John Paulson: Aufstieg und Probleme eines Hedgefonds-Stars

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Das Beispiel des Hedgefonds-Stars John Paulson zeigt, wie gegen den Trend zu handeln Traumrendite aber auch große Verluste bringen kann. (Foto: create jobs 51 / Shutterstock.com)

Der Hedgefondsmanager John Paulson ist einer der ganz Großen seiner Branche.

Dies zeigt allein schon ein Blick auf seinen Verdienst in den vergangenen Jahren.

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John Paulson der Spitzenreiter

Laut dem Wall Street Journal hatte Paulson in 2010 einen persönlichen Verdienst von sage und schreibe 5 Milliarden US-$. Mit dieser Summe ist John Paulson absoluter Spitzenreiter.

Und das, obwohl er nur 4 Jahre vorher trotz einer zielstrebigen und erfolgreichen Laufbahn noch ein eher unbeschriebenes Blatt in der Finanzwelt war.

Wobei sich Paulson 2010 bereits an solche Summen gewöhnt haben dürfte. Schließlich ist er dadurch berühmt geworden, dass er durch die Finanzkrise große Gewinne verbuchen konnte.

Stolze 3,7 Milliarden US-$ verdiente John Paulson 2007 und damit mehr als jeder andere Hedgefondsmanager im Jahr der Krise. Auch hier war er also bereits der Spitzenverdiener.

Dass er durch die Krise so viel gewonnen hat, hat Paulson nicht nur Sympathisanten beschert, sicherlich aber auch einige Bewunderer. Doch wie hat er eigentlich solch einen hohen Gewinn erzielt?

Ein langer Atem zahlt sich aus

Er begann schon 2 Jahre zuvor, gegen den Strom zu schwimmen. Bereits 2005 sah Paulson den Zusammensturz des Immobilienmarktes in den USA kommen. Ab diesem Zeitpunkt hat er kontinuierlich gegen den Markt gesetzt.

Gemäß seines Mottos „Watch the downside, the upside will take care of itself” (frei übersetzt etwa: Behalte das Abwärtspotenzial im Blick, das Aufwärtspotenzial kümmert sich um sich selbst) schlug er aus dem Niedergang der Immobilienbranche Kapital.

Im Gegensatz zu anderen, die darauf bauten, dass die Trendkurve der Ramschkredite weiter steil nach oben steigen würde, ging Paulson davon aus, dass sie nach unten absinken würde. Damit sollte er recht behalten.

Paulson profitierte kräftig von dem Preisverfall der Subprime-Hypotheken, da er zuvor auf Leerverkäufe eben dieser Subprime-Hypotheken gesetzt hatte.

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Was vielen Immobilienbesitzern, die noch ihre Kredite abstottern mussten, das Genick brach, machte Paulson reich. Dabei war er zwar nicht der Einzige, aber mit Abstand der Erfolgreichste.

Die Zukunft sieht weniger rosig aus

Seit diesem Aufstieg scheint sich das Blatt für John Paulson jedoch gewendet zu haben. Zwar konnte er auch nach 2007 zunächst noch satte Gewinne für sich und seine Kunden verbuchen. Sein gutes Gespür scheint ihn aber immer mehr im Stich zu lassen.

So war er einerseits zu optimistisch, was die Erholung der US-Konjunktur anbelangt. Dies kostete ihn und seinen Kunden Milliarden.

Mittlerweile managt er „nur“ noch rund 20 Milliarden US-$, zuvor waren es doppelt so viel. Kein Wunder also, dass sich einige Großinvestoren bereits von ihm abwenden.

Auch konnte er mit seiner Einschätzung der Eurokrise und entsprechenden Spekulationen gegen Deutschland bislang keinen großen Coup landen.

Allerdings ist er nicht der Einzige, der die finanzielle Situation Spaniens pessimistisch bewertet. Und noch ist der Ausgang der Eurokrise unbekannt.

Ein Comeback ist für den Star unter den Hedgefondsmanagern also durchaus möglich. Lassen wir uns überraschen, ob er sich und seinen einmaligen Erfolg von 2007 übertreffen können wird.

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

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Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.

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