Diese Aktie steht für Betongold

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Immobilien sind ein Dauerbrenner. Die Preise klettern immer weiter. Wir haben einen Schweizer Wert entdeckt, der durchaus interessant ist. (Foto: Alexander Raths / Shutterstock.com)

Die Immobilienmärkte boomen – auch trotz Corona. Oder gerade deswegen? Nach einem ersten Schock für Gewerbe-Immobilien geht der Trend weiter und weiter. Grund genug, sich auch Aktien aus dem Sektor näher anzusehen. Wir haben für Sie einen spannenden Immobilienwert unter die Lupe genommen und erklären ganz logisch, ob es gute Gründe für Allreal Holding gibt. Vorab aber ein paar Worte zum Unternehmen selbst. Allreal verfügt über ein ertragsstabiles Immobilienportfolio im Wert von rund 4,58 Mrd SFr. Dazu ist Allreal als Generalunternehmer in der Projektentwicklung und Realisation tätig. Im Geschäftsjahr 2020 betrug das abgewickelte Projektvolumen 363,4 Mio SFr.

Ein gesunder Immobilienmarkt schiebt den Kurs an

Allreal steigerte im 1. Halbjahr den Umsatz um 25% auf 311 Mio SFr. Hauptgrund war die gute Performance der Generalunternehmung. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 111,3 Mio SFr. In der Sparte Mieterlöse stieg der Umsatz um 1,7% auf 102 Mio SFr. Die Mietzinserlasse verringerten sich, und die Leerstandsquote betrug lediglich 1,5%. Mehrere Großkunden wurden angesprochen, um frühzeitige Mietverlängerungen zu sichern. Der Portfoliowert betrug zum Bilanzstichtag 4,58 Mrd SFr. Die Sparte Generalunternehmung konnte hauptsächlich wegen des hohen Preisniveaus und der Veräußerung von zwei Grundstücken gesteigert werden.

Für 2021 erwartet der Vorstand aufgrund der guten Erholung ein operatives Ergebnis (EBIT) von rund 130 Mio SFr. Auch eine Dividendenerhöhung wurde in Aussicht gestellt. Strategisch wurden einzelne Teile der Immosynergies Holding erworben, um den Anteil am Portfolio in der Westschweiz zu vergrößern. Durch die Übernahme konnten Liegenschaften im Wert von 500 Mio SFr und Entwicklungsprojekte im Wert von 210 Mio SFr gesichert werden. Finanziell ist der Konzern mit einer Eigenkapitalquote von 48,1% und mit liquiden Mitteln von 525 Mio SFr für weitere Akquisitionen gut vorbereitet. Zudem profitiert der Konzern von den hohen Preiszuwächsen im Immobilienmarkt.

Diese Dividende überzeugt uns

Der Erfolg aus Neubewertungen erreichte im 1. Halbjahr 42 Mio SFr und könnte künftig noch weiter steigen. Das Eigenkapital je Aktie lag mit 170,70 SFr nah am Aktienkurs. Mit diesem „Polster“ im Rücken, könnten auch Sie über die Aktie nachdenken. Zwar wachsen die Mieteinnahmen nicht so wirklich, doch stimmen sonst die Rahmenbedingungen. Eine Dividende in Höhe von rund 3,5% gibt es gemessen am aktuellen Kurs obendrauf. Die Aktie ist kein Selbstläufer, aber durchaus solide.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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