Absolute Return: Jährlich positive Erträge als Ziel

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Als Absolute Return werden Fonds bezeichnet, die jedes Jahr positive Ergebnisse erzielen wollen – unabhängig von der Marktphase. (Foto: create jobs 51 / Shutterstock.com)

Als Anleger ist es in der heutigen Zeit nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren.

Ein Grund dafür ist die Vielzahl der existierenden Anlagemöglichkeiten.

Neben klassischen Investmentfonds gibt es seit einigen Jahren auch sogenannte Absolute Return Fonds. Diese versprechen zwar eine höhere Rendite, sind aber mit Vorsicht zu genießen.

Absolute Return Fonds: Anlagepolitik und Zusammensetzung flexibel

Bei Absolute Return Fonds wird versucht – unabhängig von der Marktphase – ein positives Ergebnis zu erzielen.

Natürlich versucht das im Prinzip jeder Fonds. Jedoch haben Absolute Return-Produkte die Möglichkeit und Erlaubnis, ihre Anlagepolitik zu wechseln sowie einen anderen Benchmark.

In den Fonds sind Absicherungsinstrumente, Derivate sowie unterschiedliche Anlageklassen und Gewichtungen enthalten, deren Zusammensetzung jederzeit geändert werden kann, wenn es die Marktphase erfordert.

Aufgrund mangelnder Transparenz investiert der Anleger dabei in der Regel allerdings in eine Blackbox.

Absolute Return Fonds: Als Benchmark dient nur die Rendite

Während bei „normalen“ Investmentfonds oftmals Branchenindizes als Vergleichsentwicklung zugrunde gelegt werden, wird der Erfolg des Absolute Return Fonds daran gemessen, welche absolute Rendite er im Gegensatz zu anderen Fonds erzielt hat.

Da die Anlagestrategie flexibel gehalten werden kann, ist ein Index als Benchmark nicht das richtige Instrument. Von daher lässt sich ausschließlich die vom Investor unterstellte Zielrendite als Maßstab nehmen.

Ein Beispiel: Ein klassischer Aktienfonds konzentriert sich auf deutsche Werte. Hier wird der DAX als Benchmark gewählt.

Mehr zum Thema: Aktienfonds – Geldanlage mit Risikostreuung

Fällt der DAX nun in einem Jahr um 20% und der Fonds lediglich um 10%, so kann man von einem erfolgreichen Jahr für den Fonds sprechen. Denn er hat im Vergleich zu seinem Maßstab nur die Hälfte an Wert verloren.

Bei Absolute Return Fonds funktioniert dieser Ansatz nicht. In manchen Fondsprospekten wird in so einem Fall eine zu erwartende Rendite von vielleicht 2% oder 3% angegeben.

Aber Anlegern sollte hier zur Vorsicht geraten werden. Diese Renditen sind keinesfalls garantiert.

Ebenso kann – aufgrund der flexiblen Anlagestrategie – in starken Marktphasen die Entwicklung deutlich hinter der des Aktienmarktes zurückbleiben, falls das Management eine andere Strategie verfolgt hat.

Mehr zum Thema: Aus Renditesicht eine Fehlinvestition 2012

Absolute Return-Konzept: Hohe Kosten und wenig Transparenz

Die Fondsgebühren bei den Fondsmodellen, die nach dem Absolute Return-Konzept arbeiten, sind relativ hoch.

Für den Anleger sind sie aufgrund ihrer flexiblen Anlagepolitik auch relativ intransparent. Es können zwar Handlungsschritte nachvollzogen werden, dies aber nur insofern, als dass gewisse Vorgehensweisen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen preisgegeben werden müssen.

Zudem verwirrt der Begriff des Absolute Return Anleger unnötig. Fazit: Konservative Anleger sollten sich eher auf klassische Investments wie Geldmarktfonds oder Festgeldkonten konzentrieren.

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Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.

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