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Grundfreibetrag für 2022: Die Änderungen im Überblick

Inhaltsverzeichnis

Der Grundfreibetrag in Deutschland stellt sicher, dass Einkommen, die am Rande des Existenzminimums liegen, nicht durch Steuern gemindert werden.

Der neue Existenzminimumbericht der Bundesregierung gibt vor, den Grundfreibetrag ab 2013 zu erhöhen. Für Arbeitnehmer und selbstständige Unternehmer bedeutet das, dass sie bei den Abgaben entlastet werden.

Das Wichtigste über den Grundfreibetrag

Aufgrund des in der Verfassung verankerten Sozialstaatsprinzips ist der Staat dazu verpflichtet, bedürftigen Bürgern zu helfen. Außerdem darf der Staat von Arbeitnehmern nur so viel Steuern verlangen, dass mit dem restlichen Teil des Einkommens noch das Existenzminimum gesichert ist.

Die Höhe der zu zahlenden Einkommenssteuer hängt in Deutschland von der Höhe des Einkommens ab. Ist der Verdienst eines Arbeitnehmers allerdings so gering, dass er gerade noch zur Sicherung der persönlichen Existenz ausreicht, darf der Staat überhaupt keine Steuern verlangen.

Diese Grenze nennt man den Grundfreibetrag. Einkommen, die den Grundbetrag nicht überschreiten, sind daher nicht steuerpflichtig. Der Grundfreibetrag gilt für Arbeitnehmer, Selbstständige, Auszubildende und Rentner und seine Höhe orientiert sich an den Regelsätzen für Hartz IV-Leistungen sowie an den durchschnittlichen Kosten für Unterkunft und Heizkosten.

Alle zwei Jahre erstellt die Bundesregierung einen Existenzminimumbericht, der untersucht, inwieweit sich die Kosten für Nahrung, Kleidung, Hausrat, Miete und Heizung entwickelt haben.

Der Grundfreibetrag für 2022

Der Existenzminimumbericht der Bundesregierung sieht vor, dass der Grundfreibetrag erhöht werden muss. Dies soll wie in der vergangenen Jahren seit 2013 in Stufen geschehen.

Zu Januar 2022 wurde der Grundfreibetrag auf 9.984 € für Alleinstehende und 19.968 € für Ehepaare angehoben. Seit 2013 ist der Grundfreibetrag für Einzelpersonen damit von 8130€ um 1854€ angehoben worden.

Steuerzahler, deren Einkommen unterhalb dieses Grundfreibetrags liegt, müssen keine Steuern an das Finanzamt zahlen.

Grundsätzlich hängt der Grundfreibetrag von der jeweiligen Steuerklasse ab. Für Personen mit der Steuerklasse 1 gilt ein Grundfreibetrag. Ehepartner mit der Steuerklasse 3 profitieren von 2 Grundfreibeträgen für beide Ehepartner zusammen.

Für Verheiratete mit der Steuerklasse 4 dagegen gibt es für jeden Ehepartner einen eigenen Grundfreibetrag. Arbeitnehmer oder Selbstständige, die in die Steuerklasse 5 fallen, haben gar keinen Freibetrag.