Häuslebauer sollten Konditionen von Baudarlehen vergleichen

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Die Konditionen für ein Baudarlehen sind von Bank zu Bank verschieden. Häuslebauer müssen vergleichen, um den besten Kredit zu kriegen. (Foto: Comofoto / Adobe Stock)

Eine Bank wirbt mit niedrigen Zinsen, eine andere mit kostenlosen Möglichkeiten zur Soforttilgung und eine weitere mit niedrigen Bearbeitungsgebühren. Wofür soll man sich da entscheiden?

Menschen, die den großen Traum vom eigenen Haus träumen, werden spätestens wenn es um die Finanzierung geht, unschön aus ihren Träumen gerissen und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Schließlich ist es schwierig, im Banken- und Kreditdschungel durchzublicken und den für sich besten Kredit zu finden. Denn es gibt viel zu beachten und einige Kostenfallen, in die zukünftige Häuslebauer tappen können.

Damit das baldigen Eigenheimbesitzern nicht passiert, hilft es, sich umfassend zu informieren und ganz wichtig: zu vergleichen!

Denn wer vergleicht und sich mehrere Angebote einholt, verschafft sich einen Überblick und kann das für ihn am besten passende Angebot wählen.

Wie stark können die Konditionen von Baudarlehen schwanken?

Die Konditionen von Baudarlehen hängen von vielen Faktoren ab. Ein ganz wichtiger Faktor ist, wie viel Eigenkapital der Bauherr mit in die Finanzierung einbringen kann. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto weniger Zinsen werden fällig, desto günstiger ist ein Kredit und desto kürzer ist meistens die Laufzeit.

Bringt ein Eigentümer beispielsweise 50% des Eigenkapitals mit, so ist es möglich, ein 15-jähriges Baudarlehen schon für rund 2,8% zu erhalten. Für Anleger gilt nur eines: Vergleichen, vergleichen, vergleichen!

Die Zinsspanne kann bei einer Kreditlaufzeit von 15 Jahren um 0,8 Prozentpunkte schwanken. Dies können bei sechsstelligen Summen fünfstellige Beträge sein, die Kreditnehmer zu viel bezahlen.

Finanzierung des Bauvorhabens auch ohne Eigenkapital möglich

Es gibt mittlerweile auch Vollfinanzierungen für Eigenheimvorhaben, die ohne Eigenkapital funktionieren. Hierbei bekommen Bauherren ein Darlehen von bis zu 110%, mit dem sie nicht nur ihr Haus komplett bauen, sondern sogar noch die Einbauküche dazu kaufen oder die ersten Nebenkosten bezahlen können.

Für diese Vollfinanzierung müssen Bauherren aber einen festen und gut bezahlten Job nachweisen und mit hohen Zinsen und langen Laufzeiten rechnen. Im Gegenzug müssen dafür keine Notgroschen aufgebraucht werden und günstige Immobilienpreise können ohne lange Vorlaufzeit genutzt werden.

Was ist für potenzielle Eigenheimbauer wichtig zu wissen?

Welche Art von Baudarlehen sich zu welchen Konditionen am besten für Kreditnehmer eignet, muss jeder für sich selbst herausfinden. Ob eine Vollfinanzierung oder nur eine anteilige Finanzierung besser ist, hängt von Kapital, Job- und Lebenssituation ab.

Eigenkapital, Laufzeit und Zinsen sind die entscheidenden Aspekte, die potenzielle Hausbauer bei der Aufnahme eines Kredits genau unter die Lupe nehmen sollten.

Es ist ratsam, sich durch den Dschungel der Angebote nicht alleine durchzukämpfen, sondern mit verschiedenen Banken und Beratern zu sprechen, um die beste Finanzierung zu finden. Schließlich soll der Traum vom Haus nicht zum Albtraum werden.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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