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Nichtveranlagungsbescheinigung: Pflicht bei Vermögensübertragung auf Kinder

Inhaltsverzeichnis

Ein bürokratisches Monstrum ist das Wort „Nichtveranlagungsbescheinigung“. Aber dahinter verbirgt sich etwas Sinnvolles: Mit einer solchen Bescheinigung können Sie nämlich erreichen, dass Einkünfte aus Kapitalanlagen steuerfrei bleiben, selbst wenn sie den Sparerfreibetrag und die Werbungskostenpauschale überschreiten.

Nichtveranlagungsbescheinigung: für Personen ohne Einkommenssteuer

Bekommen kann diese Bescheinigung jede Person, die voraussichtlich keine Einkommensteuer zahlen muss, also beispielsweise Kinder oder Jugendliche, die so geringe Einkünfte haben, dass sie unter dem Grundfreibetrag für die Einkommensteuer bleiben.

Wenn Sie einen Teil Ihres Vermögens beispielsweise jetzt schon auf Ihre Kinder oder Enkel übertragen wollen, dann achten Sie auch darauf, eine Nichtveranlagungsbescheinigung für sie zu bekommen. Wenn das Kind diese der Bank vorlegt, führt das Kreditinstitut keine Zinsabschlagsteuer ans Finanzamt ab.

Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragen

Beantragt wird eine Nichtveranlagungsbescheinigung stets beim zuständigen Finanzamt. Wird sie erteilt, gilt sie für maximal drei Jahre. Wer eine solche Bescheinigung hat, braucht sich dann auch über Freistellungsaufträge keine Gedanken mehr zu machen: Denn dann wird grundsätzlich keine Steuer direkt von der Bank ans Finanzamt mehr abgeführt.

 

Ihr

Dr. Erhard Liemen,Chefredakteur von:„Bankkunden – vertraulich“„Der Deutsche Wirtschaftsbrief“