Krankenversicherungsbeitrag: Sparen durch einen Tarifwechsel

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Sparen können privat Versicherte – mit einem Wechsel des Tarifs. Wir verraten, was es genau damit auf sich hat. (Foto: Shutter_M / Shutterstock.com)

Privat Krankenversicherte können sich zwar über einige Sonderleistungen freuen, dies zahlen sie jedoch mit einem deutlich höheren Krankenversicherungsbetrag. Sparen können sie dennoch – mit einem Wechsel des Tarifs.

Viele Studierende bleiben direkt bei Beginn der Ausbildung in der elterlichen Krankenversicherung – egal ob gesetzlich oder privat. Doch nach dem Ende des Studiums kommt die Frage wieder auf: Krankenkasse oder doch die private Versicherung?

Private Krankenversicherung nur selten kündbar

Wer sich hier, vielleicht auch durch ein gutes Einstiegsgehalt, für eine private Absicherung entscheidet, kann meistens nicht mehr zurück. Und auch der Wechsel in eine andere private Versicherung lohnt sich in vielen Fällen nicht.

Dennoch können auch langjährig Privatversicherte bei ihrem Krankenversicherungsbeitrag sparen. Denn jeder Versicherte hat das Recht, innerhalb der eigenen Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Im Gegensatz zum Wechsel zu einem anderen Versicherer bleiben bei diesem Schritt sogar alle Altersrücklagen aus dem alten Vertrag erhalten.

Krankenversicherungsbeitrag: Sparen mit Bedingungen

Natürlich gibt es für einen Tarifwechsel einige Bedingungen. So muss ein Versicherter mindestens seit 10 Jahren in seinen alten Tarif einbezahlt haben. Eine Ausnahme hiervon stellen Beamte dar. Diese dürfen ihren Tarif nach dem Eintritt überhaupt nicht mehr wechseln.

Aber auch einige Versicherer machen den Plänen einen Strich durch die Rechnung: Sie bieten jeweils nur einen allgemeingültigen Tarif an. Hierzu gehört unter anderem der Marktführer Debeka.

Dennoch ist die Zahl der möglichen Wechsler sehr groß. Rund 2 Mio. Menschen in Deutschland könnten durch eine Vertragsumwandlung bei ihrem Krankenversicherungsbetrag sparen.

Krankenversicherungsbeitrag: Ersparnis meist sehr groß

Denn auch wenn sich eventuell die Leistungen ein wenig unterscheiden, ist die Ersparnis meist sehr groß. In vielen Fällen kann der Wechsel den Beitrag um die Hälfte senken – bei nahezu gleichbleibenden Leistungen, die oftmals auch alternative Heilmethoden einschließen, die beim alten Vertrag nicht inklusive waren.

Um im Tarifdschungel wirklich einen Überblick zu erhalten, lohnt sich aber der Gang zu einem entsprechenden Berater. Onlineportale wie Widge oder Beitragsoptimierung24 sind zwar teuer, haben jedoch auch eine entsprechende Erfolgsquote.

Persönliche Anfragen beim Versicherer sind hingegen in vielen Fällen deutlich umständlicher und langwieriger und sind daher nur für Versicherte mit großen Durchhaltevermögen wirklich zu empfehlen.

Weiterer Tarifwechsel jederzeit möglich

Ganz klar sollte jedoch sein, dass auch der neue Tarif wieder preislich ansteigen wird und nach mehreren Jahren wieder auf dem vorherigen Niveau ankommen dürfte. Andererseits steht der alte Tarif zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch deutlich höher.

Und natürlich haben Versicherte auch dann wieder die Möglichkeit, am Krankenversicherungsbeitrag durch einen erneuten Tarifwechsel zu sparen.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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