Mit Zielsparfonds sorgen Sie bequem und renditestark fürs Alter vor

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Wenn Ihnen Kapitallebensversicherungen zu renditeschwach und Riester- bzw. Rürup-Rente zu unflexibel sind, bietet Ihnen eine relativ neue Fondskategorie eine interessante Alternative für die Altersvorsorge: die Zielsparfonds. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Ein Sparplan auf einen Zielsparfonds ähnelt von seinem Ein- und Auszahlungsprofil den in Deutschland (leider) immer noch beliebten Kapitallebensversicherungen.

Auch bei der Kapitallebensversicherung zahlen Sie regelmäßig Beträge ein und erhalten zu einem festgelegten Zeitpunkt (oftmals mit 60 oder 65 Jahren) das angesparte Kapital ausgezahlt.

Doch es existieren einige grundlegende Unterschiede, die ganz klar für den Zielsparfonds sprechen.

Garantierte Mindestverzinsung und Todesfallschutz kosten bei Versicherungsprodukten eine Menge Rendite

Mit einem Zielsparfonds können Sie mit einem Renditevorteil von 2 bis 3% rechnen. Wohlgemerkt – pro Jahr. Bei langen Laufzeiten über Jahrzehnte summiert sich dieser Vorteil gewaltig auf.

Bei einer Rendite von beispielsweise 3% haben Sie Ihr Kapital in 24 Jahren verdoppelt. Bei einer Rendite von 6% schaffen Sie die Kapitalverdoppelung schon in der Hälfte der Zeit.

Die Gründe für den Renditevorsprung von Zielsparfonds liegen auf der Hand. Zum einen sind die Gebühren bei Versicherungen wesentlich höher.

Teure Abschlussgebühren fallen bei Zielsparfonds nicht an und den Ausgabeaufschlag können Sie mit den bekannten Methoden (Kauf über Fondsdiscounter oder Direktbanken, Fondsbörsen sind hingegen für Fondssparpläne nicht geeignet) reduzieren bzw. vermeiden.

Zum anderen erweist sich das „Werbeargument“ Mindestverzinsung bei genauerem Hinsehen als Pferdefuß. Denn das Garantieversprechen wirkt sich renditemindernd aus. Die Absicherung will schließlich bezahlt werden.

Außerdem erhalten Sie die ohnehin relativ magere Mindestverzinsung nicht auf Ihr eingezahltes Kapital, sondern nur auf den Teil, der nach Abzug aller Kosten tatsächlich angelegt wird.

Mit Zielsparfonds agieren Sie deutlich flexibler

Neben den besseren Renditeaussichten bieten Ihnen Zielsparfonds eine wesentlich höhere Flexibilität. Sie können jederzeit eine Sparpause einlegen oder Ihre Fondsanteile komplett verkaufen, ohne dabei auf einen Teil Ihrer Einzahlungen verzichten zu müssen.

Checkliste: So wählen Sie den richtigen Zielsparfonds aus

  • Machen Sie sich klar, dass Zielsparfonds zwar eine gute Rendite abwerfen, aber an die Spitzen-Renditen von Top-Investmentfonds nicht herankommen. Dafür nehmen sie Ihnen die zeitaufwendige Marktbeobachtung und Umschichtung in risikoärmere Anlagen zum Laufzeitende ab.
  • Wählen Sie im Zweifelsfall lieber einen Zielsparfonds mit einer längeren Laufzeit. Falls Sie das Geld vorher brauchen, können Sie Ihre Fondsanteile jederzeit verkaufen, ohne dass dafür Gebühren anfallen. Umgekehrt kostet Sie die Wiederanlage Gebühren, wenn ein Fonds sein Laufzeitende erreicht hat und Sie das Geld weiter investieren möchten.
  • Es lohnt sich, die Entwicklung der Zielsparfonds der verschiedenen Anbieter im Auge zu behalten. Falls sich in einigen Jahren aufgrund der dann vorliegenden aussagekräftigeren Performancedaten ein neuer Favorit herauskristallisiert, scheuen Sie sich nicht, den Fonds zu wechseln.
  • Vermeiden Sie die Ausgabeaufschläge der Fonds durch die Einschaltung eines freien Fondsvermittlers oder den Kauf über die Börse.
  • Einige Zielsparfonds werden als Garantiefonds angeboten. Aufgrund der sehr langen Laufzeit brauchen Sie diese Absicherungskomponente jedoch nicht. Auf lange Sicht kostet die Garantie Sie nämlich einiges an Rendite.
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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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