Steuern 2013: Die Änderungen auf einen Blick

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2013 liefert einige Steuer-Änderungen. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. (Foto: RomanR / shutterstock.com)

Arbeitnehmer können sich 2013 über einige Steuer-Änderungen freuen, die auch Auswirkungen auf die Steuererklärung 2013 haben werden. Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Neben einigen Erleichterungen  werden die Bürger an anderer Stelle deutlich stärker zur Kasse gebeten.

Steuererklärung 2013: vom neuen Grundfreibetrag profitieren

Wichtig für die Steuererklärung 2013: Der steuerliche Grundfreibetrag steigt von 8.004 € auf nun 8.130 €. Monatlich bedeutet dieser Zuwachs ein Plus für jeden Steuerzahler von maximal 2 €. Außerdem werden die Verdienstgrenzen für Minijobs um 50 € im Monat angehoben. Geringfügig Beschäftigte dürfen dadurch ab dem 2013 450 € monatlich verdienen.

Wird der Job jedoch erst in diesem Jahr angenommen, werden Beiträge zur Rentenversicherung fällig. Diese betragen monatlich maximal 17,55 €. Für jeden Arbeitnehmer sinkt der Beitragssatz zur Rentenversicherung ab Januar von 19,6% auf 18,9% gesenkt. Insgesamt sorgt das für eine jährliche Entlastung von mehr als drei Milliarden Euro. Für den durchschnittlichen Bundesbürger mit einem Bruttoverdienst von 2.600 € im Monat spült diese Regelung rund 9 € mehr in die Kassen.

Rentenbeiträge in Steuererklärung 2013 absetzen

Daneben können Rentenbeiträge in der Steuererklärung 2013 in höherem Maße abgesetzt werden. 52% des Arbeitnehmeranteils können hier abgerechnet werden, ein Plus von 4% im Vergleich zum Vorjahr. Wer 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann sich ab Mitte des Jahres über eine geplante Mindestrente freuen. Diese soll rund 850 € im Monat betragen und damit über der derzeit bestehenden Grundsicherung angesetzt sein.

Eltern bekommen hingegen für 2013 geborene Kinder weniger Elterngeld. Anstatt separate Abzüge für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zu berechnen, zieht das Finanzamt einen einheitlichen Sozialversicherungsbeitrag in Höhe von 21% vom Elterngeld ab. Dies bedeutet für den Durchschnittsverdiener ein Minus von rund 9 € im Monat.

Änderungen bei Pflegekosten und Arztbesuchen

Der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung steigt ebenfalls an. Seit dem 1. Januar steigt dieser von bisher 1,95% auf nun 2,05%. Kinderlose Familien müssen sogar 2,3% zahlen.

Der Flop der Praxisgebühr wird hingegen einheitlich abgeschafft. Das Minus für die Krankenkassen, was durch die Abschaffung entsteht, wird durch Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds ausgeglichen. Patienten können also nun ohne die vierteljährliche Zahlung von 10€ zum Arzt gehen.

GEZ und Zuschüsse vom Staat

Bereits ausgiebig medial präsent war die Einführung der generellen Rundfunkgebühr. 2013 muss jeder Haushalt 17,98 € im Monat für die Nutzung von Computern, TV und Radiogeräten zahlen. Käufer von Elektrofahrzeugen können sich hingegen freuen. Ab 2013 werden Neufahrzeuge nicht wie bisher für 5 Jahre, sondern für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit.

Neben diesen Fahrzeugen wird auch die energetische Gebäudesanierung vom Staat bezuschusst. Bis zu 5.000 € können Hausbesitzer dabei als Zuschuss verbuchen. Damit diese ganzen Neuerungen 2013 auch optisch etwas hermachen, führt die Europäische Zentralbank ab Mai diesen Jahres übrigens schrittweise neue Euroscheine ein. Den Anfang macht die 5-Euro-Note.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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