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Passives Einkommen – welche Arten gibt es?

Passives Einkommen – welche Arten gibt es?
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Inhaltsverzeichnis

Wer träumt nicht von einem sogenannten passiven Einkommen – eine Einkommensquelle, ohne dazu aktiv arbeiten zu müssen. Leider ist es bei den meisten Varianten des passiven Einkommens so, dass diese entweder nur für einen Nebenverdienst reichen oder Sie durchaus eine aktive Tätigkeit ausführen müssen.

Bedeutet passives Einkommen wirklich keine Arbeit?

Passiv bedeutet meistens nicht, dass Sie tatsächlich nichts für Ihre Einnahmen tun müssen. Im Grunde ist ein echtes, passives Einkommen nur mit Kapitalvermögen realisierbar, denn dann können Sie im wahrsten Sinn des Wortes Geld für sich arbeiten lassen.

In den meisten, anderen Fällen des passiven Einkommens müssen Sie jedoch bestimmte Vorarbeiten leisten, damit später die Einnahmen fließen. Aber auch dann ist es oftmals so, dass Sie hin und wieder selbst aktiv werden müssen, um das Einkommen aufrecht zu erhalten. Warum das so ist, werden Sie innerhalb der nächsten Abschnitte erfahren, in denen wir die häufigsten verwendeten Arten des passiven Einkommens auflisten und in Teilen erläutern.

Welche Arten von passivem Einkommen gibt es?

In der Praxis gibt es eine Reihe von Modellen, die in den Bereich des passiven Einkommens fallen. Wir möchten die entsprechende Möglichkeit jeweils kurz erläutern und auch darauf eingehen, ob sich üblicherweise aus dem entsprechenden Modell eher ein Nebenverdienst oder sogar ein Haupteinkommen ergeben kann. Im Überblick finden sich momentan unter anderem die folgenden Arten des passiven Einkommens am Markt:

  • Affiliate-Marketing
  • Strukturvertrieb
  • Fotos machen
  • Buch schreiben
  • Musik komponieren
  • Mieteinnahmen generieren
  • Apps entwickeln
  • YouTube Kanal
  • Trading
  • Kapital anlegen

Affiliate-Marketing: Mit der eigenen Webseite Geld verdienen

Zu den bekanntesten Formen des passiven Einkommens zeigt das sogenannte Amphitheater Marketing. Dies funktioniert in erster Linie über eine eigene Webseite. Der Begriff Affiliate klingt zwar zunächst kompliziert, der Vorgang des Verdienens ist allerdings relativ einfach verständlich. Im ersten Schritt müssen Sie eine Webseite aufbauen, zum Beispiel zum Thema Finanzierungen. Ihre Internetseite muss dann für potenzielle Werbepartner so interessant sein, dass Sie für die sogenannten Affiliate-Partner einen Link auf Ihrer Webseite platzieren.

Im Beispiel der Website zum Thema Finanzierung könnte so ein Link zum Beispiel von einem Vertragspartner stammen, der Kredite vergibt, also von einer Bank. Wenn ein Interessent nur über die Suchmaschinen beispielsweise nach dem Begriff „Immobilienkredit“ sucht, landet er im besten Fall auf Ihrer Webseite. Dort schaut er sich um und klickt im optimalen Fall auf einen Link, der zur besagten Bank führt. Würde er dort einen Kredit aufnehmen, erhalten Sie dafür eine Provision vom Kreditgeber. So und auf ähnliche Weise funktioniert das Affiliate-Marketing auf allen Webseiten, die mit entsprechenden Affiliate-Partnern arbeiten.

Der Verdienst hängt beim Amphitheater Marketing natürlich stark davon ab, welche Provisionsvereinbarungen getroffen werden und vor allem, wie häufig Ihre Webseite besucht wird. Dabei ist die sogenannte Klickrate von entscheidender Bedeutung. Diese stellt ein Verhältnis aller Nutzer dar, die überhaupt auf Ihrer Webseite sind und dann tatsächlich auf den entsprechenden Link klicken. Affiliate-Marketing kann demnach nur funktionieren, wenn Sie eine Internetseite haben, die auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen möglichst weit vorne rankt.

Strukturvertrieb: Legale und illegale Modelle unbedingt unterscheiden

Der Strukturvertrieb ist zum Teil ein etwas heikles Thema, weil es in diesem Bereich sehr ähnliche Modelle gibt, die allerdings zum Teil nicht legal sind. Ein klassisches Beispiel sind die sogenannten Pyramidensysteme, bei denen Einnahmen oft nur durch neue Mitglieder generiert werden, um Erträge an die bestehenden Mitglieder zahlen zu können. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch legale Strukturvertriebe, die ebenfalls nach einer Art Pyramidensystem aufgebaut sein können. Das passive Einkommen ist allerdings nur im zweiten Schritt passiv, denn zu Beginn müssen Sie selbst aktiv sein. Strukturvertriebe funktionieren insbesondere nach dem folgenden Schema:

  • Sie verkaufen bestimmte Produkte oder bieten Dienstleistungen an
  • Sie werben weitere Mitglieder für den Strukturvertrieb
  • Die geworbenen Mitglieder verkaufen ihrerseits Produkte und bieten Dienstleistungen an
  • Sie erhalten als Mitglied auf einer höheren Stufe anteilig Provision beim Verkauf durch ihre geworbenen Mitglieder
  • Bei mehreren Stufen unter Ihnen können Sie so durch die Provision ein passives Einkommen generieren

Nachdem die entsprechende Struktur einmal aufgebaut ist, haben Sie auf den höheren Stufen demnach durchaus die Möglichkeit, tatsächlich ein rein passives Einkommen dadurch zu erwirtschaften, dass die von Ihnen geworbenen Mitglieder Produkte verkaufen oder Dienstleistungen erfolgreich anbieten.

Buch schreiben: der Traum von Bestseller

Zu den sicherlich ältesten und eher klassischen Formen des passiven Einkommens gehört es, ein Buch zu schreiben. Allerdings erkennen Sie auch hier sofort, dass natürlich zunächst einmal das Schreiben des gebundenen Buches oder eBooks mit einem Aufwand verbunden ist. Passiv werden die Einnahmen hier ebenfalls erst dann, wenn ein gewisser Erfolg zu verbuchen ist. Viele Buchautoren haben zwar den Traum vom Bestseller, in der Praxis gelingt dies allerdings natürlich nur sehr selten.

Darüber hinaus ist beim Buch schreiben als mögliches, passives Einkommen zu bedenken, dass die Verkäufe zu 80 Prozent innerhalb der ersten drei Monate nach Veröffentlichung stattfinden. In der Folgezeit gehen die Verkaufszahlen meistens drastisch nach unten, sodass ein dauerhaft erzielbares Einkommen mit nur einem Buch der ungewöhnlich ist. Sie müssen also im Prinzip immer wieder Bücher schreiben, wenn Sie tatsächlich ein nennenswertes, passives Einkommen generieren möchten.

Fotos machen: gut geeignet für Fotografen

Passives Einkommen lässt sich vor allem mit Produkten erzielen, die einmal geschaffen wurden und sich dann immer wieder verkaufen lassen. Das trifft nicht nur auf Bücher zu, sondern auch auf Fotos. Wenn Sie also hochwertige oder besonders interessante Fotos machen, könnten Sie diese über eine typische Foto-Plattform im Internet kaufen. Jeder Käufer muss dann einen kleinen Betrag, zum Beispiel 2 oder 3 Euro für das Foto zahlen. Bei sehr vielen Fotos und interessanten Motiven kann so durchaus ein gutes, passiven Einkommen von mehreren Hundert Euro pro Monat zustande kommen.

Musik komponieren: Einnahmen aus den GEZ-Gebühren

Eine ganz ähnliche Einnahmequelle wie das Buch schreiben ist es, eigene Musik zu komponieren und diese anschließend im Idealfall zu vertreiben. Die Einnahmen resultieren in dem Fall in erster Linie aus den GEZ-Gebühren, die dann zu entrichten sind, wenn Ihr komponiertes Musikstück zum Beispiel im Radio gespielt wird. Vorab können Sie natürlich den produzierten Song auch verkaufen, was ebenfalls – allerdings dann einmaligen – Einnahmen führen würde. Beim Musik komponieren verhält es sich allerdings ähnlich wie beim Buch schreiben: Nicht einmal ein Prozent aller geschaffenen Musikwerke haben das Potenzial, tatsächlich anschließend zu größeren Einnahmen zu führen.

Mieteinnahmen: passives Einkommen für vermögende Privatpersonen

Eine der wenigen Formen eines echten, passiven Einkommens ist das Generieren von Mieteinnahmen. Dies ist allerdings nur für Menschen geeignet, die schon über ein größeres Vermögen verfügen oder bereit sind, in größerem Umfang Schulden zu machen. Mieteinnahmen setzt natürlich voraus, dass Sie über eine eigene Immobilie verfügen und dann zum Beispiel darin mehrere Wohnungen vermieten. Wenn Sie dann die Verwaltung der Mietwohnungen auslagern und damit eine Mietverwaltung beauftragen, handelt es sich bei den Mieteinnahmen tatsächlich um ein echtes, passives Einkommen. Sie müssen zuvor lediglich die Immobilie erwerben, brauchen dafür allerdings naturgemäß Kapital im mindestens sechsstelligen Eurobereich.

Apps entwickeln: laufende Einnahmen durch Smartphone-Nutzung erzielen

Das Entwickeln von Apps ist sicherlich eine moderne Möglichkeit, wie Sie ein passives Einkommen generieren können. Zu Beginn steht allerdings auch hier die Arbeit, denn das Entwickeln einer funktionsfähigen Applikation nimmt nicht selten einen Zeitrahmen von mehreren Jahren in Anspruch. Haben Sie allerdings eine gute und später gefragte App entwickelt, kann Sie diese tatsächlich nicht unbedingt reich machen, aber Ihnen zu einem regelmäßigen, passiven Einkommen verhelfen. Apps sind heutzutage in vielen Bereichen und Branchen erfolgreich, beispielsweise mit den Themen:

  • Finanzverwaltung
  • Reise-Apps
  • Gesundheits-Apps
  • Vergleichsrechner
  • Wissens-Apps
  • Spiele

Insbesondere bei Downloads Ihrer App im sechsstelligen User-Bereich ist definitiv an ein passives Einkommen durch die Applikation zu denken.

Eigener YouTube Kanal: Geld verdienen mit Empfehlungsmarketing

Eine ebenfalls recht moderne Form des passiven Einkommens kann das sogenannte Empfehlungsmarketing sein. Dies funktioniert oftmals über einen eigenen YouTube-Kanal. Sie laden dort für andere Nutzer interessante Videos hoch und stellen dort entweder offensiv Produkte vor oder blenden immer wieder Werbung für bestimmte Angebote ein. Das Empfehlungsmarketing funktioniert vom Grundprinzip her ähnlich wie das Affiliate-Marketing. Sie werden vom Werbetreibenden entweder pro Aufruf Ihres Videos bezahlt oder entsprechend dann, wenn ein im Video eingeblendeter Link angeklickt wird.

Empfehlungsmarketing funktioniert über YouTube und übrigens auch über andere Social-Media Kanäle, wie zum Beispiel…

… unter der Voraussetzung, dass Ihre Videos oder Beiträge von möglichst vielen Personen aufgerufen werden. Daraus ergibt sich wiederum die Klickrate, die entscheidend dafür ist, welche Einnahmen Sie generieren.

Passives Einkommen im Finanzbereich: erfolgreiches Traden

Kommen wir nun neben dem Generieren von Mieteinnahmen zu zwei weiteren, echten Formen des passiven Einkommens. Eine Variante besteht im Trading. In dem Fall handeln Sie mit verschiedenen Finanzprodukten, sodass Sie durch den An- und Verkauf einen Gewinn und so Einnahmen generieren. Damit Sie nicht jeweils aktiv handeln und dementsprechend Zeit aufwenden müssen, gibt es mittlerweile am Markt sogenannte automatische Handelssysteme.

Diese erkennen zum Beispiel Handelssignale und treffen darauf basierend die Entscheidung, welche Finanzprodukte wann gekauft werden. Das Problem an solchen automatischen Handelssystemen ist allerdings, dass diese insoweit meistens nicht funktionieren, als dass Sie stetig höhere Gewinne erzielen. Manchmal überwiegen sogar die Verluste, sodass dann naturgemäß kein regelmäßiges Einkommen entsteht. Passives Einkommen auf der Grundlage von Trading zu erzielen, ist also eine relativ unsichere Sache.

Kapital anlegen: passives Einkommen durch Zinsen und Dividenden

Eine deutlich stabilere Form des passiven Einkommens im Finanzbereich ist es, wenn Sie ein bereits vorhandenes Vermögen anlegen und dadurch vermehren. Diese Variante funktioniert allerdings nur, wenn Sie mindestens sechsstelligen Anlagesumme haben. Im fünf- oder sogar vierstelligen Bereich sind einfach die prozentualen Erträge zu gering, als dass sich dadurch ein nennenswertes Einkommen generieren lassen würde. Anders sieht die Situation jedoch aus, wenn Sie tatsächlich über mindestens sechsstelligen Vermögen verfügen. Wie hoch Ihr passives Einkommen dann ausfallen kann, möchten wir gerne anhand der folgenden Beispielrechnung verdeutlichen:

Anlageform: Staatsanleihen

Anlagesumme: 150.000 €

Anleihezins: 4 %

Zinsen pro Jahr: 6.000 Euro

Monatliche Einnahmen: 500 Euro

In diesem Fall würden Sie also ein monatlich passives Einkommen in Höhe von 500 Euro in Form der Zinsen generieren. Sie müssen lediglich beachten, dass Anleihezinsen im Normalfall jährlich ausgeschüttet werden.

Welche Vorteile und Nachteile hat ein passives Einkommen?

Zu den Vorteilen des – erfolgreichen – passiven Einkommens zählen insbesondere:

  • Zusätzliche Einnahmen generieren
  • Mehr Freizeit
  • Unabhängiges Einkommen
  • Ideal als Nebenverdienst
  • Große Auswahl an Tätigkeiten

Die Unabhängigkeit ist für viele Menschen, die sich für ein passives Einkommen entscheiden, einer der wichtigsten Vorteile. Die Einnahmen fließen in dem Fall nämlich unabhängig davon, wo Sie sich gerade aufhalten und was Sie tun. Die Mieteinnahmen zum Beispiel erzielen Sie auch dann, wenn Sie sich über mehrere Monate im Ausland aufhalten, Urlaub machen oder eine sonstige Tätigkeit durchführen. Ebenfalls ein Vorteil ist die aus dem passiven Einkommen resultierende zusätzliche Freizeit, weil Sie weniger aktiv arbeiten müssen.

Neben den genannten Vorteilen gibt es bei einer passiven Einkommensquelle auch einige Nachteile zu beachten, insbesondere:

  • Oft geringe Planungssicherheit
  • Unseriöse Angebote am Markt
  • Risiko von Verlusten
  • Meistens zeitliche Vorleistungen zu erbringen

Ein Hauptnachteil vieler Arten des passiven Einkommens ist natürlich, dass es sich nicht zu 100 Prozent um ein rein passives Einkommen handelt. Wie Sie in unserem Beitrag gelesen haben, sind die meisten passiven Einkommen mit einer Vorarbeit verbunden. Das gilt zum Beispiel für das Schreiben eines Buches, das Komponieren eines Musikstücks oder auch den Strukturvertrieb.

Oftmals sind die Vorleistungen nicht nur zeitlicher Natur, sondern Sie müssen ebenfalls zu Beginn Geld investieren oder Startkapital haben. Ein weiterer Nachteil sind die nicht wenigen, unseriösen Angebote am Markt. Diese betreffen zum Beispiel angeblich todsicher Handelssysteme oder auch Strukturvertriebe, die als sogenanntes Pyramidensystem illegal sein können. Sie sollten also sehr gut wählen, für welche Art passives Einkommen Sie sich entscheiden möchten.