Sparen Sie sich mit dem “geschenkten” Soli reich

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Ab sofort fällt für die meisten Bundesbürger der Solidaritätszuschlag weg. Mit einem Sparplan können Sie das "geschenkte" Geld vermehren. (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Vor wenigen Wochen konnten wir den 30. Jahrestag der deutschen Einheit feiern. Ab Januar fällt der Solidaritätszuschlag, der vor drei Jahrzehnten eingeführt wurde, um die neuen Bundesländer nach der Wiedervereinigung zu unterstützen, weg. Zumindest für den überwiegenden Teil der Bevölkerung.

Wenn Sie den monatlich eingesparten Soli in einen Fondssparplan einzahlen, kann daraus ein schönes Sümmchen werden. Und das mit “geschenktem” Geld.

Für 90% der Bundesbürger fällt der Soli weg

Ab dem neuen Jahr 2021 müssen die meisten Bundesbürger keinen Solidaritätszuschlag mehr zahlen. Für rund 90% der Bevölkerung fällt der Soli weg. Nur Top-Verdiener sind weiterhin betroffen. Denen dürfte er allerdings nicht wehtun. Für alle anderen bleibt bei der monatlichen Gehaltsabrechnung etwas mehr übrig.

Komplett vom Solidaritätszuschlag befreit sind Alleinstehende, die weniger als 73.000 Euro verdienen, sowie Verheiratete mit einem Einkommen von weniger als 151.000 Euro. Der volle Satz wird nur noch bei denen fällig, die mehr als 109.000 Euro (Alleinstehende) respektive mehr als 221.000 Euro (Paare) verdienen.

Bis zu 900 Euro Ersparnis sind pro Jahr drin

Bei Kapitalerträgen bleibt übrigens alles beim Alten. Hier wird der Solidaritätszuschlag weiter abgezogen. Bei der monatlichen Gehaltsabrechnung bleibt für die Meisten dagegen unter dem Strich mehr übrig.

Ein Hauptverdiener in Steuerklasse 3 mit einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro spart fast 400 Euro pro Jahr. Ein Alleinstehender mit dem gleichen Gehalt kommt schon auf eine Ersparnis von über 650 Euro. Maximal kann die Soli-Ersparnis bis zu rund 900 Euro pro Jahr betragen. Das sind immerhin 75 Euro pro Monat.

Möchten Sie wissen, wieviel es bei Ihnen ist? Im Internet gibt es Soli-Rechner, mit denen Sie Ihre Ersparnis berechnen können.

Mehr als die Hälfte der Bürger will die Soli-Ersparnis zurücklegen

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat eine Umfrage durchgeführt. Demnach will mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die mit einer Entlastung rechnen, die Soli-Ersparnis zurücklegen. 24% der Befragten wollen das zusätzliche Geld zum Anlass nehmen, um mit dem Sparen zu beginnen. Weitere 34% wollen mit der Ersparnis bestehende Sparverträge aufstocken.

42% der Befragten wollen das zusätzliche Einkommen dagegen nicht zum Sparen verwenden, sondern das gesparte Geld stattdessen in den Konsum stecken.

Investieren Sie das “geschenkte” Geld in einen Sparplan

Wenn Sie bisher noch keinen Fonds- oder ETF-Sparplan haben, bietet sich eine gute Gelegenheit, den gesparten Soli zu verwenden, um damit zu beginnen. Selbst bei kleineren monatlichen Sparbeträgen kann im Laufe der Zeit eine stattliche Summe zusammenkommen.

Der DAX hat seit seinem Start 1988 im Schnitt um rund 8% pro Jahr zugelegt. Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 8% pro Jahr werden aus nur 50 Euro monatlich innerhalb von 30 Jahren rund 71.000 Euro. Bei einer monatlichen Sparrate von 75 Euro kommen im gleichen Zeitraum sogar gut 106.000 Euro zusammen.

Und das nur mit dem “geschenkten” Soli. Ich kann Ihnen also nur empfehlen, das gesparte Geld in einen Sparplan zu investieren. Auf längere Sicht wird es sich für Sie auf jeden Fall bezahlt machen.

Eine passende Anlage-/Investitionsstrategie ist für Unternehmen Pflicht. (pixabay.com @ mohamed_hassan (CC0 Creative )

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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