Den Entnahmeplan für Kapitalvermögen nutzen

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Ein Entnahmeplan als Anlage für Ihr Kapitalvermögen kann sich lohnen. Hier lesen Sie, wann er sich eignet und was mit Ihrem Geld passiert. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Dank einer Abfindung, dem Verkauf einer Immobilie oder der Auszahlung einer Lebensversicherung kann es passieren, dass Ihnen eine große Geldsumme zur Verfügung steht. Doch dann stellt sich die Frage: Wohin mit dem Geld? In einem Entnahmeplan könnte das Kapitalvermögen gut aufgehoben sein.

Wenn Sie darüber nachdenken, diese Geldsumme in einen Entnahmeplan zu investieren, könnten einige Fragen aufkommen. Hier finden Sie wichtige Antworten auf drei mögliche Fragen.

Eignet sich ein Entnahmeplan als Anlage für mein Kapitalvermögen?

Diese Frage sollten Sie sich stellen, noch bevor Sie weitere Anstrengungen tätigen. Denn nicht für jeden ist ein Entnahmeplan geeignet.

Die Anlage des Kapitalvermögens in einen Entnahmeplan ist dann sinnvoll, wenn Sie eine große Geldsumme zur Verfügung haben, die Sie nicht für größere Investitionen benötigen und regelmäßige Auszahlungen aus dieser Summe erhalten wollen.

Außerdem sollten Sie bereits über eine solide Grundsicherung verfügen. Wenn Ihre sonstige Rente also bereits die Fixkosten deckt, können Sie das finanzielle Risiko eines Entnahmeplans in Kauf nehmen. Dann ist dieser auch für Sie geeignet.

Wenn Sie allerdings keine Kursrisiken eingehen möchten und Ihnen die lebenslange Zahlung wichtiger ist, eignet sich ein Entnahmeplan weniger.

Dann sollten Sie alternativ auf einen festverzinsten Bankauszahlplan setzen. Hier sind die Zinsen festgelegt und die Auszahlbeträge ebenfalls. Allerdings lässt der Bankauszahlplan auf der anderen Seite weniger Raum für flexibles Handeln.

Welche Rolle spielt der Zinssatz?

Eine wichtige Komponente bei der Auswahl der Anlageform für Ihr Kapitalvermögen ist der Zinssatz. Bei Entnahmeplänen gibt es mit dem Bankauszahlplan eine festverzinsliche Variante.

Der Fondsentnahmeplan verfügt über einen flexiblen Zinssatz, der nicht über eine Laufzeit festgeschrieben ist.

Bankauszahlungspläne, sind im Vergleich zu Fondsentnahmeplänen unflexibel und renditeärmer. Dafür haben Sie allerdings eine höhere Planungssicherheit.

Bei einem Bankauszahlplan zahlen Sie die Geldsumme an die Bank und erhalten festverzinste Auszahlungen über eine vereinbarte Laufzeit von 10 bis 25 Jahren.

Wichtig: Es ist eine individuelle Entscheidung zwischen mehr Sicherheit oder mehr Rendite abzuwägen. Worauf Sie setzen, sollte auch immer von Ihrer Gesamtsituation – sprich der sonstigen Absicherung – abhängen.

Wie ist mein Kapitalvermögen im Entnahmeplan angelegt?

Wenn Sie sich für die Investition in einen Entnahmeplan entscheiden, wird Ihr Kapitalvermögen in Aktien-, Renten, Geldmarkt oder Immobilienfonds eingezahlt.

Diese können wesentlich flexibler sein als beispielsweise eine Versicherung oder eine Immobilienanlage.

Außerdem bietet die Investition in einen Fonds auch höhere Renditechancen als gewöhnliche Sparpläne mit festen Zinsen.

Trotzdem gehen Sie mit der Investition in einen Fonds weniger Risiko ein als bei der Direktanlage am Aktienmarkt.

Tipp: Egal, wie Sie sich entscheiden – achten Sie auf eine gesunde Mischung!

Aktienfonds bringen das größte Risiko mit sich. Dafür sind hier aber auch die Rendite-Chancen hoch. Allerdings ist hier auch das Verlustrisiko am höchsten. Sicherer fahren Sie mit der Anlage in Renten- oder offenen Immobilienfonds.

Eine kleine Hilfestellung bietet vielleicht dieser weitere Artikel: Fonds mit Entnahmeplan – Vorzüge und Nachteile

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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.

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