Unternehmensanleihen in Deutschland sehr gefragt

Kelnberger über Volatilitätsfonds

Unternehmensanleihen in Deutschland scheinen für Unternehmen und Anleger oft ein beidseitig gutes Geschäft zu sein. (Foto: Gina Sanders – Fotolia.com)

In der letzten Zeit ist die Nachfrage nach Unternehmensanleihen in Deutschland und Europa so stark wie schon lange nicht mehr. Der Grund hierfür ist einerseits das Niedrigzinsumfeld, welches die Börsen seit einigen Jahren im Griff hält.

Auf der anderen Seite haben die teilweise erheblichen Zahlungsprobleme von Ländern zu starken Verlusten für die jeweiligen Anleger geführt. Man denke nur an die Zahlungsausfälle bei griechischen Anleihen.

Staatsanleihen sind keine attraktive Geldanlage mehr

Im Zuge der Finanz- und Eurokrise haben viele Anleger bemerkt, wie gefährlich Staatsanleihen sein können. Und einige waren direkt mit Verlusten betroffen.

Früher war die berühmte „Argentinien-Anleihe“ mit ihren exorbitanten Renditen der Zeigefinger für gierige Anleger, die dann jahrelang auf Zins- und Rückzahlung warten konnten.

Doch auch das Vertrauen in europäische Staatsanleihen aus anderen krisengeschüttelten Ländern wie Irland, , Italien, Spanien und Portugal hat stark gelitten.

Die „sicheren“ Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland können aus einem anderen Grund keine Anlagealternative sein: Zwar ist die Bonität Deutschlands unangefochten in Europa, allerdings drückt sich dies auch in extrem niedrigen Zinssätzen aus.

Nach Abzug von Steuern und Inflation verlieren Anleger mit dieser Investition Geld. Kein Wunder also, dass Anleger nach Alternativen zu den sicher geltenden Staatsanleihen suchen.

Und auch wenn Unternehmensanleihen ebenfalls größere Risiken als Staatsanleihen bergen, sind diese sehr gefragt.

Je höher die Rendite, desto höher das Risiko

Grundsätzlich kann man feststellen, dass es an den Kapitalmärkten keine Geschenke gibt.

Das heißt, wenn eine Anleihe eine höhere Rendite aufweist als eine Andere mit vergleichbar langer Laufeit, dann liegt das in der jeweiligen Bonität der Schuldner begründet. Somit gehen die Anleger unterschiedliche Risiken beim Kauf ein.

Unternehmensanleihen in Deutschland gelten als solide

Der Großteil der Anlageexperten bescheinigt Unternehmen oft einen solideren Haushalt als Staaten. Anhand der Schuldenquoten von Unternehmen und Staaten kann man feststellen, dass sich hier eine gefährliche Entwicklung abzeichnet.

In Deutschland – das „Exportweltmeister“ ist und wo die Industrie als Weltspitze gilt – scheint das Investment in eine Unternehmensanleihe einer deutschen Firma eine gute Lösung für Anleger zu sein.

Ein wichtiger Vorteil: als privater Investor kennen sie die Produkte der entsprechenden Firma. Kaufen sie nur dann entsprechende Anleihen, wenn sie von den Produkten des Unternehmens überzeugt sind. Immerhin stecken sie ihr Geld „in“ diese Firma.

So gehen sie als Privatanleger vorInstitutionelle Investoren, wie beispielsweise Lebensversicherer, Banken und Fonds, benötigen dringend Anlagealternativen, um Garantiezinsen und Gewinne zu erwirtschaften.

Aus den oben beschriebenen Gründen beobachten auch diese institutionellen Anleger den Markt für Unternehmensanleihen sehr genau. Oft dürfen sie als Privatanleger bei Neuemissionen nicht teilnehmen. Aber nach Börseneinführung können sie jederzeit die entsprechenden Anleihen über ihre Bank kaufen und verkaufen.

Überlegen sie sich zunächst eine ihren Vorstellungen und Wünschen passende Laufzeit. Weitere (Mindest-)kriterien können Ratings, Branchen, Renditen etc. sein.

Die meisten Onlinebanken bieten zur richtigen Auswahl entsprechende Tools an, in denen sie ihre individuellen Vorgaben machen können. Im Ergebnis erhalten sie eine Liste mit Vorschlägen.

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Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.

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