Finanzinstrumente: Geschlossene Fonds als Renditechance

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Anleger an den Märkten haben die große Auswahl aus verschiedenen Finanzinstrumenten. Geschlossene Fonds werden dabei immer beliebter. Diese werde, anders […] (Foto: create jobs 51 / Shutterstock.com)

Anleger an den Märkten haben die große Auswahl aus verschiedenen Finanzinstrumenten. Geschlossene Fonds werden dabei immer beliebter.

Diese werde, anders als offene Investmentfonds, nur innerhalb eines bestimmten Platzierungszeitraums zur Investition freigegeben.

Geschlossene Fonds: Finanzinstrumente zur Finanzierung

Geschlossene Investmentfonds dienen dabei zur Finanzierung von Großprojekten, beispielsweise für Schiffe, Flugzeuge und Immobilien. Diese können erst durch das Geld der Anleger realisiert werden und sollen in der Folge möglichst schnell Erträge bringen.

Mehr zum Thema: Der Unterschied von offenen und geschlossenen Fonds

Jeder Anleger wird bei den Finanzinstrumenten der geschlossenen Fonds zu einem Unternehmer, der von allen Chancen profitieren kann. Gleichzeitig haftet er mit seinem Geld auch für mögliche Verluste.

Meist müssen bei Beginn des Investments rund 5.000 € bis 10.000 € angelegt werden. Sind genug Anleger gefunden worden, wird der Fonds geschlossen.

Weitere Anleger müssen draußen bleiben – und dies meist für einen längeren Zeitraum.

Laufzeit über mehrere Jahrzehnte

Geschlossene Fonds zeichnen sich im Normalfall durch eine sehr lange Laufzeit aus, die mehrere Jahrzehnte umschließen kann. Klar: Die Objekte müssen schließlich zunächst gebaut oder eingerichtet werden, um Renditen bringen zu können.

Und diese fallen vergleichsweise hoch aus. Im Schnitt bringen die Finanzinstrumente „geschlossene Fonds“ aktuell 8% Rendite, in Einzelfällen werden sogar Prozentzahlen im zweistelligen Bereich erzielt.

Börsenexperten wissen jedoch schon: Die Chance auf hohe Renditen entsteht nur bei entsprechend hohem Risiko.

Finanzinstrumente: Das Risiko bei geschlossenen Fonds

Scheitert die Operation, für die das Geld investiert wurde, haftet der Mitunternehmer mit der kompletten Höhe der Investition.

In der Vergangenheit waren selbst solide wirkende Fonds am Ende für Totalverluste verantwortlich.

Mehr zum Thema: Die richtigen Fonds für Ihre Anlagezwecke

Hinzu kommt, dass Inhaber von geschlossenen Fonds nur aus dem Geschäft aussteigen können, wenn sie einen Käufer für das Wertpapier gefunden haben. Vor allem bei drohenden Schwierigkeiten führt dies zu teils drastischen Einbußen beim Verkaufspreis.

In Einzelfällen benötigen Anleger sogar nicht nur einen geeigneten Käufer, sondern auch die Zustimmung des ausgebenden Unternehmens. Ein einfacher Sprung von einem sinkenden Schiff ist also nicht möglich.

Die Zwickmühle der Nachschusspflicht

Dabei kommt auch eine faktische Nachschusspflicht zum Tragen. Fehlt dem Fonds der wirtschaftliche Erfolg, wird der Anleger vor eine schwere Wahl gestellt.

Meistens läuft dies darauf hinaus, dass er Kapital nachschieben muss, auch wenn er zu diesem Schritt laut eines neuen Urteils des Bundesgerichtshofes nicht verpflichtet ist. Im anderen Fall droht jedoch die Insolvenz des Fonds – und damit der Totalverlust des eingezahlten Geldes.

Wichtig ist also, dass ein Investor die Chancen und Risiken des Projektes genau untersucht, Bilanzen des Unternehmens studiert und sich über seine eigene Anlagestrategie im Klaren ist.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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