+387% Gewinn mit Optionen

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„Optionen statt Aktien sind die Lösung“, kommentiert Optionen-Profi Rainer Heißmann die aktuelle Lage bei ThyssenKrupp. (Foto: nitpicker / shutterstock.com)

Anfang dieser Woche las ich die Chartanalyse meines Kollegen Andreas Sommer zu ThyssenKrupp.

Er titelte: „ThyssenKrupp: Zu nah an der Sonne…“. Sofort wurde ich aufmerksam.

Ist ThyssenKrupp doch ein von mir gern gewählter Wert für Empfehlungen mit Optionen. Das volatile Auf und Ab ist wie gemacht für vergleichsweise schnelle Trades mit Optionen.

Herr Sommer analysierte richtig:

„Die ThyssenKrupp-Manager hatte offensichtlich genau dieser Übermut kurz nach dem Jahrtausendwechsel erfasst, als sie zwei Stahlwerke in Brasilien und den USA bauen ließen, um den größten Stahlkonzernen der Welt Konkurrenz machen. Die Idee entpuppte sich mit den Jahren als Milliardengrab.“

Und weiter:

Als Konsequenz werden 3 der insgesamt 6 Vorstandsmitglieder entlassen.“

Dann kam er zu seiner Chartanalyse, die er mit den Worten kommentierte:

Tatsächlich sind die ThyssenKrupp-Aktionäre aber schon seit rund 2 Jahren die ‚Gelackmeierten’, wie der Chart belegt.“

Er schloss seine Analyse mit den Worten:

„ThyssenKrupp-Aktionäre erlitten in 2 Jahren knapp 50% Wertverlust. Ich habe den Kursverlauf der Stahl-Aktie einmal mit dem des DAX vergleichen.

Zum Startpunkt am 3. Januar 2011 wurden beide Werte auf denselben Ausgangspunkt gesetzt. Der relative Vergleich macht schnell deutlich:

Während der DAX immerhin per Saldo um rund +8% zulegen konnte, haben die ThyssenKrupp-Aktionäre knapp die Hälfte ihres Einsatzes verloren. DAS ist ein Trauerspiel!“

ThyssenKrupp-Aktionäre sind die „Gelackmeierten“

Mit seinen Worten „Aktionäre sind die Gelackmeierten“ ist im Grunde alles gesagt und ich schließe mich diesem Ergebnis an. Schaut man weiter zurück, sieht man ein volatiles Auf und Ab.

Im Jahr 2006 notierte die Aktie durchgängig über 20 Euro. Im Jahr 2012 (fast) durchgängig unter 20 Euro. Danach sind die Aktionäre seit vielen Jahren die „Gelackmeierten“.

Optionen-Trader sind die Gewinner

Es geht aber auch anders. Seit dem Start des Optionen-Profi im Jahr 2006 habe ich 16 Mal Call- oder Put-Optionen auf ThyssenKrupp empfohlen. Das heißt, ich habe die Aufwärts- und Abwärtsbewegungen des volatilen Aktienkurses genutzt. Das Ergebnis:

+40,0%, +100,0%, +100,0%, -7,9%, +100,0%, -99,0%, +100,0%, +46,2%, 0,0%, +31,3%, +28,3%, +110,0%, -67,5%, -94,7%, +100,0%

Da waren auch ein paar „dicke Bolzen“ bei. Das zeigen die Verluste von 99% und 94,7 sowie 67,5%. Aber in der Bilanz sind das 15 abgeschlossene Trades (der 16te läuft derzeit) mit einem dicken Gewinn.

+387% Gewinn mit Optionen

Hätte ein Anleger in jeden dieser 15 Trades je 1.000 Euro investiert, hätte er einen Gewinn von 4.867 Euro erzielt. Da die Trades nie parallel liefen, wäre das mit 1.000 Euro Einsatz möglich gewesen. Ein Gewinn von +387% mit Optionen auf ThyssenKrupp.

Der 16te Trade: Beste Aussichten auf den 100%-Ziel-Gewinn

Der 16te Trade auf ThyssenKrupp, dieses Mal wieder mit Call-Optionen, läuft. Die Lage bei ThyssenKrupp scheint sich aufzuhellen.

Ein paar Wochen reichen uns ja schon. Dann gibt es erneut einen 100%-Gewinn. Denn das ist das Ziel des aktuellen Trades. Die Aussichten darauf stehen gut.

Optionen statt Aktien sind die Lösung

Der Kollege Andreas Sommer hatte Wort für Wort Recht. Ich füge dem nur hinzu:

So einen Wert wie ThyssenKrupp kann man nicht mit Aktien traden. Man muss das Auf und Ab nutzen. Perfekt dazu geeignet sind Optionen.

Zum guten Schluss: Am 13.12.1797, also heute 215 Jahren, kam mit Christian Johann Heinrich Heine einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts zur Welt. Er schrieb:

„So ein paar grundgelehrte Zitate zieren den ganzen Menschen.“

Da es aus wohl weltbekanntem Munde kommt, freue ich mich, zitierenswerte Zitate zu zitieren, zieren Sie doch auch den Zitierenden.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

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Rainer Heißmann
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen. Mit Heißmanns Börsenkommentar bringt er wochentäglich die Börse auf den Punkt. Seine Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie jedem verständlich und nachvollziehbar werden.

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