchen aufschlüsseln, um zu erkennen, welche Bereiche es besonders stark erwischt hat und welche trotz der allgemeinen Rückgänge im Übernahme-Geschäft einigermaßen verschont geblieben sind.

Zu den Verlierern gehört in Europa in erster Linie der Rohstoff-Sektor, dicht gefolgt vom Versicherungs-Geschäft und der Transport-Branche.

Auch die Politik hat dieses anhaltende Defizit erkannt und spricht sich wieder verstärkt für eine Erhöhung des Übernahme-Volumens aus. Dabei geht es ganz besonders darum, durch Größenvorteile die Konkurrenzfähigkeiten mit fernöstlichen Konzernen zu erhalten und so auf dem internationalen Markt nicht den Anschluss zu verlieren.

Umso erfreulicher also, dass es bei näherem Hinsehen auch Marktfelder gibt, die trotz der gestiegenen Risikoaversion ein leicht angewachsenes oder wenigstens stabiles Übernahme-Volumen aufweisen konnten.

Hierzu ist vor allem die Telekommunikations-Branche zu nenne. Beispiele für große Fusionen trotz Krise sind der Vodafone/KabelDeutschland- und der EPlus/O2-Deal. Weiterhin stabil in 2013 verhielt sich das Übernahme-Volumen bei Cloud Computing-Diensten sowie der Pharma-Industrie.

Bessere internationale Konkurrenzfähigkeit durch Übernahmen

Besonders interessant und wichtig für Anleger sind aber natürlich die Aussichten in den kommenden Jahren. Anhand der bisherigen Entwicklung im Übernahme-Volumen gibt es einige Branchen, die bessere Chancen auf Wachstum haben als andere.

Dies wären die Biotechnologien, der Rohstoff-Markt sowie der Banken-Sektor. In diesen kann sich eine frühzeitige Positionierung lohnen, da eine zunehmende Investitionsfreude der Großanleger zu erwarten ist.

Ebenso vielversprechend ist weiterhin die Telekommunikations-Branche, die wie bereits angesprochen sogar die vergangenen Krisenjahre relativ unbeschadet überstanden hat und zugleich weiterhin über immenses Konsolidierungspotential verfügt.


Sie möchten auch von exklusiven Informationen von Jens Gravenkötter profitieren und in kleiner Runde mit dem Experten diskutieren können? Lesertreffen sind Bestandteil seines Börsendienstes, dem Übernahme-Gewinner. Melden Sie sich gleich an.