Entnahmeplan: Konditionen und die richtige Strategie

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Wenn Sie sich für Ihr Alter ein nettes Zusatzeinkommen verschaffen wollen, eignet sich ein Entnahmeplan. Diese Konditionen gibt es. (Foto: Daniela Staerk / Shutterstock.com)

Zunächst lassen sich Entnahmepläne in Fonds-Entnahmepläne und Bankauszahlpläne unterscheiden. Bei einem Fonds-Entnahmeplan zahlen Sie einen Einmalbetrag, der anschließend auf verschiedene Fonds verteilt wird.

Bei einem Bankauszahlplan zahlen Sie die Geldsumme an die Bank und erhalten festverzinste Auszahlungen über eine vereinbarte Laufzeit von 10 bis 25 Jahren.

Mindestens 5.000 € im Depot

Die Mindestsumme für einen Fonds-Entnahmeplan liegt bei 5.000 €. Die weiteren Eckdaten können Sie individuell bestimmen:

  • Die Höhe der Auszahlbeträge
  • Wann die Beträge gezahlt werden (Meistens zum 1. oder zum 15. des Monats)
  • In welche Fonds investiert wird
  • Ob gegebenenfalls in andere Fonds umgeschichtet werden soll
  • Wie lange der Entnahmeplan läuft

Sie können die Höhe der Auszahlbeträge außerdem regelmäßig anpassen. Die Konditionen liegen größtenteils in Ihrer Hand.

Wenn Sie viel Geld als Zusatzrente im Monat benötigen, kann es sein, dass die erwirtschaftete Rendite der Fonds nicht ausreicht. In diesem Fall wird das eingezahlte Kapital also verzehrt.

Wenn der eingezahlte Betrag allerdings unangetastet bleiben soll, ist es ratsam, die Auszahlbeträge so zu kalkulieren, dass sie von der Rendite abgedeckt werden. Das ist dann die Variante des Kapitalerhalts.

Entnahmeplan nach eigenen Konditionen zusammenstellen

Die einfachste Variante beim Entnahmeplan ist wohl ein festgeschnürtes Paket von Fondsanbietern zu wählen. Sie können sich Ihren Entnahmplan aber auch nach eigenem Gusto zusammenstellen.

Wenn Ihre Grundsicherung im Alter bereits in trockenen Tüchern ist, Sie das Geld also quasi „über“ haben, eignen sich Aktienfonds am besten, um hohe Renditen zu erzielen.

Läuft es gut an den Märkten, können Sie sich so den ein oder anderen Luxus im Alter leisten. Allerdings ist hier auch das Verlustrisiko am höchsten. Sicherer fahren Sie mit der Anlage in Renten- oder offenen Immobilienfonds.

Gerade die Auszahlungen aus Rentenfonds sind recht verlässlich, dafür sind die Renditechancen deutlich geringer als bei Aktienfonds.

Tipp: Am besten eigenen sich Entnahmepläne deshalb als Zusatz zur Rente. Ideal sind eine Rentenversicherung als sichere Basis sowie ein Entnahmeplan mit großen Renditechancen.

Kombination: Entnahmeplan und Festzinsanlage

Möglich ist eine Kombination aus der Investition in Aktienfonds und in eine Festzinsanlage, wie zum Beispiel Bankauszahlpläne.

Gerade wenn Sie eher eine vorsichtigere Strategie fahren, weil Sie das Kapital unter keinen Umständen verlieren möchten, eignet sich ein Bankauszahlplan, um einen Teil des Geldes dort sicherer anzulegen.

Hier erhalten Sie feste Zinsen für eine bestimme Laufzeit. In der Regel liegt diese zwischen 10 und 25 Jahren. Für die Kombination eignet sich allerdings die kürzere Laufzeit, damit Sie flexibler sind.

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.

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