Steuerspartipps 2013: Ein Überblick

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Mit abzugsfähigen Kosten die Steuerlast senken - das sollte jeder in Anspruch nehmen. Mit diesen Steuerspartipps 2013 gelingt es Ihnen. (Foto: IhorL / Shutterstock.com)

Mitte Januar wurde das Jahressteuergesetz gekippt. Damit sind die Änderungen erst einmal vom Tisch. Hier lesen, Sie welche Steuerspartipps für Sie 2013 relevant sind und wie Sie dadurch bares Geld sparen können.

Am 16. Januar 2013 einigten sich die Fachpolitikern von Union und FDP darauf, das Jahressteuergesetz 2013 nicht mehr umzusetzen. Das bedeutet für Sie: Zu einer Reihe steuerlicher Änderungen kommt es zumindest vorerst noch nicht.

Durch die Einigung, das Gesetz zunächst einmal nicht umzusetzen, ergeben sich auch einige Vorteile, was das Steuernsparen betrifft. Zum Beispiel:

  • Wehrpflichtige müssen ihre Bezüge für Unterkunft und Verpflegung nach wie vor nicht versteuern
  • Auch Steuertricks durch den Goldan- und Verkauf über ausländische Firmen sind weiterhin möglich.

 Steuerspartipps 2013 für Privatpersonen

Hier finden Sie eine Aufstellung über die Möglichkeiten, wie Sie mit Alltagskosten, bares Geld sparen können und erfahren, wo der Fiskus genau hinschaut.

1.      Essensaufwendungen als haushaltsnahe Dienstleistungen

 Zumindest für die Bewohner eines Wohnstifts in Baden-Württemberg ergibt sich diese Chance. Hier durfte ein Bewohner 20% der Aufwendungen auf seine Steuer anrechnen. Das ergab ein Urteil des Finanzgerichts in Baden-Württemberg. (Az. 3 K 3887/11).

Die  Voraussetzung: Die Leistung muss „im Haushalt“ erbracht werden, sprich das Essen muss im Zimmer des Bewohners zubereitet und darf dann erst im Speisesaal eingenommen werden.

Auf dieses Urteil kann sich allerdings nicht jeder stützen. Denn die Rechtssache ist „wegen grundsätzlicher Bedeutung“ beim Bundesfinanzhof anhängig.

2.      Steuersparmöglichkeit bei Fahrten zu Bildungsstätten

Fahrten zu Bildungsstätten erkennt die Finanzverwaltung jetzt in voller Höhe an. Bislang wurde diese Rechtsprechung in der Praxis noch nicht umgesetzt. Doch Ende des letzten Jahres wurden die Urteile veröffentlicht und sind damit sofort anzuwenden.

Deshalb zählt dieser Punkt zu den absoluten Steuerspartipps 2013: Die Fahrten zu einer Bildungsstätte können Sie jetzt in voller Höhe absetzen und müssen sich nicht mehr an die Entfernungspauschale (0,30 €) halten.

3.      PKW-Unfälle können die Steuerlast mindern

Diese Steuersparmöglichkeit haben zumindest Arbeitnehmer: Wenn Sie einen Unfall selbst verschuldet haben, zahlt die Versicherung in der Regel nicht. Die Unfallkosten können Sie grundsätzlich als Fahrtenaufwand geltend machen.

Allerdings  gilt hier nicht die Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswerten vor und nach dem Unfall.  Es ist nur die Summe anzusetzen, die nach dem rechnerischen Buchwert gilt (§ 7 Abs. 1 S. 7 EStG).

Beispiel: Wenn Ihr PKW älter als acht Jahre war, gilt er steuerlich bereits als abgeschrieben. In diesem Falle können Sie also auch bei einem Unfall keine Kosten ansetzen. Ist das Auto allerdings neuer, kann der Kaufpreis je nach Alter des Autos anteilig angesetzt werden.

Steuerspartipps 2013 für Unternehmer

Auch für Unternehmer und Selbstständige gibt es einige Steuerangelegenheiten, die für Sie bares Geld wert sein können.

 1.      Kundengeschenke: Bis 40 € keine Pauschalsteuer

Von Zuwendungen für Mitarbeiter kennen Sie diese Regelungen bereits: Bis zu 40 € sind Ausgaben für ein Geschenk fällt keine Pauschalsteuer an. Diese hatte in der Vergangenheit häufig für Ärger gesorgt. Denn wenn Sie diese als Unternehmer nicht abgeführt haben, lag die Steuerpflicht bei Ihrem Geschäftspartner.

2.      Gewerbesteuerpflicht erst ab Geschäftsaufnahme

Das ist zumindest bei Personengesellschaften der Fall. Auch wenn Sie für die Aufnahme eines Betriebes unter einer Personengesellschaft schon vorher angemeldet haben gilt: Die Gewerbesteuerpflicht beginnt mit dem Start der werbenden Tätigkeit.

Das ist die Auffassung des Bundesfinanzhofs. Vorbereitungen zählen nicht mit hinein. Aber Achtung: Das gilt nicht für die Einkommenssteuer. Diese ist auch schon für die Vorbereitungszeit zu entrichten.

3.      Steuerlicher Nachteil für die Mini-GmbH

Anfang des Jahres wurde beschlossen, dass Veröffentlichungen einer Mini-GmbH nicht mehr erforderlich sind. Dadurch sollte der Abschluss nach HGB eigentlich vereinfacht werden. Doch steuerlich wird’s komplizierter: Denn die Bilanz einer Mini-GmbH muss elektronisch als E-Bilanz eingereicht werden. Das bedeutet mehr Aufwand für Sie.

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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.

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