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Studie der Woche: Konjunkturprognose 2013 herabgesetzt – Bau wirkt positiv

Inhaltsverzeichnis

Deutschland kommt 2013 nur wenig über eine Stagnation hinaus. Das sagt die Kreditbank für Wiederaufbau in ihrer aktualisierten Konjunkturprognose für 2013.

Die Prognose wird von 0,9% Wachstum auf nur noch 0,3% Wachstum gesenkt.

Der Wohnungsbau und die allgemeine Baukonjunktur wirken sich stabilitätsfördernd auf die Konjunktur in Deutschland aus. Das hebt die KfW in ihrem aktuellen Bericht ausdrücklich hervor.

Die kritischen Faktoren:

  • unerwartete Stagnation zu Jahresbeginn (0,1%)
  • ungünstige Witterungsbedingungen zum Jahresauftakt
  • größerer Einbruch im Schlussquartal 2012 (-0,7%) als erwartet
  • anhaltende Rezession belastet in weiten Teilen der Eurozone die Exporte
  • Staat und Wirtschaft zögern bei Investitionen

Die positiven Faktoren:

  • Nachholeffekte im 2. Quartal, insbesondere im Bau; KfW rechnet mit einem Plus von 0,5%
  • Der Konsum erhält Impulse vom stabilen Arbeitsmarkt
  • Reallohnsteigerungen stützen ebenfalls die Konjunktur
  • Wohnungsbau profitiert von sehr günstigen Finanzierungsbedingungen

Die KfW schreibt:

„Wir revidieren deshalb unsere Realwachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich von 0,9% auf 0,3% (nicht kalenderbereinigt 0,2%) nach unten.

Im kommenden Jahr dürfte sich das Realwachstum auf 1,7% erhöhen, sofern auch Europa Fortschritte macht und die Konjunktur im Rest der Welt ihre derzeitige Dynamik behält.“

Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts blieb zum Ende des Jahres 2012 hinter den Erwartungen zurück. Schuld daran ist zu einem erheblichen Teil die extrem kalte Witterung bis Ende März, die die Bauaktivita?t deutlich schrumpfen ließ (-2,1%).

Zudem hielt die Investitionszuru?ckhaltung der Unternehmen und des Staates an; es wurde bereits zum sechsten Mal in Folge weniger in Ausrüstungen investiert als im Quartal zuvor (-0,6%).

Das zweite Quartal wird nach der Froststarre bis Ende März von Nachholeffekten im Bau profitieren; darauf weist auch das ausgezeichnete Gescha?ftsklima im Baugewerbe hin.

Weiterhin Auswirkungen der Krise in Europa

Die stabile Binnenkonjunktur verhindert zwar, dass die Rezession in der Eurozone auch auf Deutschland u?bergreift. Ein kra?ftiger Aufschwung entsteht allein daraus aber noch nicht.

Hierfu?r mu?ssen sich auch die Exporte wieder beleben und u?ber eine steigende Kapazita?tsauslastung den Investitionen der Unternehmen Impulse geben.

Die Kraft des Aufschwungs ha?ngt vor allem an Europa, dem nach wie vor wichtigsten Markt fu?r die deutschen Unternehmen. Die Eurozone ist noch lange nicht u?ber dem Berg.

Die Sorge um die europa?ischen Arbeitspla?tze und die Einkommen der privaten Haushalte bleibt berechtigt, die Nachfrage ist seit la?ngerem entsprechend schwach.

Ein schwaches Wachstum hat auf alle Branchen gleichermaßen Einfluss. Auch die Immobilienwirtschaft kann sich von dieser Entwicklung nicht vollständig abkoppeln.

Noch trägt die starke Nachfrage nach Immobilien zu einem Wachstum in der Branche bei. Es stellt sich angesichts der Konjunkturdaten die Frage, ob der Immobilienmarkt robust genug ist, weiterhin von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung unbeeindruckt zu bleiben.