Derivate und Optionen – ein risikoreiches Investment

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Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zu den Grundregeln beim Investieren in Derivate und Optionen – mitunter ein risikoreiches Investment... (Foto: eyeofpaul/AdobeStock)

Wem der einfache Aktienhandel zu langweilig ist, der kann bei Derivaten und Optionen ausreichend Action finden. Nicht umsonst zählen diese Anlagen zu den risikoreichsten Geschäften, die man an der Börse tätigen kann. Hier kann man sich schnell die Finger verbrennen und sollte deshalb nur mit ausreichend Wissen den Sprung ins Haifischbecken wagen.

In Derivate investieren

Dabei geht es um meist gehebelte Produkte, mit denen man auf das Fallen oder Steigen eines Basiswertes spekuliert. Dieser Basiswert können einzelne Aktien, ein ganzer Index oder auch Rohstoffe, Anleihen und sogar Zinsen sein.

Alles wird mit einem Hebel gehandelt. Das bedeutet, eine Änderung im Basiswert bringt eine vielfache Änderung des Derivatpreises. Das klingt auf Anhieb nach enormen Gewinnchancen, jedoch kann man aufgrund des Hebels auch sehr leicht Totalverluste erleiden.

Man sollte sich deshalb vor einem Investment in ein Derivat vollständig im Klaren darüber sein, worauf sich das Wertpapier bezieht und wann sich dessen Preis ändert. Ebenfalls wichtig ist die Information, wann es wertlos verfällt. Risiken des Derivatemarktes

In Optionen investieren

Optionen sind ebenfalls Wertpapiere. Allerdings erwirbt man bei dem Kauf einer Option ein Recht. Dieses besagt, dass man etwas innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens kaufen oder verkaufen kann – und das alles zu einem vorher bestimmten Preis.

Das klingt etwas komplex, beschränkt sich letztlich aber in der Regel auf das Recht, Aktien, Rohstoffe oder Währungen zu kaufen oder zu verkaufen. Wer allerdings wirklich etwas nach dem festgelegten Zeitraum geliefert bekommen möchte, muss genau schauen, welche Optionen er kauft.

Heutzutage wird normalerweise einfach der jeweilige Preis des Basiswerts mit dem auf der Option verrechnet. Der daraus entstandene Gewinn oder Verlust wird dann verbucht, und damit ist die Sache abgeschlossen. Optionen und Futures

Besonders bei Rohstoff-Optionen auf Edelmetalle wie Gold und Silber sollte man deshalb vorsichtig sein. So ist es schon häufiger vorgekommen, dass eine Bank die Auslieferung verweigert hat und man  lediglich den Gewinn in Papiergeld ausgezahlt bekam.

Das hatte dann den Hintergrund, dass die Bank selber nicht die Edelmetalle im Lager hatte. Besonders im Edelmetallmarkt beruht nämlich viel auf fiktiven Transaktionen. Deshalb muss man immer deutlich unterscheiden, ob man lieber physische Ware direkt kauft oder auf den Preis mit Wertpapieren spekulieren möchte.

Derivate und Optionen: Grundregeln beim Investieren

Ob man Derivate oder Optionen handelt, es gelten immer dieselben Regeln: Möchte man auf fallende Kurse setzen, sucht man nach sogenannten „Puts“. „Calls“ sind dagegen Wertpapiere, die von steigenden Kurse profitieren.

Bei Optionen sieht das dann folgendermaßen aus: Kauft man eine Put-Option, so erwirbt man das Recht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Die Call-Option hingegen berechtigt einen dazu, den Handelsgegenstand innerhalb eines bestimmten Zeitraums zum vereinbarten Preis zu kaufen.

Wichtig ist letztlich immer der Hebel und damit das Risiko, wie schnell ein Wertpapier wertlos verfällt. Deshalb sollte man als Neueinsteiger möglichst mit einstelligen Hebeln arbeiten, um das Verlustrisiko gering zu halten.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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