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Beitragsbemessungsgrenze zur Pflegeversicherung in 2013

Inhaltsverzeichnis

Die Beitragsbemessungsgrenze zur Pflegeversicherung ist identisch mit der Grenze zur gesetzlichen Krankenversicherung und liegt für das Jahr 2013 bei 47.250 € (3.937,50 € pro Monat). Damit stieg die Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung im Vergleich zum Vorjahr um 2,94 %an (2012: 45.900 € jährlich, bzw. 3.825 € im Monat).

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt Aufschluss über den Höchstbeitrag, der vom Einkommen an die jeweilige Sozialversicherung abzuführen ist. Das Einkommen oberhalb dieser Grenze wird nicht mehr berücksichtigt.

In einem Beispiel heißt das konkret: Verdient der Arbeitnehmer Herr Schuster monatlich 7.500 € brutto, so sind 3.562,50 € (7.500 € – 3.937,50 €) von der Beitragspflicht befreit. Dies führt dazu, dass Erwerbstätige mit Einkommen oberhalb dieser Grenze einen geringeren Prozentanteil ihres Verdienstes für die soziale Versicherung abführen müssen, da der Höchstbeitrag bereits erreicht wurde.

Der Beitragssatz liegt bei 2,05%, wobei die zu zahlenden Beiträge halbiert werden – eine Hälfte trägt der Arbeitnehmer, die andere der Arbeitgeber. Dieser Sozialbeitrag wird mit dem Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse vom Gehalt abgezogen.

Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung: So wird sie festgelegt

In Deutschland bestehen 2 wesentliche Beitragsbemessungsgrenzen: Die Beitragsgrenzen für die Rentenversicherung und für die gesetzliche Krankenversicherung. Erstere regelt die Obergrenze für Renten- und Arbeitslosenversicherung, letztere für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Diese Beitragsbemessungsgrenzen werden jährlich von der deutschen Bundesregierung angepasst, wobei die Entwicklung des durchschnittlichen Bruttoeinkommens der vergangenen 2 Kalenderjahre als Anpassungsgrundlage dient. Für gewöhnlich steigt die Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung an, da gemeinhin die Gehälter steigen und ein Inflationsdruck vorliegt.

Nur einmal war die Grenze rückläufig: Im Jahr 2011 führte die Wirtschaftskrise zu einem Rückgang der Gehälter und damit auch zu einer niedrigeren Beitragsgrenze. Diese Werte werden für gewöhnlich im November des Jahres veröffentlicht.

Die 5 Säulen der Sozialversicherung in Deutschland

Die Pflegeversicherung ist einer von 5 Zweigen der Sozialversicherung in Deutschland. Sie wurde im Jahre 1995 eingeführt und ist daher das jüngste Mitglied. Neben der Pflegeversicherung sind die gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherungen Bestandteile dieses sozialen Netzes.

Die Pflegeversicherung hat die Funktion, die Versicherten vor dem Risiko der Pflegebedürftigkeit abzusichern und gegebenenfalls Kosten für Unterstützungsleistungen zu erbringen.

Die Pflegekassen sind hierbei Träger dieser Unterstützungsleistungen. Zwar stellen sie eine eigenverantwortliche Körperschaft des öffentlichen Rechts dar, sind jedoch Teil der gesetzlichen Krankenkassen.

Daher sind alle gesetzlich krankenversicherten Personen automatisch in der Pflegeversicherung versichert, weshalb die Beitragsbemessungsgrenze für die Pflegeversicherung mit jener der gesetzlichen Krankenkassen identisch ist.