Entnahmeplan für Rente – wie man mehr aus seiner Rente herausholt

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Was tun, wenn das Rentenalter erreicht ist und die Kapitalvorsorge ausbezahlt wurde? Auch dann sollte man sich Gedanken über Anlageformen machen. (Foto: Rawpixel.com/AdobeStock)

Geht man in Rente, dann liegt bald ein Brief über die Auszahlung der Kapitallebensversicherung im Briefkasten. Die Entscheidung war damals gut, für die private Altersvorsorge regelmäßig etwas anzusparen. Doch die nächste Entscheidung steht nun an und ist genauso wichtig: Was tun mit dem Kapital?

Entnahmeplan für Rente

Auch wenn viele Banken das Produkt selten anbieten, so ist es durchaus sinnvoll. Vorausgesetzt, man möchte oder muss seinen neu erhaltenen Betrag nicht gleich wieder ausgeben, dann gibt es eine geschickte Alternative, mit der man eine monatliche Auszahlung erhält und gleichzeitig das Geld für sich arbeiten lässt.

In der Folge hat man mehr davon, als wenn man es einfach nur auf ein Sparbuch einzahlt und monatlich einen Betrag abhebt. Der Schlüssel ist die höhere Verzinsung des Investments. Während man zwar regelmäßig einen festgelegten Betrag ausbezahlt bekommt, schrumpft das Kapital langsamer, weil es zwischenzeitlich verzinst wird.

Fonds-Entnahmeplan

Konkret läuft das glücklicherweise recht einfach ab. Man vereinbart mit einer Bank einen Vertrag nach dem Muster-Entnahmeplan für Rente. Dabei wählt man mehrere Fonds aus, in die das Kapital investiert wird. Streuen kann man dabei, so breit man möchte. Wichtig ist lediglich, darauf zu achten, dass man keine zu riskanten Fonds nutzt.

Das Geld soll sich stabil vermehren und nicht der Gefahr von großen Verlusten ausgesetzt sein. Hat man die Fonds ausgewählt und investiert, kann man nun den Entnahmeplan für Rente einrichten.

Die entscheidende Frage ist hierbei, wie viel Geld man sich monatlich auszahlen lassen möchte. Onlinerechner sind hier nützliche Hilfsmittel. Man kann alle wichtigen Zahlen eingeben oder berechnen lassen. Dadurch erhält man ein besseres Gespür und eine Entscheidung fällt leichter.

Außerdem kann man hier auch eine Rentendauer eingeben. Dann wird errechnet, in wie vielen Jahren das Geld aufgebraucht ist, wenn es sich währenddessen zu einem bestimmten Zinssatz vermehrt. Die andere Variante ist die ewige Rente, die das Grundkapital erhält und nur die Zinsen entnimmt.

Flexibler Entnahmeplan

Hat man sich für die Fonds und einen Betrag entschieden, der monatlich aus den Fonds abgezogen und auf sein Konto überwiesen wird, geht es los. Flexibilität wird hierbei erfreulicherweise großgeschrieben: Man kann jederzeit den monatlichen Betrag ändern, den man sich auszahlen lässt und kann natürlich auch die Fonds austauschen. Richten Sie sich einen individuellen Entnahmeplan ein.

Falls durch eine wirtschaftliche Entwicklung ein Fonds weniger lukrativ scheint, kann man seine Gelder abziehen und woanders investieren. Auch wenn man eine Art Vertrag mit der Bank hat, kann man jederzeit frei wählen, wenn man eine Änderung wünscht.

Rente aufbessern

Bekommt man einen größeren Betrag durch die eigene Kapitallebensversicherung oder durch ein Erbe, ist ein Entnahmeplan eine der besten Optionen. Dabei bekommt man regelmäßig Geld auf sein Konto überwiesen. So ist man nicht versucht, einen großen Betrag auf einmal auszugeben und hat doch ständig Zugriff auf sein Kapital.

Viele Probleme können mit dem Entnahmeplan für Rente umgangen werden. Auch im Falle des eigenen Tods gehen die Fondsanteile einfach an die Erben über. Zusätzlich hat man alle Freiheiten und kommt auch in wichtigen Situationen schnell an größere Beträge.

Allerdings sollte man darauf achten, Fonds ohne oder mit sehr geringem Ausgabeaufschlag zu kaufen. Denn das spart Kosten, die erst wieder über die Rendite verdient werden müssen. Renten sind wieder gefragt

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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