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US-Präsident Obamas Bilanz und der amerikanische Immobilienmarkt

Inhaltsverzeichnis

Barack Obama wurde vergangene Woche als Präsident der Vereinigten Staaten für seine zweite Amtszeit vereidigt. Deshalb blicken viele Kommentare in die Zukunft.

Was ist wirtschaftlich von der Zeit zwischen Januar 2013 und Januar 2017, also der zweiten Amtszeit von Obama,  zu erwarten? Die Abrechnung mit der Vergangenheit der Jahre 2009 bis 2012 war ja dem Wahlkampf vorbehalten.

Heute und morgen blicke ich mit Ihnen auf die Bilanz für den amerikanischen Immobilienmarkt.

Hauspreise sind ein wichtiger Wirtschaftsindikator

Anders als in deutschen Medien wird in den amerikanischen Medien der dortige Immobilienmarkt jeden Monat aufmerksam verfolgt. Die Statistiken vom amerikanischen Immobilienmarkt sind wichtige wirtschaftliche Indikatoren.

Wenn Sie einmal den Wochenkalender wichtiger Ereignisse, die Auswirkungen auf die Börsenkurse haben könnten, anschauen, dann werden Sie dort auch regelmäßig die Bekanntgabe der Verkaufszahlen von Einfamilienhäusern und die Preisentwicklung finden.

Markt für Einfamilienhäuser im Fokus

Auch hier ein Gegensatz zu Deutschland: Während in Deutschland und Europa die Meldungen und die Aufmerksamkeit der Medien auf den Büroimmobilienmarkt und die Gewerbeimmobilien allgemein fokussiert sind, wird in den USA sehr viel intensiver auf den Häusermarkt geschaut.

Vor allem geht es um die Einfamilienhäuser.

Drei wichtige Statistiken

Die drei wichtigsten Statistiken in den USA zum Immobilienmarkt sind:

  • Home sales (existing homes and new homes) – also die Hausverkäufe der bestehenden und neu errichteten Häuser
  • Home Prices – also die Preisentwicklung
  • Case-Shiller-Index – der wichtigste Indexwert für die Preisentwicklung am amerikanischen Markt für Immobilien

Die Hauspreise sind niedriger als 2009

Standard & Poors veröffentlichte den eigenen errechneten Wert für den durchschnittlichen Preis von Einfamilienhäusern in den USA. Dieser Wert stand Ende des Jahres 2012 unter dem Wert von Ende 2008/Anfang 2009.

Der Rückgang betrug Ende des Jahres 2012 noch etwa 5% im Verhältnis zu Anfang 2009. Zu Beginn des Jahres 2012 lagen die Hauspreise noch etwa 9% unter dem Wert des Jahres 2009.

Aber 2012 sind die Hauspreise gestiegen

Das bedeutet, dass die Hauspreise im Jahr 2012 gestiegen sind. Der Anstieg betrug ca. 4%. Allerdings gab es einige Metropolregionen, in denen der Preisanstieg sehr viel höher ausgefallen ist.

Spitzenreiter in den USA war die Region San Francisco, wo die Immobilienpreise im Lauf des Jahres 2012 um etwa 12% gestiegen sind.

Preise steigen

In vielen Bundesstaaten melden die Verbände der National Association of Realtors, dem amerikanischen Maklerverband, in der Tat steigende Preise.

So wie in San Francisco ein Preisanstieg von fast 12% zu verzeichnen war, sind auch in anderen Metropolen die Preise für Einfamilienhäuser gestiegen. Miami, Phoenix, Atlanta gehörten zu den sehr stark nachgefragten Märkten.

Selbst in Las Vegas, dem regionalen Markt, der am längsten unter der Krise am amerikanischen Immobilienmarkt gelitten hat, zogen die Preise in 2012 um mehr als 8% an.

Morgen geht es um die aktuellen Verkaufszahlen und die Signale für 2013 am amerikanischen Immobilienmarkt.