Immobilien fürs Depot? Das sagen wir!

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Immobilien sind weiter gefragt. Doch wie steht es um Immo-Aktien? Wir haben einen bekannten Vertreter für Sie analysiert! (Foto: hanohiki/Shutterstock)

Immobilien sind noch immer gefragt wie nie. Trotz der bereits großen Aktivität am Bau steigen die Preise. Vor allem in Ballungszentren und dem Speckgürtel geht es rund. Das müsste doch auch für Immobilien-Aktien ein gutes Umfeld sein, oder glauben Sie etwa nicht? Wir beobachten Immobilien-Aktien seit vielen Jahren und haben schlechte und auch sehr gute Phasen erlebt. Gemeinsam mit uns können Sie einen Blick hinter die Kulissen bei Vonovia werfen – wir haben die Aktie, die auf den ersten Blick ein logisches Investment ist, für Sie analysiert.

Die Vonovia SE (ehemals Deutsche Annington Immobilien) ist mit rund 414 Tsd Wohnungen im Wert von 47 Mrd Euro Deutschlands führendes Wohnungsunternehmen. Die Wohnungen befinden sich in zusammenhängenden Siedlungen, verteilt auf Standorte in Deutschland, Österreich und Schweden. Das Unternehmen ist seit 2013 börsennotiert und seit 2015 im deutschen Leitindex Dax.

Gute Zahlen bei Vonovia

Das Geschäftsmodell von Vonovia erwies sich weiterhin als robust. Im 1. Quartal steigerte Vonovia den Umsatz um 3%. Die Nachfrage nach Mietwohnungen war stabil. Der Gewinn betrug 247 Mio €, ein Plus von 16,7%. Der Cashflow lag mit 299,9 Mio € unter Vorjahresniveau. Die Leerstandsquote blieb unverändert bei 2,8%. Zum Ende des Quartals bewirtschaftete Vonovia 414 Tsd eigene Wohnungen, 138 Tsd Garagen und Stellplätze, sowie 6,5 Tsd Gewerbeeinheiten. Das Unternehmen verzeichnete in Summe eine positive Geschäftsentwicklung. Deshalb wurde bei der virtuellen Hauptversammlung einer Dividendenerhöhung auf 1,69 € zugestimmt.

Während der Pandemie wurden viele Geschäftsprozesse digitalisiert, was den nahtlosen Wechsel zwischen Präsenz und Homeoffice der Mitarbeiter ermöglichte. Daraufhin wurde die Vonovia Finance B.V. Amsterdam mit der Vonovia SE verschmolzen. Es wurde erstmals eine sogenannte grüne Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit begeben. Die Höhe betrug 600 Mio € bei einer Verzinsung von 0,625% jährlich. Mit diesen finanziellen Mitteln sollen nachhaltige Projekte wie Photovoltaikanlagen bei Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen finanziert werden.

Wie es nach der geplatzten Fusion weitergeht

Vonovia wollte die Deutsche Wohnen übernehmen. Das öffentliche Übernahmeangebot betrug 53,50 € je Deutsche Wohnen-Aktie. Das Kartellamt gab zwar grünes Licht für die Fusion, jedoch nahmen nur 47% der Aktionäre das Angebot an. Damit wurde die 50%-Schwelle knapp verfehlt. Trotz der geplatzten Fusion geht das Wachstum weiter, wenn auch etwas langsamer. Die Aktie ist zwar interessant, aber kein Überflieger. Die Dividendenrendite ist mit 3% solide. 

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Vonovia startet dritten Übernahmeversuch – Aktie legt zuNur eine Woche nach der gescheiterten Übernahme der Deutsche Wohnen versucht es Vonovia erneut. Warum der Deal diesmal klappen könnte. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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