Hier warten solide 4% Dividendenrendite

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Immobilien bleiben gefragt, das gilt selbst für Gewerbeimmobilien. Wir haben einen Wert genau für Sie analysiert. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Immobilien sind ein spannendes Feld. Neben reinen Preissteigerungen gibt es für spezialisierte Unternehmen noch andere Wege, Rendite zu erzielen. Ein Beispiel ist die Aufwertung von Objekten. Hier macht beispielsweise die Schweizer Gesellschaft Intershop einen guten Job. Wir erklären, inwiefern Gewerbeimmobilien aktuell noch Chancen bieten können und gehen der Frage auf den Grund, ob „Betongold“ auch in der heutigen Zeit noch ein Investment ist, das logisch auf der Hand liegt. Doch zunächst ein paar Eckdaten zum Unternehmen. Intershop ist ein in der Schweiz tätiges Immobilienunternehmen, das vorwiegend in kommerzielle Liegenschaften investiert. Der Fokus liegt auf dem Wirtschaftsraum Zürich, dem Genfer Seegebiet sowie entlang der Hauptverkehrsachsen.  

Erfreuliches Projekt-Geschäft

Intershop konnte im Vergleich zum Vorjahr aufholen. Der Umsatz stieg um 23,2% auf 117 Mio SFr und der Gewinn um 10,4% auf 78 Mio SFr. Strategisch fokussiert sich Intershop auf die Erweiterung des eigenen Portfolios und die Reduzierung der Leerstandsquote. Letztere fiel im vergangenen Jahr jedoch der Corona- Krise zum Opfer. Die Leerstandsquote stieg um 3 Prozentpunkte auf 11,3%. Erfreulicher verläuft das Projektgeschäft. Das Projekt Au- Park in Wädenswil erhielt die endgültige Baugenehmigung. Von 108 neuen Eigentumswohnungen in Baden und Basel wurden bereits 103 verkauft.

Auch Schulden wurden abgebaut. Das verzinste Fremdkapital wurde auf 465 Mio SFr reduziert, wodurch die Zinslast um 22,7% auf 9 Mio SFr verringert werden konnte. Finanziell steht Intershop besser da. Die Eigenkapitalquote wurde um 2 Prozentpunkte auf 51,6% erhöht, und das Unternehmen steigerte die liquiden Mittel auf 33 Mio SFr. Das größte Risiko bleibt die Krise. Mit Mietern in den Branchen Hotel und Restaurant wurden individuelle Lösungen verhandelt, um sie als Mieter zu behalten. Diese sind im Portfolio der Intershop jedoch nur in kleinen Teilen enthalten.

Wie wir die Aktie sehen

Langfristige Mietverträge sind dabei kaum noch zu erlangen. Der Wandel der Arbeitswelt hin zum Homeoffice verlangt Mietverträge mit mehr Flexibilität. Der größte Profit kommt aus dem Projektgeschäft. Entwicklungsprojekte sind in Zeiten hoher Mieten und in Städten mit hoher Nachfrage an Wohnimmobilien sehr profitabel. Auch wenn die Pandemie den Markt durcheinandergewirbelt hat, gibt es doch noch immer Unternehmen aus der Immobilienbranche, die gut positioniert sind. Intershop ist das beste Beispiel. Mit der Dividendenrendite von 4% bringt die Aktie alles mit, das sich Investoren wünschen. Bleiben Sie gerne am Ball!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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