Einkommensteuer 2014 – was im neuen Jahr kommt

Steuererklärung Geldscheine – IhorL – shutterstock_500278282

Auch bei der Einkommensteuer 2014 gibt es wie jedes Jahr wieder zahlreiche Änderungen: vom Grundfreibetrag bis zur Altersvorsorge. (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Alle Jahre wieder – kommt das Jahressteuergesetz. Jeder, der ein Einkommen realisiert, sollte sich schon am Jahresanfang darauf einstellen, damit er am Jahresende bei der Steuererklärung keine unangenehme Überraschung erlebt, oder nutzlosen Mehraufwand betreibt.

Ein Beispiel für die Einkommensteuer 2014:

Sie füllen das ganze Jahr akkurat Ihre Stundenzettel für die Dienstreisen aus, um dann festzustellen, dass Sie die Zeit dafür ganz umsonst vertan haben.

Für die Einkommensteuer 2014 wird nämlich die Reisekostenpauschale auf zwei Sparten reduziert: ab 8 Stunden können Sie einen Verpflegungssatz von 12 Euro geltend machen, für den ganzen Tag 24 Euro.

Da die Einkommensteuer 2014 einen erheblichen Teil des Jahressteuergesetzes ausmacht, ist das Gesetz für Privatpersonen wie Verwaltungen, Unternehmen oder Freiberufler gleichermaßen interessant.

In der Regel bedeuten die Änderungen jedoch keine extremen Einschnitte. Vielmehr vollzieht der Gesetzgeber in kleineren Schritte und kontinuierlich eine Anpassung der Steuergesetzgebung an die wirtschaftliche und politische Entwicklung. Ein gutes Beispiel dafür ist der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuersteuer 2014.

Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum der Bürger von der Besteuerung ausnehmen und wird daher entsprechend der steigenden Lebenshaltungskosten fast jährlich erhöht. 2013 brauchte kein Bürger auf die 8.130 Euro seines Einkommens Steuern zahlen; 2014 werden es 8.354 Euro sein.

Einkommensteuer 2014 – auch die Änderungen von 2013 beachten

Zuweilen gibt es Veränderungen, deren Realisierung in die Vergangenheit zurückgreift. Bestes Beispiel: das Ehegattensplitting, also die Wahlmöglichkeit von gemeinsam veranlagten Paaren, sich in unterschiedliche Steuerklassen einstufen zu lassen.

Dieser Effekt bringt immerhin eine Minderung der monatlichen Steuerabzüge, so dass im ganzen Jahr mehr Netto-Einnahmen zur Verfügung stehen.

Seit 2013 genießen diesen Vorteil auch eingetragene Lebenspartnerschaften. Das Bundesverfassungsgericht hat die Frage der Gleichstellung rückwirkend zum 1. August 2001 entschieden. Diese Regelung muss nun auch von allen Bundesländern vollständig übernommen werden, die bis 2014 noch nicht alle bestandskräftigen Altfälle berücksichtigt haben.

Einkommensteuer 2014 – ein Jahr ELStAM

Haben Sie sich 2013 schon mit der elektronischen Lohnsteuerkarte angefreundet, oder besteht noch Nachholbedarf? Haben Sie überhaupt schon einmal überprüft, welche Daten nunmehr vom Arbeitgeber elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt werden? Verlangen Sie einfach einmal einen entsprechenden Ausdruck von ihrem Arbeitgeber.

Datenüberprüfung wird immer wichtiger, denn generell der Gesetzgeber setzt bei der Steuerbearbeitung auf Vereinfachung durch Digitalisierung.

Vergessen Sie 2014 nicht, evtl. Änderungen einzutragen. Das kann die Steuerklasse (ggf. Faktor bei Steuerklasse IV), die Kirchensteuer (ggf. Kirchensteuermerkmal des Ehegatten), Kinderfreibeträge, den Lohnsteuerfreibetrag oder den Hinzurechnungsbetrag betreffen.

Einkommensteuer 2014 – doppelte Haushaltsführung und Altersvorsorge

Für eine zweite Wohnung dürfen ab dem 01.01.2014 im Monat höchstens nur noch 1.000 Euro abgesetzt werden. Auch die Regeln für die Anerkennung werden strenger. So muss u.a. eine angemessene Beteiligung an den Lebenskosten vorliegen.

Beim Thema “Eigenheimrente” (Wohn-Riester) wird es ab 2014 möglich, auch in der Ansparphase Kapital zu entnehmen. Es muss also nicht mehr auf den Beginn der Auszahlungsphase des Vermögens gewartet werden.

Auch bei der Rürup-Rente gibt es Neues: Reine Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Erwerbsminderungsrenten werden steuerlich absetzbar, sofern sie lebenslange gezahlt werden. Gewöhnliche Berufsunfähigkeitsversicherungen laufen in den Altersgruppen 55 bis 67 Jahre aus.

Steuererklärung Geldscheine – IhorL – shutterstock_500278282

Reichensteuer: Wohlhabende bitte zahlenDer Staat erhält von Vielverdienern einen Bonus – die Reichensteuer. Doch einige Parteien wollen noch mehr. Erfahren Sie hier die Fakten. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz