Festgeld: Rendite gering, aber sicher

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Geringe Rendite, aber hohe Sicherheit – das bietet Festgeld. Die eine oder andere Tücke muss aber beachtet werden. Lesen Sie hier mehr. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Wohin mit Kapital, das vorübergehend für 1 oder 2 Jahre nicht benötigt wird? Anleger oder Sparer, die kurz- bis mittelfristig auf ihr Geld verzichten können, möchten auch für diesen Zeitraum eine sichere Rendite.

Dafür eignet sich beispielsweise das Festgeld. Denn hier kann der Sparer sein Kapital für einen vorher festgeschriebenen Zeitraum bei einer Bank anlegen.

In der Regel liegen die Zinsen, die die Banken anbieten, über der aktuellen Inflation und meist auch oberhalb der Tagesgeldzinsen.

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Damit können Anleger einen Zeitraum überbrücken, in dem beispielsweise die Aktienmärkte einen Bärenmarkt durchlaufen oder Sparer ihr Geld in 2 Jahren für den Kauf eines Autos brauchen.

Was ist Festgeld?

Festgeld ist eine Geldanlage, die meistens nur kurz- bis mittelfristig bei einer Bank genutzt wird, also 1 bis maximal 5 Jahre.

Dabei vereinbart das Kreditinstitut gemeinsam mit dem Sparer, wie lange das Geld zu einem festgelegten Zinssatz angelegt werden soll.

Das heißt, es wird eine feste Laufzeit mit einem bestimmten Fälligkeitstag vereinbart. Am Ende der Laufzeit kann der Anleger dann entscheiden, ob er verlängern möchte – zu dem dann aktuellen Zinssatz – oder auch nicht.

Kündigt der Sparer hingegen schon während der Laufzeit seinen Vertrag, gehen in der Regel die Zinseinnahmen verloren und die Rendite liegt bei Null.

Dies ist allerdings auch das schlimmste Szenario, das über das Festgeld hereinbrechen kann.

Denn Festgeld unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung, bei der Einlagen bis zu 100.000 € zu 100% abgesichert sind.

Höhe der Rendite abhängig von 2 Punkten: Laufzeit und Zinsphase

Je höher der Zinssatz und somit die Rendite ist, desto glücklicher ist der Kunde. Die Zinssätze steigen zumeist mit der Anlagedauer. Legt der Sparer sein Kapital für 1 Jahr an, bekommt er dafür beispielsweise 1,5% Zinsen pro Jahr.

Vereinbart er dagegen mit der Bank eine Laufzeit von 3 Jahren, kann der jährliche Zins 2,20% betragen (Juli 2013).

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Nun erhöhen sich die Zinssätze aber nicht nur wegen der Laufzeitlänge, sondern auch wegen der Situation an den Finanzmärkten. Geht es den Kapitalmärkten schlecht, sinken auch die Zinsen.

Steigen hingegen die Kurse an den Aktienmärkten, erhöht sich in der Regel auch der Zins. Es ist daher ratsam, in Phasen niedriger Zinsen eine eher kurze Laufzeitlänge des Festgeldes zu wählen.

Denn steigt der Zins innerhalb der Laufzeit, entgeht dem Sparer so zusätzliche Rendite. In einer Hochzinsphase ist es hingegen sinnvoll, eine längere Laufzeit anzusetzen, um so die guten Konditionen festzuschreiben.

Laufzeitlänge wichtiger als Rendite

Die Rendite beim Festgeld ist normalerweise immer etwas höher als beim Tagesgeld. Denn der Anleger verpflichtet sich, über eine bestimmte Zeit sein Geld nicht anzurühren.

Wohingegen bei einem Tagesgeldkonto der tägliche Zugriff ohne Zinsverlust gewährt ist. Dies sollte jedem Sparer von Festgeld bewusst sein. Sein Kapital für 5 Jahre oder mehr fest anzulegen, bedeutet auch, 5 Jahre darauf verzichten zu müssen.

Die Laufzeitlänge sollte daher vor Abschluss des Vertrages – unabhängig von der höheren Rendite – bewusst gewählt werden.

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Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.

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