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Bundeswertpapiere: Wer Depotgebühren zahlt, macht was falsch

Inhaltsverzeichnis

Lassen Sie Ihre Bundesschätzchen und Bundesobligationen durch Ihre Bank verwalten? Tun Sie das bloß nicht!

Denn das kostet Sie richtig viel Geld, weil die Depot-Gebühren für den Kauf, die Verwahrung und den Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren bei Banken und Sparkassen keine Kleinigkeit sind.

Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine aktuelle Studie der Bundeswertpapierverwaltung (BWpV) in Bad Homburg.

Sie beauftragte eine renommierte und unabhängige Finanzberatungsgesellschaft damit, bei den Banken und Sparkassen die derzeit gültigen Gebührensätze für ein immer gleiches Musterdepot aus Bundeswertpapieren zu ermitteln.

Zum Stichtag meldeten insgesamt 27 Groß-, Geschäfts- und Direktbanken sowie Sparkassen und Sparda-Banken und Online-Broker ihre aktuellen Gebühren für ein Depot mit dem Nennwert von 30.000 Euro. Sage und schreibe 439,23 Euro kamen durchschnittlich dabei heraus.

Dieser Betrag setzt sich aus drei Teilen zusammen:

1. Kaufgebühren: Für den Erwerb von Bundesobligationen verlangen die Geldinstitute die Gebührensätze für festverzinsliche Wertpapiere. Durchschnittlich beträgt die Provision für ein 10.000-Euro-Zinspapier rund 0,3 Prozent vom Kurswert: also knapp 30 Euro. Diese Gebühren können aber stark schwanken.

2. Depotgebühren: Allein für das Verwahren der festverzinslichen Wertpapiere berechnen die Banken durchschnittlich 0,1 Prozent vom Kurswert pro Jahr. Auch hier sind Gebührenschwankungen von bis zu 50 Prozent vom Durchschnitt üblich.

3. Verkaufsgebühren: Für den Verkauf sind erneut Gebühren fällig. Diese liegen im Durchschnitt bei 16,17 Euro pro Order, manche Banken nehmen sogar 30 Euro. Die vorzeitige Rückgabe der Bundesschatzbriefe kostet den Sparer durchschnittlich 194,04 Euro – aber es gibt auch Geldhäuser, die Gebühren bis zu 360 Euro nehmen.

Wer seine Bundeswertpapiere von einer Bank verwalten lässt, zahlt unnötig drauf. Kostenlos gibt es diesen Service nämlich bei der Bundeswertpapierverwaltung in Bad Homburg. Diese bietet auch einen sehr guten Internetservice an.

Sie können, vergleichbar mit dem Online-Banking, Ihre Bundeswertpapiere anlegen, verwahren und auch verkaufen.

Fazit: Prüfen Sie, wie viel Gebühren Sie bei Ihrer Bank für das Depot Ihrer Bundeswertpapiere zahlen. Teilen Sie Ihrer Bank mit, dass Sie diesen Service künftig lieber bei der Bundeswertpapierverwaltung in Bad Homburg kostenlos in Anspruch nehmen.

Sollte man Ihnen sagen, dass für die Depotübertragung Gebühren anfallen, widersprechen Sie.

Das ist nämlich falsch: Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs dürfen Banken und Sparkassen für die Übertragung von Wertpapieren keine Gebühren erheben (Az.: XI ZR 200/03 und XI ZR 49/03).