Die Inflation kommt zurück

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Einiges deutet darauf hin, dass die Inflation anziehen wird. Mit Aktien sind Sie auf dieses Szenario vorbereitet. (Foto: macgyverhh/Shutterstock)

Wenn Sie seit dem Jahreswechsel beim Einkaufen oder Tanken waren, haben Sie vielleicht schon festgestellt, dass vieles teurer geworden ist. Das liegt unter anderem daran, dass seit dem 1. Januar wieder die alten, höheren Mehrwertsteuersätze gelten.

Aber nicht nur. Im vergangenen Jahr war die Inflation zwar so gering wie lange nicht. Doch das könnte sich ändern. Einiges spricht dafür, dass die Teuerungsrate in den nächsten Monaten wieder anzieht.

Inflationsrate 2020 so gering wie lange nicht

Heute Vormittag hat das Statistische Bundesamt aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise im vergangenen Jahr veröffentlicht und damit seine erste Schätzung von Anfang Januar bestätigt. Demnach lag die Inflationsrate im Corona-Jahr bei gerade einmal 0,5%. Eine niedrigere Teuerungsrate gab es zuletzt während der Finanzkrise im Jahr 2009 mit 0,3%.

Ein Grund für die geringe Teuerung war die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer. Von Juli bis Dezember war die Mehrwertsteuer von 19 auf 16% und der ermäßigte Satz von 7 auf 5% gesenkt worden.

Ein weiterer Faktor war der drastische Rückgang beim Ölpreis. Im Schnitt wurden Energieprodukte im vergangenen Jahr um fast 5% billiger. Insbesondere leichtes Heizöl stach mit einem Preisrückgang von 26% heraus. Rechnet man die Energiepreise heraus, lag die Inflationsrate im vergangenen Jahr bei 1,1%.

Inflation wird in diesem Jahr wieder anziehen

Im Dezember sanken die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um 0,3%. Im Vergleich zum November zogen die Preise aber um 0,5% an. Vor allem der um 18% gestiegene Heizölpreis trug dazu bei. Bei Kraftstoffen stiegen die Preise um knapp 3%.

Einiges spricht dafür, dass die Preissteigerungen nur ein Vorgeschmack sind auf das, was noch kommt. Für ein Anziehen der Inflation spricht insbesondere die Geldflut der Notenbanken. Noch kommt dieses Geld nicht in der Realwirtschaft an. Denn die Menschen halten ihr Geld während der Pandemie noch mehr zusammen als sonst. Dies unterstreicht die rekordhohe Sparquote im vergangenen Jahr.

Ein erheblicher Teil der geparkten Liquidität wird aber voraussichtlich in den privaten Konsum zurückfließen, sobald die Pandemie-Lage es wieder zulässt. Dann dürften die Ausgaben für Reisen, Restaurantbesuche und kulturelle Veranstaltungen deutlich steigen und die Inflation anschieben.

Die Antwort auf die Inflationsfrage: Aktien

Wenn die Inflation anzieht, werden festverzinsliche Anlagen noch uninteressanter. Wer in Zeiten von Nullzinsen sein Geld festverzinslich anlegt, vernichtet sein Kapital. Bei einer Inflationsrate von 1,5% besitzt Ihr Geld bereits nach 45 Jahren nur noch ungefähr die halbe Kaufkraft. Setzen Sie auf festverzinsliche Anlagen, vernichten Sie also unweigerlich Ihr Vermögen.

Ihr einziger Ausweg aus der Zins- und Inflationsfalle sind Aktien. Wenn Sie Geld haben, das Sie langfristig investieren können, gibt es keine bessere Alternative. Trotz aller Schwankungen sind Aktien die mit Abstand lukrativste Anlageklasse und bleiben für Langfristanleger – gerade im aktuellen Umfeld – erste Wahl.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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