ETFs: Gut, günstig und zuletzt beliebt wie nie

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Mit Indexfonds (ETFs) können Sie sich die Kosten für den Fondsmanager sparen. Erfahren Sie in diesem Beitrag wie das geht. (Foto: zhaoliang70 / Shutterstock.com)

Sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds), die einen Index 1:1 nachbilden, erfreuen sich seit Jahren immer größer werdender Beliebtheit. Im Februar dieses Jahres verzeichnete die ETF-Branche sogar Rekordzuflüsse. Nie zuvor war in einem Monat mehr Geld in die Branche geflossen. Insgesamt lagen die Mittelzuflüsse bei diesen Indexfonds weltweit bei satten 131,7 Mrd. US-Dollar.

Das berichtete jüngst der Branchenprimus BlackRock in seinem globalen Marktreport. Der bisherige Rekord an monatlichen Zuflüssen lag bei 126,5 Mrd. US-Dollar. Besonders groß ist der jüngste Zuwachs im Vergleich zum Vormonat ausgefallen, als „nur“ 85,5 Mrd. US-Dollar in ETFs flossen.

Treiber des starken Neugeschäfts im Februar waren erneut Aktien-ETFs. Dort summierten sich die Mittelzuflüsse auf 108,1 Mrd. US-Dollar. Anleihe-ETFs hingegen verbuchten nur ein Plus von 19,4 Mrd. US-Dollar. Im Rohstoff-Sektor lag der Zuwachs bei 2,5 Mrd. US-Dollar. Im Rohstoff-Bereich war besonders Gold gefragt.

Die Große Frage: Aktiver Fonds oder ETF?

Nun wollen wir uns der wichtigen Frage widmen, wann Sie in aktive Fonds investieren sollten und wann in ETFs. Sie sollten sich vor allem dann für einen passiven Fonds entscheiden, wenn Sie der Meinung sind, dass Fondsmanager aktiv gemanagter Fonds nicht in der Lage sind, den entsprechenden Markt dauerhaft zu schlagen.

Gibt es jedoch einen Fondsmanager, der in der Lage ist, den Vergleichsindex dauerhaft und deutlich zu schlagen, sollten Sie sich für den von ihm gemanagten Fonds entscheiden, weil dann trotz der anfallenden Managementgebühren am Ende ein größerer Gewinn für Sie steht.

Es gibt auch Fondsmanager, die den Markt schlagen

Folgendes noch zum Thema ETFs versus aktiv gemanagte Fonds: Fakt ist, dass viele aktiv geführte bzw. gemanagte Aktienfonds es nicht schaffen, ihren Vergleichsindex (Benchmark) zu schlagen. Daher werde ich immer wieder gefragt, warum ich auch aktive Fonds empfehle, wenn diese doch a) teurer sind als passive Fonds (ETFs) und b) auch noch schlechter abschneiden als ihre passiven Konkurrenten.

Die Antwort ist ganz einfach: Dass die meisten aktiven Fonds teurer sind als ihre passiven Konkurrenten und zudem unterm Strich auch noch schlechter abschneiden, bedeutet nicht, dass alle aktiven Fonds schlechter sind als passive Fonds (ETFs).

Außerdem zeigen verschiedene Untersuchungen, dass aktiv gemanagte Fonds gerade in schwierigen Börsenzeiten oftmals besser abschneiden als ETFs. Es gibt zwar über längere Zeiträume nicht viele aktiv gemanagte Fonds, die ihre Vergleichsindizes schlagen. Das heißt aber nicht, dass es keine gibt.

Da es einige wenige hervorragende aktive Fonds gibt, die vor allem in schwierigen Zeiten regelmäßig Stärke zeigen, lohnt es sich auch, auf solche Fonds zu setzen. Man muss nur in der Lage sein, die guten von den weniger guten aktiven Fonds zu unterscheiden. Ich setze daher in meinen Börsendiensten neben ETFs auch auf einige hervorragend gemanagte aktive Fonds.

Im Zweifel sollten Sie auf einen ETF setzen

Wenn Sie nicht Investment-Profi sind und somit nicht die vergleichsweise geringe Anzahl an sehr gut gemanagten aktiven Fonds identifizieren können, rate ich im Zweifel dazu, den gewünschten Markt mit einem ETF abzudecken.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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