Steuererklärung für Selbstständige: So sparen Sie bares Geld

Steuererklärung Geldscheine – IhorL – shutterstock_500278282

Wer seine Steuererklärung korrekt ausfüllt und fristgerecht einschickt, kann bares Geld sparen. Gerade für Selbständige lohnt sich der Aufwand. (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Viele Menschen in Deutschland haben noch niemals eine Steuererklärung abgegeben – und müssen es auch nicht.

Festangestellte sind zum Beispiel nicht dazu verpflichtet, sie zahlen Ihre Lohnsteuer quasi immer schon automatisch über den Arbeitgeber. Anders liegt der Fall bei Freiberuflern und Selbstständigen. Hier ist die Steuererklärung Pflicht.

Steuererklärung: Selbstständige und Freiberufler

Die offizielle Definition von selbstständiger Arbeit findet laut Gesetzgeber durch die Abgrenzung von so genannter „abhängiger Arbeit“ beziehungsweise einem „abhängigen Arbeitsverhältnis statt“.

Ein abhängiges Arbeitsverhältnis liegt immer dann vor, wenn die bestimmenden Umstände Ihrer Arbeit von einem externe Auftraggeber fest vorgegeben werden.

Dies können feste Arbeitszeiten sein, ein fest zugewiesener Arbeitsplatz in einem Büro oder speziellen Gebäude, feste Vorgaben für den Umfang und die Art und Weise, in der die Arbeit erledigt werden muss oder andere Weisungsbefugnisse, denen Sie unterliegen.

Die Selbstständigkeit hingegen kennt die meisten dieser externen Vorgaben nicht. Außerdem gehört dazu die so genannte Existenzgründung, also die Gründung eines Unternehmens oder Gewerbebetriebes.

Wer nicht primär handwerklich oder Güter produzierend tätig ist, wird auch als Freiberufler bezeichnet. Dies trifft in der Regel auf frei arbeitende Künstler, Autoren, Wissenschaftler und Journalisten zu, wobei diese natürlich zugleich auch selbstständig sind.

Einnahmen und Ausgaben aus selbstständiger Arbeit

Wer sich also nicht in einem abhängigen Anstellungsverhältnis mit Festvertrag befindet, muss die allgemeine Einkommenssteuer zahlen und – je nachdem, ob ein Gewerbe angemeldet wurde – Gewerbesteuer. Hier kommt die Steuererklärung ins Spiel.

In erster Linie möchte das Finanzamt wissen, welche Einnahmen Sie in einem Jahr gemacht haben. Diese können entweder durch gestellte Rechnungen genau nachgewiesen oder anhand von Erfahrungen aus anderen Geschäftsjahren geschätzt werden.

Die selbstständige Arbeit verursacht aber natürlich auch gewisse Kosten, denn anders als im Büro eines Angestellten müssen Selbstständige ihre Arbeitsmaterialien selber kaufen.

Auch für die Anmietung von Arbeitsräumen, Telekommunikation und andere technische Gerätschaften sowie für dienstliche Fahrten wird das ganze Jahr über Geld ausgegeben.

Daher hat man in der Steuererklärung die Möglichkeit, diese Ausgaben anzugeben, damit sie von den zu versteuernden Einnahmen abgezogen werden. Diese so genannten Werbungskosten reduzieren damit also letztlich die Steuerlast und sparen Ihnen somit Geld.

Steuererklärung: Selbstständige sollten Pauschbeträge prüfen

Anstatt alle Ausgaben einzeln zu belegen und anzugeben, existieren für die wichtigsten Bereiche auch standardisierte Werte, die Pauschalbeträge. Zumindest einmal sollte ein Selbstständiger seine Steuererklärung aber vollständig und mit allen Details erstellen.

Denn: Nur so können Sie ermitteln, ob sich die Pauschbeträge für Sie lohnen, oder ob Ihre tatsächlichen Werbungskosten höher ausfallen.

Steuererklärung Geldscheine – IhorL – shutterstock_500278282

Den Verpflegungsmehraufwand trägt nicht immer der ArbeitgeberEin Verpflegungsmehraufwand entsteht Ihnen als Arbeitnehmer, wenn Sie für Ihre Firma auf Reisen gehen. Aber nicht immer zahlt der Arbeitgeber. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
david-gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz