CFD Handel: Vergleich der Anbieter in 3 Schritten

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Für CFD-Trader ist die Wahl des richtigen Anbieters die Grundlage für erfolgreiches Handeln – was Trader wissen und vergleichen sollten. (Foto: SergeyP / Shutterstock.com)

Bevor für Privathändler das Trading mit CFDs beginnen kann, stehen sie vor der Auswahl des passenden Online-Brokers.

Wie genau sich der richtige Anbieter für einen persönlich finden lässt, ist bei der Anzahl derer nicht leicht. Schließlich unterscheiden sie sich in vielen Punkten voneinander.

Mit den folgenden 3 Schritten ist es möglich, den individuell geeigneten CFD Broker am Markt auszuwählen.

Schritt 1: CFD Handel – Vergleich der Rahmenbedingungen

Aufgrund diverser Vergleichsportale und Informationsangeboten zu den CFD-Brokern lässt sich ein Vergleich aller Anbieter auf dem Papier durchführen.

Zunächst stellt sich die Frage, auf welchem Basiswert man CFDs handeln möchte. CFDs lassen sich auf Indices, Aktien, Rohstoffe, Devisen und Anleihen handeln. Doch nicht alle Anbieter können ihren Nutzern dieses Spektrum anbieten.

Daher lässt sich das Angebot bereits im Vorfeld vergleichen und der Trader kann den Broker auswählen, der den von ihm präferierten Markt zum Handel anbietet.

Mehr zum Thema: Was man alles mit CFDs handeln kann

Weiterhin lassen sich unter anderem folgende Kennzahlen vergleichen:

  • Die Mindesteinlage: Welche Summe muss der Trader mindestens auf sein Konto einzahlen, um mit dem Trading beginnen zu können?
  • Die Margin: Welche Menge seines Kapitals muss er beim Kauf von CFDs als Sicherheit hinterlegen? Hierdurch wird auch die mögliche Größe des Hebels definiert. Eine Margin von 5% bedeutet beispielsweise, dass mit einem Hebel von 1:20 gehandelt werden kann.
  • Spreads: Welche Unterschiede zwischen Geld- und Briefkurs existieren beim DAX, M-DAX, Einzelwerten, Gold oder EUR/USD? Je geringer, desto besser. Der Spread kann allerdings auch variabel sein. Hier ist besondere Vorsicht geboten.
  • Orderarten: Bietet der CFD-Anbieter mir Limit-Handel, garantierte Stopps, Trailing Stop Loss etc. an? Die Orderarten, die der Trader mit seiner Strategie benötigt, sind unerlässlich für die Brokerauswahl.
  • Handelszeiten: Wie sind die Zeiträume, in denen der Trader agieren kann? Auch hier sollte man sich drauf konzentrieren, zu welchen Zeiten man aktiv handeln kann und danach den Broker auswählen.

Schritt 2 : CFD-Handel – Vergleich der Kosten und Gebühren

Dieser Faktor darf beim CFD-Handel nicht unterschätzt werden. Hier sollte sich der Trader genau ausrechnen, was ihn bestimmte Positionen kosten würden.

Dabei sind die Finanzierungskosten der Anbieter auf den Prüfstand zu stellen. Da bei einer CFD Position mit großen Hebeln im Hintergrund nicht unerhebliches Kapital bereitgestellt wird, fallen hierfür Finanzierungskosten an.

Diese Zinsen sind von den Brokern ausgewiesen und können relativ transparent nachvollzogen werden. Auch hier sollte man auf variable Zinssätze achtgeben.

Grundlage zur Zinsberechnung können beispielsweise der Libor, ein bestimmter Währungszins oder Interbanken Overnight Zinssätze sein. Hier kommt es auf den Markt an, den der Trader handeln möchte.

Mehr zum Thema: Gebühren und Zinsen beachten

Schritt 3: CFD-Handel – Vergleich der Software

Nach Auswahl einer oder mehrerer Anbieter kommt der Praxistest. Nahezu alle Broker bieten die Eröffnung eines kostenlosen Demokontos an, damit der Trader sich mit der Software und der Handelsoberfläche vertraut machen kann.

Da die Oberfläche das Arbeitsmittel darstellt, ist es hier wichtig, sich wohl zu fühlen und dafür die technischen Bedingungen und Einstellungen sorgfältig zu testen und zu prüfen.

Der Trader sollte wissen, wie schnell eine Orderaufgabe funktioniert, wie lange es dauert bis Hebel verändert sind und so weiter.

Fazit

Bei der Auswahl des passenden Brokers für den CFD-Handel können viele Dinge noch vor der eigentlichen Kontoeröffnung geprüft werden.

Wenn die Rahmenbedingungen bei einigen wenigen Brokern mit den Handelszielen des Traders übereinstimmen, die Kostensituation transparent und überschaubar ist sowie die Software alles bietet, was zur Umsetzung der eigenen Strategie notwendig ist, so wird die Auswahl schnell getroffen sein.

Sollte sich dennoch später herausstellen, dass diverse Mängel bei der Software vorliegen oder einige Punkte außer Acht gelassen wurden, so besteht relativ schnell die Möglichkeit eines Anbieterwechsels.

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Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.

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