Silberpreis 2013: Nutzen Sie noch den Steuervorteil bei Silbermünzen

Silber Symbolbild Barren_shutterstock_1015164640_VladKK

Zum Jahreswechsel werden die Steuern auf Silbermünzen erhöht. Jetzt oder nie lautet die Devise für Anleger. (Foto: VladKK / shutterstock.com)

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich Silber (auch) in physischer Form ins Depot zu legen, sollten Sie nicht mehr lange warten. Denn zum Jahreswechsel wird es aufgrund höherer Steuern für Sie teurer.

Mehrwertsteuer für Silbermünzen steigt am 01.01.2014 von 7% auf 19%

Im Gegensatz zu Gold ist der Kauf von physischem Silber in Deutschland mehrwertsteuerpflichtig. Während Sie für Silberbarren 19% Mehrwertsteuer zahlen, sind es bei Silbermünzen bislang nur 7%. Aber leider greift Ihnen der Fiskus auch hier schon bald tiefer in die Tasche.

Denn der Bundestag hat die Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf Silbermünzen zum Jahreswechsel beschlossen. Ab dem 01.01.2014 müssen Sie daher bei Silbermünzen den vollen Mehrwertsteuersatz von 19% zahlen.

Silberpreis 2013: Schonfrist bis Jahresende

Die gute Nachricht lautet: Immerhin bleiben Ihnen noch zweieinhalb Monate, in denen Sie Silbermünzen zum günstigen Steuersatz von nur 7% einkaufen können.

Der Zeitpunkt für eine langfristige Anlage in Silber ist ohnehin günstig: Seit seinem Hoch im Jahr 2011 hat Silber über die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Im Hinblick darauf, dass die Silbernachfrage aus der Industrie weiterhin hoch ist, erscheint dies übertrieben.

Tipps zum Kauf von Silbermünzen

Die günstigsten Konditionen bei Silberankauf und -verkauf bieten Ihnen spezialisierte Edelmetallhändler. Die beiden Marktführer in Deutschland, die zugleich auch als Goldversender agieren, sind Proaurum und Westgold.

Nicht empfehlenswert ist hingegen der Kauf bei Privatanbietern im Internet, beispielsweise über das Auktionshaus Ebay. Hier können Sie nicht sicher sein, ob Sie tatsächlich das bekommen, was Sie im Voraus bezahlt haben.

Verzichten sollten Sie auch auf Gedenkmünzen. Solche Sonderprägungen in limitierter Auflage sind in erster Linie für Sammler interessant, für die Geldanlage hingegen weniger. Denn: Hier zahlen Sie einen Aufpreis gegenüber dem reinen Materialwert.

Ob Sie diesen Aufpreis auch bei einem späteren Verkauf erhalten, ist hingegen ungewiss. Beschränken Sie sich daher auf Anlagemünzen, die sogenannten „Bullion Coins“ (wörtlich übersetzt: „Barrenmünzen“).

Zu den gängigsten Anlagemünzen zählen die österreichische Münze Philharmoniker (die derzeit von allen Silbermünzen am günstigsten zu haben ist), die kanadische Münze Maple Leaf, die US-amerikanische Münze American Eagle, die chinesische Münze Panda, die britische Münze Britannia und die australischen Münzen Kookaburra, Koala und Känguruh.

Außerdem kann es sich lohnen, die verschiedenen Gewichtseinheiten zu vergleichen. Anlagemünzen gibt es in der Regel in den Gewichtseinheiten einer halben und einer ganzen Feinunze, auch höhere Gewichtseinheiten wie 10 Unzen oder 1 Kilogramm sind möglich.

Dabei gilt: Ein genereller Mengenrabatt existiert nicht. Nicht immer ist also die ganze Feinunze günstiger als 2 halbe Feinunzen. Hier hängt der Preis mit Angebot und Nachfrage zusammen.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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