Entnahmeplan ist für die Rente als Zusatz sinnvoll

Rente

Wenn Sie im Alter etwas mehr zur Verfügung haben möchten, bietet sich ein Entnahmeplan für die Rente als Zusatz an. (Foto: Rawpixel.com/AdobeStock)

Wenn Sie im Alter etwas mehr zur Verfügung haben möchten, bietet sich ein Entnahmeplan für die Rente als Zusatz an.

Die Voraussetzung: Sie haben Ihre Grundsicherung im Alter bereits in der Tasche und haben trotzdem noch einen größeren Geldbetrag übrig, den Sie für Ihre Altersrente gewinnbringend einsetzen möchten.

Dann könnte ein Entnahmeplan für die Zusatzrente interessant für Sie sein. So gehen Sie richtig vor.

Achten Sie auf Sicherheit beim Entnahmeplan

Wenn Sie den Entnahmeplan als Zusatz-Rente wählen, ist es wichtig, dass Sie sich nicht nur von Rendite-Chancen leiten lassen.

Beachten Sie bei der Auswahl des Fonds auch immer den Sicherheitsaspekt und verzichten Sie notfalls auf 1 oder 2 Prozent Rendite.

Die fehlende Sicherheit ist einer der größten Nachteile beim Entnahmeplan. Welche Vor- und Nachteile es außerdem gibt, können Sie in unserem Artikel „Entnahmeplan: Altersvorsorge mit Renditechance“ nachlesen.

Behalten Sie auch die jährliche Wertenwicklung des Fonds im Blick. Gibt es sehr große Abweichungen von den erwarteten Renditen, sind Umschichtungen möglich.

Individuelles Depot oder geschnürtes Produkt?

Wenn Sie Ihr Vermögen in einen Entnahmeplan für die Rente anlegen wollen, können Sie entweder auf Anlagelösungen von Vermögensverwaltern oder Banken zurückgreifen oder Sie machen es auf eigene Faust und stellen sich Ihr Depot selbst zusammen.

Für einen Fonds-Entnahmeplan wählen Sie dazu zwischen einem oder mehreren Investmentfonds. Möglich sind Aktienfonds, Rentenfonds oder offene Immobilienfonds.

Um das Risiko gering zu halten, ist es ratsam, das Vermögen auf verschiedene Fondsarten zu verteilen. Aktienfonds können Ihnen in guten Zeiten sehr viel Rendite einfahren und damit Ihre Chancen auf eine höhere Monatsrente steigern.

Allerdings steht hier auf der anderen Seite das Verlustrisiko. Rentenfonds und offene Immobilienfonds sind ertragsschwächer. Dafür sind sie aber stabiler und sicherer in der Wertentwicklung.

Der Kapitalverzehr beim Entnahmeplan

Wenn Sie Ihr Geld in einen Entnahmeplan für die Rente investieren, müssen Sie auch eine Entscheidung darüber fällen, wie das Geld ausgezahlt wird. Wichtig ist hierbei die Komponente „Kapitalverzehr“.

Wenn Sie sicherstellen wollen, dass so viel wie möglich des Geldes unangetastet bleibt, sollte Ihre Wahl auf einen Entnahmeplan ohne Kapitalverzehr fallen.

Ein Grund für diese Entscheidung könnte zum Beispiel darin liegen, dass Ihre Erben noch von dem Geld profitieren sollen.

Beim Entnahmeplan ohne Kapitalverzehr werden nur die Zinsen und Kursgewinne Ihrer Anlage ausgezahlt. Der investierte Betrag bleibt unangetastet.

Doch natürlich gibt es auch genügend Gründe, den Entnahmeplan mit Kapitalverzehr zu wählen. Nämlich dann, wenn Sie das Geld schlichtweg benötigen, um Ihre eigenen Ansprüche im Alter zu decken.

Dann wird das eingezahlte Kapital im Auszahlplan mit berücksichtigt und je nach Lebensdauer aufgebraucht.

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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.

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