Private Altersvorsorge: Riester-Rente als guter Einstieg

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Sie haben noch nicht mit der privaten Altersvorsorge begonnen? So starten Sie dank staatlicher Zulagen richtig – auch mit wenig Geld. (Foto: JeJai Images / Shutterstock.com)

Eine Umfrage des Allensbach-Instituts zeigt, dass es weiterhin große Versäumnisse bei der privaten Altersvorsorge gibt.

Demnach legt jeder 3. Deutsche kein Geld fürs Alter zurück.

Andere wiederum fangen viel zu spät damit an und schaffen es bis zu ihrem Ruhestand nicht, ausreichendes Vorsorge-Kapital anzusparen.

Riester-Rente schon mit kleinem Geld sinnvoll

Dabei müssen Sie gar nicht viel Geld verdienen, um sinnvoll für Ihren Ruhestand vorzusorgen.

Mit der staatlich bezuschussten Riester-Rente können Sie schon mit wenigen eigenen Einzahlungen einiges erreichen – erst recht, wenn Sie in den Genuss der Kinder-Förderungen kommen.

Der Kreis der Riester-berechtigten Personen ist zwar begrenzt, aber doch sehr groß.

Dazu zählen u. a. versicherungspflichtige Arbeitnehmer, Bezieher von Arbeitslosengeld und ALG-II, Beamte, versicherungspflichtige Selbstständige und Kindererziehende (, die Kindererziehungs-Zeiten beantragt haben).

Keine Riester-Zulagen erhalten hingegen Selbstständige, die nicht versicherungspflichtig sind.

Mit diesen Zulagen können Sie rechnen

V. a. die Zulagen sind es, die die Riester-Rente attraktiv machen.

Jedes Jahr gewährt Ihnen der Staat zu ihren Einzahlungen einen Zuschuss in Höhe von:

  • Grundzulage: 154 €
  • Kinderzulage (für vor 2008 geborene Kinder): bis zu 185 €
  • Kinderzulage (für ab 2008 geborene Kinder): bis zu 300 €

Eine 4-köpfige Familie mit 2 nach 2008 geborenen Kindern erhält somit in der Summe 908 € pro Jahr.

Bei einigen Jahrzehnten bis zum Ruhestand kommt auf diese Weise allein an staatlichen Zuschüssen schon einiges zusammen.

Diese Voraussetzungen müssen Sie für die Zulagen erfüllen

Natürlich verschenkt der Staat das Geld nicht einfach so an Sie.

Inklusive der staatlichen Zulagen muss jeder Riester-Sparer jährlich mindestens 4% seines Brutto-Einkommens in den Riester-Vertrag einzahlen, maximal aber 2.100 €.

Falls Sie weniger einzahlen, erhalten Sie auch weniger Zulagen.

Dazu ein Rechenbeispiel:

Frau Müller verfügt über ein Brutto-Einkommen von 30.000 €. 4% davon sind 1.200 €.

Davon abgezogen werden die staatlichen Zulagen, einmal 154 € für sie selbst und 2-mal je 300 € für ihre beiden kleinen Kinder, macht insgesamt 754 € Zulagen. Die Differenz von 446 € muss sie selbst in den Riester-Vertrag einzahlen.

Komplett auf eigene Einzahlungen verzichten (bei niedrigem Einkommen und hohen Zulagen) können Sie allerdings nicht:

Wer pro Jahr weniger als 60 € in seinen Riester-Vertrag einzahlt, bekommt gar keine Zulagen. Da Ihnen ein Vielfaches davon als Zulagen winkt, lohnt sich dies aber auf jeden Fall.

Riester-Rente gibt es in vielen Varianten

Bei der genauen Vertrags-Gestaltung Ihres Riester-Vertrages haben Sie die Qual der Wahl.

Zur Auswahl stehen:

  • Riester-Rentenversicherung
  • Riester-Fondssparplan
  • Riester-Banksparplan
  • Riester-Bausparvertrag
  • „Wohn-Riester“
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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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